Freitag, 18. Mai 2018

Ich brauche mehr Meer! Oder auch: Wie ich mich in eine Insel verliebte

Hallo ihr Lieben!❤
Heute geht es mal nicht um Bücher, sondern um etwas ganz anderes.
Letztes Wochenende habe ich mit meiner Familie einen kleinen Tagesausflug an die Nordsee unternommen und war zum ersten Mal seit acht Jahren wieder auf der Insel Langeoog.
Und tja, was soll ich sagen - ich habe mich in diese Insel verliebt!
Aus diesem Grund möchte ich in diesem kleinen Beitrag gerne ein paar Eindrücke mit euch teilen.
Die Atmosphäre auf der Insel lässt sich nur als traumhaft beschreiben. Es war sonnig und warm, aber nicht zu heiß - stattdessen hat eine seichte Brise geweht und gerade am Strand, den wir während einer Fahrradtour durch die Dünen angestrebt haben, konnte man sich ordentlich vom Wind durchpusten lassen.
Der Sand war total fein, nahezu weiß und hatte beinahe schon eine Karibik-Atmosphäre.
Dort, wo wir waren, waren kaum Leute, sodass man fast nichts um sich herum hatte als lange Strände, Dünen und das Meer.
So komisch das vielleicht auch klingen mag, aber für einen Moment war der Alltag einfach wie weggeblasen. Für einen Moment war da nur das Rauschen des Meeres, das Plätschern des Wassers sowie der weiße Sand unter meinen Füßen und der Wind in meinen Haaren.

Für kurze Zeit fühlte mich einfach vollkommen frei und losgelöst von allem.
Ich habe einfach nur den Moment  genossen und das hat mich so, so glücklich gemacht ...
Der gesamte Tag war herrlich entspannend und die kleine Auszeit hat mir so gutgetan!


Jetzt würde mich mal interessieren: In welchen Ort habt ihr euch zuletzt verliebt? Hinterlasst mir gerne einen Kommentar - ich bin gespannt auf eure Antworten!
Man liest sich!
Eure Isabell






Montag, 14. Mai 2018

Ein Augenblick, und schon ist alles anders: „Dieser Augenblick, erschreckend und schön" und „Auf den ersten Blick verzaubert"

Hallo ihr Lieben!
Oft sind es die kleinen Augenblicke, die alles verändern. Manchmal sind sie erschreckend, manchmal schön oder verzaubern uns gar ... und manchmal auch alles auf einmal. Genau darum geht es auch in den beiden Büchern, die ich euch heute vorstellen möchte. Inhaltlich sind sie völlig verschieden, doch beide konnten mir ein ganz besonderes Leseerlebnis bereiten. Warum? Das erfahrt ihr jetzt.
Ich wünsche euch wie immer viel Spaß beim Lesen!


Autorin: Marci Lyn Curtis (aus dem Englischen von Nadine Püschel)
Verlag: Königskinder Verlag
Seiten: 416
ISBN 978-3-551-56028-5
Preis: 19,99€ (Hardcover mit Schutzumschlag)

Inhalt
Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters, kehrt Grace nach New Harbor zurück, ein kleiner Ort an der Küste Floridas. Ihr Ex-Freund Owen, den sie seit Anbeginn der Zeit liebt, wohnt noch immer da; ebenso wie ihre ehemalige beste Freundin. Allerdings ist nichts mehr, wie es einmal war. Doch ob sie es wollen oder nicht, die Leben der Drei sind untrennbar miteinander verbunden. Und Grace muss sich endlich ihr Leben zu eigen machen, so schrecklich und schön es auch ist. Dieser Augenblick, er gehört ihr.
Meine Meinung:
Nachdem mich schon „Alles, was ich sehe" von Marci Lyn Curtis so begeistern konnte, habe ich mich wirklich unglaublich gefreut, als ich erfahren habe, dass die Autorin ein weiteres Buch im Königskinder-Verlag herausbringt!
Erneut habe ich mich einfach verliebt in den Schreibstil der Autorin. Er ist der perfekte Mix aus sarkastisch, melancholisch und zutiefst berührend!


 Mit der Protagonistin konnte ich mich wirklich gut identifizieren. Ihre Gedanken und Gefühle erschienen mir die meiste Zeit über geradezu greifbar.
Grace hat in ihren jungen Jahren schon wirklich Schlimmes erleben müssen. Was genau das ist, darauf werde ich jetzt nicht genauer eingehen, aber man merkt während des Lesens auf jeden Fall, dass ihre Vergangenheit sie gerade jetzt, wo sie zurück in New Harbour ist, unbarmherzig einholt. So fällt es ihr auch schwer, zu ihren ehemaligen Jugendfreunden wieder Vertrauen zu fassen. Trotz der Tatsache, dass sie mit allerlei Problemen zu kämpfen hat, hat das Buch dennoch einen leicht sommerlichen Anklang und man bekommt sofort Lust, selbst ans Meer zu fahren.

Die Geschichte ist wirklich unglaublich fesselnd, mitreißend und berührend, gleichzeitig regt sie aber auch sehr zum Nachdenken an. Sie hat mich sowohl zum Lachen als auch zum Weinen gebracht und ist schlichtweg etwas ganz Besonderes.
Das Schicksal von Grace hat mich auch lange nach der letzten Seite noch nicht losgelassen.

Fazit:
Tiefgründig, melancholisch und hochemotional. „Dieser Augenblick, erschreckend und schön" kriegt von mir eine ganz klare Leseempfehlung!

Ihr wollt mehr Infos zum Buch? Dann klickt hier.

✤✤✤

Autorin: Sonja Kaiblinger
Verlag: Dressler
Teil einer Reihe: 1/3
Seiten: 320
ISBN 978-3-7915-0071-3
Preis: 17€ (Hardcover mit Schutzumschlag)

Inhalt:
Verwandlung garantiert, verlieben nicht ausgeschlossen. Bis zu diesem Freitag war in Ophelias Leben alles stinknormal, so normal, wie es eben sein kann, wenn man drei Tanten und eine Zwillingsschwester hat, die sich spontan in Clownfische oder die Kellnerin verwandeln. Ophelia, 15, hat genug damit zu tun, das Chaos in Schach zu halten, und das wirklich Letzte, was sie wollte, war, diese magische Gabe ebenfalls zu bekommen. Vielleicht hilft ihr das Verwandeln ja dabei, sich ihren Traumtyp Adrian zu angeln? Oder ist sie dafür lieber ganz sie selbst?
Meine Meinung:
In „Auf den ersten Blick verzaubert" wird man als Leser förmlich in die Handlung hineingeworfen. Am Anfang ging deshalb auch alles eher schnell und etwas holprig vonstatten, aber nachdem die Geschichte erst einmal ihren „Rhythmus" gefunden hatte, wollte ich mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören.
Besonders genial finde ich den Humor der Autorin, der ein bisschen an Kerstin Gier erinnert. Nicht selten habe ich plötzlich laut auflachen müssen (was auch schon mal für den einen oder anderen schrägen Blick gesorgt hat ...), wodurch mir das Lesen einfach wahnsinnig viel Spaß gemacht hat.
Die Grundidee mag anfangs etwas schräg klingen. Unkontrollierte Verwandlungen, die dich jederzeit zu einer anderen Person machen können? Klar, dass Ophelia alles andere als begeistert ist, als sie eines Tages herausfindet, dass sie diese „Gabe" geerbt hat. Jetzt gilt es, zu beweisen, dass sie das Ganze auch unter Kontrolle hat ... oder vielleicht auch eher nicht. Obwohl sie sich alle Mühe gibt, gerät sie nämlich immer wieder in brenzlige Situationen, in denen es manchmal auch schon mal ganz schön knapp werden kann. Verrückt gewordene Tanten, sprechende Eichhörnchen und lebendige Leprechauns inklusive.


Einhorn-Fans werden an diesem Buch mit Sicherheit ihre Freunde finden. Das Fabelwesen ist nämlich nicht nur das Wappentier von Schottland, wo die Geschichte spielt, sondern gleichzeitig auch das Maskottchen der Schule, auf die Ophelia und ihre Schwester gehen.
Die Charaktere sind wirklich unglaublich liebenswert. Mit all ihren Macken und Eigenarten kommt man nicht umhin, sie während der Lektüre zumindest ein wenig ins Herz zu schließen!


Und dann ist da natürlich noch das Problem mit der Liebe. Ophelia ist nämlich ganz schrecklich in Adrian, der zusammen mit ihr in die Theater-AG geht und neben ihr die zweite Hauptrolle spielt (inklusive Bühnenkuss!), verknallt und möchte ihn unbedingt zu ihrer Geburtstagsparty einladen, was ihr bei dem Chaos, das sie momentan um die Ohren hat, jedoch alles andere als leicht fällt. Und dann ist da noch Cliff, in den sie sich verwandeln muss, um ihrer Familie zu beweisen, dass sie ihre Gabe gezielt und kontrolliert einsetzen kann. Dafür muss sie eine Menge Zeit mit ihm verbringen, um ihn auch wirklich kennenzulernen ...


Der einzige Kritikpunkt, den ich darüber hinaus habe, ist, dass ich mir zwischendurch noch ein paar mehr Gewissenskonflikte von Ophelia bezüglich ihrer Verwandlungen gewünscht hätte. Immerhin dringt sie damit ein paarmal ganz schön tief in die Privatsphäre anderer Menschen ein und erfährt dabei einiges über sie. Klar, irgendwie will sie das selber so gar nicht, aber letztendlich nützt es ihr ja schon in vielerlei Hinsicht und da hätte man meiner Meinung nach ein wenig mehr auf die „Schattenseiten" eingehen können.
Ansonsten bin ich aber begeistert! 

Fazit:
Verwandlungschaos, Familienwahnsinn und die ganz große Liebe. Dieser spannende, humorvolle Jugendroman verspricht ein aufregendes Leseabenteuer für Leser und Leserinnen ab 12 Jahren.

Vielen Dank an den Oetinger-Verlag für das Rezensionsexemplar!
(Die kostenlose Bereitstellung des Titels hat meine Meinung in keinster Weise verändert.)

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✤✤✤


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Montag, 7. Mai 2018

[Rezension] Super Bodyguard


Autor: Chris Bradford (aus dem Englischen von Karlheinz Dürr)
Verlag: cbj
Seiten: 256
ISBN 978-3-570-40365-5
Preis: 8,99€ (Taschenbuch)


Inhalt:
Einer Kugel kann man nicht entkommen – aber was, wenn jemand in der Lage ist, sie abzufangen?
Als der 15-jährige Troy in London mitten in einen Terroranschlag gerät, entdeckt er, dass er eine schier unglaubliche Eigenschaft besitzt: Kugeln können ihm nichts anhaben! Und nun überschlagen sich die Ereignisse in Troys Leben, denn eine Geheimorganisation wird auf ihn aufmerksam und wirbt ihn als Bodyguard an. Dort trifft er auf andere Jugendliche, die ebenfalls über ähnlich ungewöhnliche Kräfte verfügen. Gemeinsam stehen ihnen nun hochbrisante Aufträge als Super-Bodyguards bevor.


Meine Meinung:
Was mir sofort aufgefallen ist, als ich „Super Bodyguard" gelesen habe, ist, dass der Autor wirklich immer direkt ohne Umschweife zur Sache kommt. Man wird zu Anfang förmlich in das Geschehen hereingeworfen und ehe man sich's versieht, hat auch schon der Terroranschlag stattgefunden und der junge Troy seine Eltern verloren. Von da an nimmt sein Leben eine ganz unvorhergesehene Wendung und er erhält das Angebot, als Super Bodyguard zu arbeiten.
Die ganze Zeit über wird auf allzu ausführliche Beschreibungen verzichtet, weshalb die Kapitel auch recht kurz sind. Einerseits lässt sich das Buch dadurch wirklich flüssig lesen, andererseits fiel es mir schwer,  ganz in der Geschichte zu versinken, weil viele Dinge einfach nur sehr oberflächig aufgegriffen wurden. So wird zum Beispiel am Anfang angedeutet, dass sich das Ganze in einer dystopischen (oder zumindest in einer fiktiven) Welt mit einem mehr oder weniger unbekannten politischen System abspielt, jedoch wird diese Welt dem Leser kaum nahegebracht. Wir erhalten weder nähere Details, was diese betrifft, noch Antworten auf Fragen, die diesbezüglich beim Lesen auftauchen.
Auch die Charaktere erschienen mir oft eher eindimensional und nicht besonders außergewöhnlich, sondern vielmehr klischeehaft und vorhersehbar, was ich wirklich schade finde, denn eine gute Geschichte lebt von ihren Charakteren.


Die Handlung ist zumeist auf Actionszenen beziehungsweise die vielen waghalsigen Aktionen der Super Bodyguards - während denen auch nicht gerade wenig Blut fließt - beschränkt. Insgesamt ist das Buch dadurch doch recht spannend.
Ich hatte jedoch das Gefühl, dass viele Szenen immer wieder nach demselben Schema ablaufen: Die Super Bodyguards bekommen den Auftrag, die Tochter des Bürgermeisters bei einer Veranstaltung oder einem Festival zu beschützen, am Anfang erscheint noch alles gut und schön, dann taucht ein Scharfschütze auf und irgendein Mitglied des Rates stirbt. Ich denke, ein bisschen mehr Variation hätte da nicht geschadet, denn so hatte ich den Eindruck, dass das alles nur auf ein ganz bestimmtes Ereignis am Ende hinführen soll.


Tatsächlich erwartet den Leser am Ende ein großer Plot Twist, der mir persönlich zwar vorhersehbar erschien, der aber dennoch das kritische Denken - insbesondere in Bezug auf Politiker beziehungsweise Personen, die eine Machtposition innehaben - anregt und somit eine wichtige Funktion innerhalb der Geschichte hat. Gerade auf den letzten Seiten wird man selbst zum Nachdenken aufgerufen, was Themen wie Terror und Politik betrifft, was ich wirklich schön finde.
Ich hatte jedoch das Gefühl, dass sich letzten Endes alles viel zu schnell wieder zum Guten gewendet hat.
Rückblickend betrachtet habe ich gemerkt, dass mir einfach noch etwas gefehlt hat, das das Buch wirklich besonders gemacht hätte. Somit bleibt mir der Jugendroman nur aufgrund der rasanten Erzählweise, der die Details leider zum Opfer fallen, im Gedächtnis.


Fazit:
In „Super Bodyguard" wird die Handlung wirklich auf das Wesentliche beschränkt - nämlich auf die jungen Bodyguards, die sich mit ihren Superkräften immer wieder in tödliche Gefahr begeben -, was den Lesefluss zwar unterstützt, wodurch die Geschichte meist jedoch sehr oberflächlich wirkt.
Wer Lust auf ein kurzes, temporeich erzähltes Jugendbuch voller Action und (blutiger) Kämpfe hat, ist hiermit gut bedient. Meinen Lesegeschmack hat der Roman allerdings nicht getroffen.
Vielen Dank an den cbj-Verlag für das Rezensionsexemplar!
(Die kostenlose Bereitstellung des Titels hat meine Meinung in keinster Weise verändert.)

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