Dienstag, 27. Dezember 2016

[Rezension] Atlantia


Autorin: Allie Condie (aus dem amerikanischen Englisch von Stefanie Schäfer)
Verlag: FISCHER FJB
Seiten: 416
ISBN 978-3841421692
Preis: 16,99€ (Hardcover)

Inhalt:
Zwillinge.
Sie waren für ein gemeinsames Leben bestimmt.
Doch das Schicksal trennte sie.
In einer Welt, die in Wasser- und Landbevölkerung aufgeteilt ist, werden die Zwillingsschwestern Rio und Bay durch einen Schicksalsschlag getrennt. Bay tritt ihre Reise zur Oberfläche an. Rio bleibt in Atlantia zurück. Um ihre Schwester wiederzusehen, muss sie herausfinden, warum Wasser und Land getrennt wurden und welche wunderbare und zugleich zerstörerische Gabe die Frauen der Familie verbindet.

Meine Meinung:
Ich bin durch eine Leseprobe auf dieses Buch aufmerksam und neugierig geworden, und seitdem habe ich auf den Moment hingefiebert, es zu lesen. Leider war es nicht ganz so gut wie erwartet.
Zuerst einmal muss ich aber die tolle Idee der Autorin loben, die mir unglaublich  gut gefallen hat. Die Stadt, die unter Wasser liegt und von dem zerstörten Oben getrennt ist, hat mich wirklich fasziniert. Man bekommt ein sehr gutes Bild von Atlantia, da alle Teile der Stadt sowie die Umgebung detailliert beschrieben werden.
Auch die spirituellen Aspekte des Buches, die ich ebenso ungewöhnlich wie originell finde,  haben mir sehr gut gefallen, weil sie dem Buch eine ganz besondere Atmosphäre gegeben haben. Dazu gehören auch die sogenannten „Wunder“, von denen die Protagonistin Rio eines ist - denn sie gehört zu den Sirenen, die Menschen mithilfe ihrer Stimme manipulieren können.
Ich bin aber auch der Meinung, dass die Reichweite der Macht der Sirenen etwas verschwommen wirkt, weil mir teilweise einfach die Beschreibungen fehlen.  Außerdem wirkt die Liebe zwischen Rio und True etwas gezwungen, fast, als müssten sie am Ende unbedingt ein Paar sein. Ich hätte es besser gefunden, wenn die beiden sich  im Bezug auf die Suche nach ihren Freunden / Familienmitgliedern im Oben nähergekommen und zu guten Freunden geworden wären. Leider ist es heutzutage aber häufig so, dass es in Jugendbüchern unbedingt eine Liebesgeschichte geben muss.
Mich hat auch etwas genervt, dass die ganze Zeit vom Oben geredet wird, aber die Zeit dort trotzdem relativ knapp bemessen ist. Die Flucht wird mehr als das halbe Buch lang vorbereitet und geplant, bevor dann wirklich mal etwas geschieht. Dementsprechend sind Showdown und Ende relativ knapp und es herrscht meiner Meinung nach kaum Spannung.
Mir persönlich hätte es besser gefallen, wenn die lange Zeit in Atlantia etwas gekürzt worden wäre und das Buch gegen Ende hin ausführlicher, besser erklärt und vor allem packender  gewesen wäre. Auch hätte ich mir einen rückblickenden Bezug auf die Götter und eine Art „Aufklärung“ der Wunder gewünscht. Das Buch wäre mit Sicherheit auch interessanter und vielschichtiger gewesen, wenn sich die Charaktere, insbesondere Rio, zusätzlich mit Glaubensfragen hätten beschäftigen müssen. Die Idee mit den sagenumwobenen Göttern hat mir nämlich wie bereits erwähnt wirklich gut gefallen, aber man hätte eben noch etwas tiefer gehen können bzw. sollen.

Fazit:
Hinter „Atlantia“ steckt eine wirklich geniale Idee, die aber nur zu Teilen gut umgesetzt wurde. Somit konnte das Buch sein volles Potenzial leider nicht entfalten.

[Rezension] Göttlich verdammt

Autorin: Josephine Angelini (aus dem amerikanischen Englisch von Simone Wiemken)
Verlag: Dressler
Teil einer Reihe: 1/3
Seiten: 496
ISBN 978-3791526256
Preis: 19,95€ (Hardcover)

Inhalt:
Die 16-jährige Helen lebt mit ihrem Vater auf Nantucket und langweilt sich. Doch dann passiert endlich etwas Aufregendes: Die Familie Delos zieht auf die Insel. Alle sind hin und weg von den äußerst attraktiven Neuankömmlingen. Nur Helen spürt von Anfang an großes Misstrauen. Gleichzeitig plagen sie plötzlich düstere Albträume. Was dahintersteckt, erfährt Helen erst nach und nach: Lucas und sie stammen von Halbgöttern ab und sind dazu verdammt, einen erbitterten Kampf auszulösen, weil sie sich ineinander verlieben.

Meine Meinung:
Obwohl ich anfangs eher skeptisch war, hat mir das Buch wirklich gut gefallen.
Am Anfang ist allerdings nicht so viel passiert und es fiel teilweise schwer, die Hintergrundgeschichte nachzuvollziehen.
Außerdem ist die Wendung von Hass  zu Freundschaft zwischen Helen und Lucas nachdem die Furien verschwunden sind meiner Meinung nach etwas zu schnell geschehen.
Auch scheint es etwas unglaubwürdig, dass Helen sich sofort damit abfindet, dass sie eine Halbgöttin ist, und kaum überrascht oder skeptisch scheint. Dasselbe gilt für ihre beste (menschliche) Freundin, die das Ganze kaum oder eigentlich gar nicht hinterfragt.
Ich hätte es auch, glaube ich, besser gefunden, wenn das Buch in der Ich-Perspektive geschrieben wäre, da man sich so vielleicht noch besser in Helen hereinversetzen könnte.
Auf der anderen Seite finde ich aber, dass eine wirklich tolle Idee hinter dem Buch steckt. Die ganzen historischen Aspekte und die Mythen und Sagen, die eingeflochten wurden, haben mir wirklich gut gefallen, weil es mal was anderes ist und außerdem wirklich originell.
Das Buch ist größtenteils sehr spannend geschrieben und auch wenn es gerade nicht so hoch her geht, ist man gespannt, wie es wohl weitergeht.
Es gibt viele tolle Charaktere, aber auch einige, die sehr undurchdringlich und schwer einzuschätzen sind, wie zum Beispiel eine tot / verschollen geglaubte Person, die gegen Ende auftaucht. Jeder Charakter scheint einen wichtigen Platz in der Geschichte einzunehmen, egal wie klein seine Rolle ist, und da im Laufe des Buches einige mysteriöse Dinge geschehen, beginnt man sich schon irgendwie zu fragen, wer jetzt wohl eine noch wichtigere Rolle kriegen könnte.
Es gibt einige überraschende Wendungen, und zusammen mit dem tollen Cover ist „Göttlich verdammt“ ein Buch, das sich - ganz besonders für Mythologie-Fans - wirklich lohnt!

Fazit:
Mythisch, sagenhaft, mysteriös - dieses Buch ist trotz der Kritikpunkte, die ich habe, wirklich lesenswert und wird ganz besonders Fans der Antike und alter Göttersagen gefallen.

Freitag, 23. Dezember 2016

[Rezension] Die Puppenkönigin - Das Geheimnis eines Sommers


Autorin: Holly Black (aus dem amerikanischen Englisch von Anne Brauner)
Verlag: cbj
Seiten: 256
ISBN 978-3570156438
Preis: 14,99€ (Hardcover)

Inhalt:
Zach, Poppy und Alice sind schon ihr Leben lang allerbeste Freunde. Sie lieben es, sich für ihre Actionfiguren aus der Kindheit Geschichten einer magischen Welt, die voller Abenteuer und Heldentum ist, auszudenken. Doch dieses Spiel nimmt eines Nachts eine schaurige Wendung. Alice und Poppy tauchen bei Zach auf und erzählen ihm von einer Reihe furchteinflößender Ereignisse. Poppy schwört, dass sie seit einiger Zeit von einer Porzellanpuppe ihrer Mutter heimgesucht wird, die behauptet, die Seele eines vor langer Zeit ermordeten Mädchens in sich zu tragen. Erst wenn die Freunde sie zu dem Ort des Verbrechens zurückgebracht und dort begraben haben, werde sie Ruhe geben. Andernfalls wird sie die drei Freunde verfolgen - bis in alle Ewigkeit!

Meine Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte sowie die Idee mit den Kindern, die sich mithilfe ihrer Puppen und Actionfiguren eine eigene Welt erschaffen, hat mir gut gefallen und die Neugier auf mehr geweckt. Die Sache mit den Puppen inklusive der großen Königin hatte etwas Märchenhaftes an sich. 
Der Schreibstil lässt sich sehr flüssig lesen, sodass man sehr schnell in die Geschichte eintauchen kann.
Da das Buch etwas Mysteriöses und Gruseliges an sich hat, bleibt es meistens interessant, aber es wird nie so heftig, als dass es nicht auch jüngere Leute lesen könnten.
Da die Protagonisten hier auch relativ jung sind, wird die Identifikation sicherlich besonders den jüngeren Lesern leichtfallen.
Allerdings wirkten die Charaktere - vielleicht gerade, weil sie so jung sind - teilweise sehr naiv auf mich und ich konnte viele Handlungen nicht so gut nachvollziehen. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass die Charaktere manchmal nicht wirklich ihrem Charakter entsprechend handeln.
An einigen Stellen wirkte das Buch etwas unlogisch. So habe ich mich zum Beispiel gefragt, warum die Kinder die Puppe nicht einfach zurück in die Glasvitrine zu sperren - dort konnte sie ihnen zuvor schließlich auch nichts antun…
Insgesamt fand ich das Buch eigentlich ganz gut, bin aber der Meinung, dass es durchaus etwas länger und besser ausgearbeitet sein könnte, weil so bestimmt einige offen gebliebene Fragen bzw. Unklarheiten hätten geklärt werden können. Zum Zwischendurchlesen ist dieses Buch jedoch gut geeignet.

Fazit:
„Die Puppenkönigin“ ist ein nettes Fantasy-Buch für zwischendurch, hinter dem eine tolle Idee steckt, das jedoch einige Lücken zu haben scheint und vielleicht etwas länger und ausführlicher hätte sein können.

[Rezension] Mein bester letzter Sommer

Autorin: Anne Freytag
Verlag: Heyne Verlag
Seiten: 368
ISBN 978-3453270121
Preis: 14,99€ (Hardcover)

Inhalt:
Tessa hat immer gewartet – auf den perfekten Moment, den perfekten Jungen, den perfekten Kuss. Weil sie dachte, dass sie noch Zeit hat. Doch dann erfährt das 17-jährige Mädchen, dass es bald sterben muss. Tessa ist fassungslos, wütend, verzweifelt – bis sie Oskar trifft. Einen Jungen, der hinter ihre Fassade zu blicken vermag, der keine Angst vor ihrem Geheimnis hat, der ihr immer zur Seite steht. Er überrascht sie mit einem großartigen Plan. Und schafft es so, Tessa einen perfekten Sommer zu schenken. Einen Sommer, in dem Zeit keine Rolle spielt und Gefühle alles sind …

Meine Meinung:
Da mir so viel von diesem Buch vorgeschwärmt wurde, bin ich natürlich neugierig geworden, und obwohl die Geschichte zunächst sehr nach dem Buch „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ von John Green (das ich übrigens liebe!) klang, konnte es mich doch einigermaßen überzeugen.
Der Anfang hat mich allerdings etwas irritiert, und die Situation mit der Liebe auf den ersten Blick machte einen extrem klischeehaften Eindruck. Eigentlich schade, weil ich die Geschichte von Tessa und Oskar bis auf den Anfang ganz schön finde.
Außerdem hat es mich etwas gestört, dass Tessa zu Anfang des Buches die ganze Zeit so zickig war. Auch, wenn man später erfährt, dass sie  einen Grund für dieses Verhalten hat, hatte ich das Gefühl, es sei ein bisschen zu viel des Guten.
Außerdem hatte ich Probleme damit, Tessas extremen Minderwertigkeitskomplexe nachzuvollziehen. Bis zu einem gewissen Grad mag das aufgrund von ihrer Situation zwar authentisch und glaubhaft wirken, aber dass sie sich auch nach dem gefühlt tausendsten Liebesbeweis immer noch verkriechen will und an sich selbst zweifelt, nervt schon ein wenig.
Als ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört habe, habe ich gedacht, dass die Reise, die Tessa und Oskar unternehmen, etwas Heimliches und Verbotenes ist, und auch wenn ich es keineswegs schlimm finde, dass diese Reise von den Eltern genehmigt wurde, so stört es mich doch, dass diese Reise so schnell genehmigt wurde.
Auch sehr schnell und abrupt und vor allem sehr vorhersehbar kam das Ende, wo ich mir etwas mehr Überraschungs- und Schockmomente erhofft hätte.
Auf der anderen Seite finde ich, dass dieses Buch eine wirklich schöne Liebesgeschichte erzählt und zeigt, wie viel man in so kurzer Zeit schaffen kann. Der Schreibstil lässt sich sehr flüssig lesen, sodass man förmlich über die Seiten fliegt.
Die meisten Charaktere waren mir sehr sympathisch und einige, besonders Tessas Schwester Larissa, haben mich sehr überrascht. In Bezug auf Larissa wird einem außerdem klar, wie es für einen Teenager ist, immer im Schatten der älteren Geschwister zu stehen und sogar beim Sterben überholt zu werden. Die Gedanken und Gefühle dieses Charakters finde ich deshalb besonders gelungen und authentisch dargestellt.
Dieses Buch spricht außerdem unterbewusst viele zum Nachdenken anregende Themen an und steckt voller toller Zitate, die ich mir gleich aufschreiben musste.
Ich finde es auch toll, dass es zu diesem Buch eine eigene Playlist gibt (die ihr unter dem Namen #teskar zum Beispiel auf Spotify finden könnt) und habe das Buch zu großen Teilen mit Musik gelesen, was dem Buch für mich noch einmal eine ganz besondere Atmosphäre verliehen hat, weil die Lieder teilweise einfach richtig gut zum Buch passen.
Das Buch lädt zum Träumen ein und weckt gleichzeitig das Fernweh sowie den Wunsch, das Leben zu genießen, solange man noch kann - insgesamt hat es mir also wirklich gut gefallen, trotz der Kritikpunkte.

Fazit:
„Mein bester letzter Sommer“ ist ein tolles Buch, das zum Nachdenken anregt, aber doch Spaß beim Lesen macht. Einige Dinge haben mir zwar nicht besonders gut gefallen, aber ich denke, gerade Fans von Liebesgeschichten werden dieses Buch trotzdem mögen.

[Rezension] Zeitenzauber - Die magische Gondel


Autorin: Eva Völler
Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus)
Teil einer Reihe: 1/3
Seiten: 336
ISBN 978-3833900266
Preis: 14,99€ (Hardcover)

Inhalt:
Die 17-jährige Anna verbringt ihre Sommerferien in Venedig. Bei einem Stadtbummel erweckt eine rote Gondel ihre Aufmerksamkeit. Seltsam. Sind in Venedig nicht alle Gondeln schwarz? Als Anna kurz darauf mit ihren Eltern eine historische Bootsparade besucht, wird sie im Gedränge ins Wasser gestoßen - und von einem unglaublich gut aussehenden jungen Mann in die rote Gondel gezogen. Bevor sie wieder auf den Bootssteg klettern kann, beginnt die Luft plötzlich zu flimmern und die Welt verschwimmt vor Annas Augen ...

Meine Meinung:
Obwohl dieses Buch für mich sehr nach der Edelsteintrilogie klang, habe ich beschlossen, es trotzdem mal zu lesen, und obwohl es wie erwartet viele Parallelen gab, hat das Buch auch seine eigenen Besonderheiten, wie zum Beispiel das Setting. Ich persönlich bin ja ein riesiger Fan von Venedig, weil ich die Stadt einfach wunderschön finde, und es hat mir großen Spaß gemacht, die Stadt aus einer anderen Epoche heraus zu betrachten.
Einige Charaktere, wie zum Beispiel Matthias bzw. später Mattheo, waren mir gleich sehr sympathisch.
Witzig finde ich auch  die Idee mit der Blockade, die alles, was man sagt, in zeitgerechte Begriffe umwandelt (wie zum Beispiel „Rouge“ in „Wangenrot“).
Leider ist das Buch aber voller Klischees, wie zum Beispiel, dass Anna sich gleich in den mysteriösen, gutaussehenden Sebastiano verliebt, der tief in die Zeitreisegeschichte verwickelt ist, aber nichts sagen darf. Besser gefallen hätte es mir zum Beispiel, wenn sie sich stattdessen in den etwas dicken, aber total freundlichen Matthias bzw. Mattheo verliebt hätte.
Außerdem gibt es wie bereits erwähnt viele Parallelen zur Edelsteintrilogie von Kerstin Gier.
Gegen Ende wurde das Buch dann auch zunehmend verwirrender und es fehlte für mich an Erklärungen. Gut, es gibt also eine Art Verein, der sich aus drei verschiedenen Arten von Leuten zusammensetzt. Aber was genau ist das für ein Verein? Wer oder was entscheidet, wer dort welche Stellung einnimmt? Und wie hängt das ganze zusammen?
Zu viele unbeantwortete Fragen, die hoffentlich in Teil 2 beantwortet werden.
Insgesamt hat mir das Buch eher mittelgut gefallen und ich würde es vielleicht etwas jüngeren Lesern empfehlen, weil es teilweise einen eher kindlichen / jugendlichen Eindruck auf mich machte.

Fazit:
„Zeitenzauber - Die magische Gondel“ ist eine Zeitreisegeschichte in einem tollen Setting, leider mit Klischees gespickt und außerdem durch die offen bleibenden Fragen etwas verwirrend. Ich glaube, das Buch hätte auf jeden  Fall besser sein können.

[Rezension] Will Grayson, Will Grayson


Autoren: John Green & David Levithan
Verlag: Penguin
Seiten: 352
ISBN 978-0141346113
Preis: 7,99€ (Taschenbuch)
Das Buch ist auf Deutsch unter dem Titel ,,Will & Will" erhältlich.

Inhalt:
Sie heißen beide Will Grayson, wohnen in Chicago, sind siebzehn und haben dasselbe Problem: Aus Angst, es mit der Liebe zu versemmeln, lassen sie sich auf Romantisches gar nicht erst ein. Der eine zögert seit Wochen, sich selbst einzugestehen, was für andere offensichtlich ist: dass er bis über beide Ohren in seine Mitschülerin Jane verliebt ist. Der andere flüchtet sich in eine Online-Beziehung, anstatt sich vor seinen Freunden zu outen. Doch alles ändert sich, als Will & Will eines Abends ganz zufällig aufeinandertreffen …

Meine Meinung:
Obwohl ich ein riesiger Fan von John Green und seinen Büchern bin, konnte mich dieses nicht ganz so begeistern wie zum Beispiel „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“.
Zuerst aber einmal die Sachen, die mir gut gefallen haben:
So finde ich zum Beispiel die Idee mit den beiden Will Graysons sehr originell und außergewöhnlich. Es gibt ja einige Bücher, in denen sich zwei getrennte Zwillinge zum ersten Mal treffen, aber über zwei gleichnamige Personen habe ich so noch nie etwas gelesen.
Gut finde ich auch, dass dieses Buch wichtige Themen wie das Recht auf Individualität und Homosexualität behandelt, aber dabei nicht unbedingt „schonend“ ist, sondern doch realistisch.
Außerdem mochte ich den Charakter Tiny, der am Anfang zwar etwas seltsam wirkte, aber mir gerade gegen Ende hin immer sympathischer wurde. Das Ende hat mir dann sehr gut gefallen.
Allerdings hatte ich den Eindruck, dass eher Tiny der Protagonist sei, während die beiden Will Graysons teilweise eher passiv wirkten, obwohl die Geschichte aus deren Sicht erzählt wurde.
Außerdem fiel es mir teilweise schwer, mich in die beiden Will Graysons hineinzuversetzen und konnte mich irgendwie mit keinem von beiden so richtig identifizieren.
Auch war es etwas seltsam, dass Will und Will nie wirklich viel miteinander zu tun hatten, sondern immer nur mit Tiny, der ja - wie bereits erwähnt - eher wie die Hauptfigur in diesem Buch wirkte.
Teilweise hatte ich außerdem das Gefühl, es würde irgendwie nicht wirklich viel geschehen.
Das Buch ist in einer sehr „jugendlichen“ Sprache, was ich auf Dauer zwar meistens nervig finde, aber hier angebracht erscheint, und solange damit nicht übertrieben wird, finde ich es eigentlich eine ganz nette Abwechslung, zwischendurch mal ein bisschen was eher Umgangssprachliches zu lesen.
Interessant finde ich die Art und Weise, wie die Autoren die Sache mit den zwei verschiedenen Sichten gemeistert haben - während ich da bei anderen Büchern oft etwas verwirrt bin, ist hier eine klare Trennung zu erkennen, weil die Kapitel der Sicht des einen Will in ganz normalem Englisch geschrieben sind, während der andere Will nur in Kleinbuchstaben und im Chatstil erzählt. Für einige sicher ungewöhnlich und auf jeden Fall Geschmackssache, aber ich finde, es ist schon eine originelle Idee.

Fazit:
Hinter „Will Grayson, Will Grayson“ steckt eine tolle Idee, bei deren Umsetzung ich zwar einiges zu kritisieren habe, aber insgesamt hat mir das Buch eigentlich ganz gut gefallen. Wer aber lieber spannungsgeladene und actionreiche Bücher liest, ist hiermit fehl am Platz.

Montag, 19. Dezember 2016

[Rezension] Passagier 23

Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Knaur TB
Seiten: 432
ISBN 978-3426510170
Preis: 9,99€ (Taschenbuch)

Inhalt:
Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund 20 Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Noch nie kam jemand zurück. Bis jetzt ... 
Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff „Sultan of the Seas“ – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler.
Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der „Sultan“ kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen – und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der „Sultan“ verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm …


Meine Meinung:
Wie unschwer zu erkennen sein dürfte, LIEBE ich die Bücher von Sebastian Fitzek und auch dieses konnte mich wieder absolut mitreißen!
Allein schon die Idee mit dem Kreuzfahrtschiff - ein Ort ohne Polizei - hat mir sehr gut gefallen und war wirklich außergewöhnlich! Da ich selber auch schon einmal auf einem Kreuzfahrtschiff war (genau genommen wurde mir dieses Buch sogar auf einem Kreuzfahrtschiff empfohlen, wo ich auch zum ersten Mal wirklich etwas von Sebastian Fitzek gehört habe…mysteriös, mysteriös…) konnte ich mir alles sehr gut vorstellen, wie zum Beispiel, dass so ein Schiff tatsächlich wie eine Kleinstadt ist, unglaublich viele Menschen beherbergt und tatsächlich wie eine richtige Stadt ausgestattet ist. Für mich war es auch spannend, mal „hinter die Kulissen“ zu blicken und zu erfahren, wie es außerhalb des Touristentrubels aussieht.
Die Story an sich war natürlich der Wahnsinn, ich konnte dieses Buch wortwörtlich nicht mehr aus der Hand legen und hatte durchgehend Gänsehaut.
Es verlaufen mehrere Handlungsstränge nebeneinander, die am Ende zusammenfließen, und nachdem alles, was geschehen ist, endlich einen Sinn ergibt und unglaublich logisch erscheint, ändert sich noch einmal alles. Es bleibt also spannend bis zur allerletzten Seite.
Sehr geschickt gemacht finde ich auch, dass der Prolog eine extreme Spannung aufbaut, aber das darin Geschehene bis zum Epilog nicht mehr in der Geschichte auftaucht. Am Ende wartet also eine große Überraschung, bei der ich - absurderweise - sogar lachen musste. Aber ich denke, wer das Buch kennt, wird verstehen, was ich meine.
Wie die anderen Bücher von Fitzek ist auch dieses absolut genial - wenn auch nichts für schwache Nerven, da es teilweise sehr heftig und brutal ist.

Fazit:
Ein packender, atemberaubender Psychothriller voller überraschender Plot Twists und einer gehörigen Portion Gänsehautmomente - „Passagier 23“ ist ein Muss für jeden Thriller-Fan!

[Rezension] Die Insel der besonderen Kinder

Autor: Ransom Riggs (aus dem amerikanischen Englisch von Silvia Kinkel)
Verlag: Knaur TB
Teil einer Reihe: 1/3
Seiten: 416
ISBN 978-3426510575
Preis: 12,99€ (Taschenbuch)

Inhalt:
Manche Großeltern lesen ihren Enkeln Märchen vor. Was Jacob von seinem Opa hörte, war etwas ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der abenteuerlustige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben, und von Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind … Erst Jahre später, als sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt, erinnert Jacob sich wieder an die Schauergeschichten und entdeckt Hinweise darauf, dass es die Insel wirklich gibt. Er macht sich auf die Suche nach ihr und findet sich in einer Welt wieder, in der die Zeit stillsteht und er die ungewöhnlichsten Freundschaften schließt, die man sich vorstellen kann. Doch auch die Ungeheuer sind höchst real – und sie sind ihm gefolgt …

Meine Meinung:
Wie ihr vielleicht wisst, habe ich vor kurzem schon die Comic-Adaption zum Auftakt der Trilogie „Die besonderen Kinder“ rezensiert. Da mir der Comic gut gefallen hat, war ich natürlich umso gespannter auf das „richtige“ Buch.
Wie erwartet hat mir auch dieses sehr gut gefallen.
Schon der Einstieg hat Lust auf mehr gemacht, und der Protagonist Jacob war mir gleich sympathisch. Er wirkte auch nicht wie der typische Außenseiter, der keine Freunde hat, sondern mehr oder weniger bewusst von anderen Leuten abgegrenzt. Im Laufe des Buches wirkte er zwischendurch manchmal ein bisschen unentschlossen, was aber meistens auch nachvollziehbar war.
Richtig gut gefallen haben mir auch die unzähligen tollen Fotos, mit denen das Buch gespickt ist und die dem ganzen zusätzlich eine besondere Atmosphäre verschaffen. Auch, dass die Bilder kaum bis gar nicht nachbearbeitet sein sollen, und dass der Autor sich in mühsamer Arbeit die ganzen Bilder zusammengestellt hat, finde ich sehr beeindruckend.
Die „besonderen Kinder“ sind mir auch sofort ans Herz gewachsen. Jeder ist auf seine eigene Art unglaublich toll, vielschichtig und manchmal auch komisch, sodass es mir wirklich Spaß gemacht hat, sie durch die Geschichte zu begleiten! Besonders angetan haben es mir die kleine Olive, die schwere Schuhe tragen muss, um nicht davonzuschweben, und der unsichtbare Millard. Aber auch die anfangs grobschlächtig wirkende Bronwyn hat am Ende bewiesen, dass sie ein Herz hat, und nicht zu vergessen Emma, die einst ein besonderes Verhältnis zu Jacobs Großvater hatte und sich deswegen anfangs von Jacob distanziert, bis sie sich dann doch langsam näherkommen.
Die Kulisse mit dem großen Haus, das in einer Zeitschleife steckt und sich auf einer abgelegenen Insel befindet, hat mir auch sehr gut gefallen.
Der Showdown war sehr actiongeladen, und so mancher Charakter musste über sich hinauswachsen. Außerdem wartet ein recht unerwartet kommender Plot Twist auf den Leser.
Insgesamt ein wirklich tolles Buch, an dem ich fast nichts zu kritisieren habe, und ich kann es kaum erwarten, Teil 2 zu lesen!

Fazit:
„Die Insel der besonderen Kinder“ ist eine wunderschöne, märchenhafte Geschichte mit unglaublich vielseitigen und liebenswerten Charakteren in einem faszinierenden Setting, abgerundet von tollen Fotos - ein rundum gelungenes Buch!

[Rezension] Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe

Autorin: A.J. Betts (aus dem australischen Englisch von Anja Malich)
Verlag: FISCHER KJB
Seiten: 336
ISBN 978-3596812547
Preis: 8,99€ (Taschenbuch)

Inhalt:
Kopf an Kopf liegen Zac und Mia in ihren Krankenhausbetten, nur durch eine dünne Wand getrennt. Diagnose: Krebs. Gefühlszustand: isoliert und allein. Im normalen Leben hätten sie wahrscheinlich nichts miteinander zu tun. Aber im Krankenhaus gelten andere Regeln. Man braucht Kraft, um die Zeit dort durchzustehen. Und noch mehr Kraft, um in die normale Welt zurückzukehren. In einer dieser Welten braucht Zac Mia. Und in der anderen braucht Mia Zac. Oder vielleicht brauchen sie sich gegenseitig. Jetzt und für immer.

Meine Meinung:
Obwohl ich bei diesem Buch eher eine „klassische“ Krebsgeschichte hätte, konnte es mich sowohl überraschen als auch begeistern.
Der erste Teil des Buches ist hauptsächlich aus der Sicht von Zac erzählt, und ich konnte mich gleich von Anfang an gut in ihn hineinversetzen. Mit seiner leicht sarkastischen, aber doch realistischen Art war er mir sehr sympathisch.
Mit der zweiten Protagonistin Mia konnte ich mich nicht ganz so anfreunden. Ihre Wut auf alles und jeden war  zwar durchaus nachvollziehbar, aber teilweise hat sie sich einfach so unreif und kindisch benommen, dass es mir manchmal schwer fiel, sie zu mögen.
Die Idee, dass die beiden sich durch eine Wand „kennenlernen“, finde ich sehr originell. Im Gegensatz zu anderen 0815-Liebesgeschichten ist es hier auch keine Liebe auf den ersten Blick, sondern es zieht sich über das ganze Buch hinweg - wobei man am Ende auch nicht wirklich sagen kann, ob die beiden jetzt ein Paar oder (gute) Freunde sind.
Auch viele Nebencharaktere wurden gut ausgearbeitet und teilweise sehr detailliert und liebevoll gestaltet, wie zum Beispiel die Krankenschwester die immer eine kindische Haarklammer trägt. Diese kleinen Details lassen das Buch sehr realistisch und lebendig wirken.
Nicht so gut gefallen hat mir, das Buch gegen Ende hin nicht besonders spannend wird, sondern der kleine „Rückschlag“ eher inszeniert wirkt und nur von kurzer Dauer ist. Das etwas offene Ende wiederum hat mir gut gefallen.
Insgesamt ist „Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe“ ein lockeres, gut lesbares Buch für zwischendurch, das ich trotz Kritik weiterempfehlen kann.

Fazit:
Ein nettes Buch mit tollen Ideen und Charakteren, das kaum Klischees enthält und, obwohl ich einige Kritikpunkte habe, lesenswert ist - wenn auch nicht für Leute, die lieber spannende und actiongeladene Bücher lesen.

Sonntag, 11. Dezember 2016

[Rezension] Nujeen - Flucht in die Freiheit


Autorin: Nujeen Mustafa
Co-Autorin: Christina Lamb
(Aus dem Englischen von Friedrich Pflüger und Wolfram Ströle)
Verlag: HarperCollins
Seiten: 432
ISBN 978-3959670753
Preis: 18,00€ (Taschenbuch)

Inhalt:
Was bedeutet es wirklich, ein Flüchtling zu sein, durch den Krieg frühzeitig erwachsen werden zu müssen, die geliebte Heimat hinter sich zu lassen und vom Wohlwollen anderer abhängig zu sein?
Die sechzehnjährige Nujeen erzählt, wie der syrische Krieg eine stolze Nation zerstört, Familien auseinander reißt und Menschen zur Flucht zwingt. In Nujeens Fall zu einer Reise durch neun Länder, in einem Rollstuhl. Doch es ist auch die Geschichte einer willensstarken jungen Frau, die in Aleppo durch eine Krankheit ans Haus gefesselt ist und sich mit amerikanischen Seifenopern Englisch beibringt, weil sie die starke Hoffnung auf ein besseres Leben hat. Eine Hoffnung, die sich nun vielleicht fern der Heimat in Deutschland erfüllen kann.
Es ist die Geschichte von Flucht, dem Verlust der Heimat, die Geschichte unserer Zeit – erzählt von einer bemerkenswert tapferen Syrerin, die nie aufgehört hat, zu lächeln.

Meine Meinung:
Aufgrund der aktuellen Ereignisse habe ich beschlossen, dieses Buch zu lesen, und ich kann euch nur raten, es mir gleichzutun.
Nujeens Erzählungen haben mich gleichermaßen überrascht und schockiert, und mit Sicherheit auch dazu beigetragen, dass ich die Flüchtlingskrise jetzt noch einmal von einer ganz anderen Seite sehe.
Das Buch beginnt damit, dass Nujeen von ihrem Leben in Aleppo berichtet, das auch vor dem Krieg schon nicht leicht war. 
Nach und nach verfällt das Land dann immer mehr der Krise, und es ist, als würde man alles hautnah miterleben. Das Buch ist sehr bildlich geschrieben, sodass man sich alles bis ins grausamste Detail schockierend gut vorstellen kann. Was in Syrien Schreckliches geschehen ist und jetzt gerade geschieht, ist einem vielleicht gar nicht so bewusst, aber nach dem Lesen dieses Buches stellt sich nicht länger die Frage, warum Menschen aus ihrer Heimat fliehen, sondern  warum so viele dort bleiben. Für mich persönlich ist es einfach unbegreiflich, wie die Menschen in Syrien mit so viel Gewalt und Unmenschlichkeit in ihrem Alltag klarkommen.
Auch die Flucht nach Deutschland wird sehr anschaulich beschrieben. Dass Nujeen auf ihrer Reise noch Glück gehabt hat, will einem dabei nur schwer in den Kopf. Umso beeindruckender scheint es, dass das Mädchen immer optimistisch bleibt und nie den Mut verliert. Und auch als sie durch ein Fernsehinterview berühmt wird, bleibt sie bodenständig und vor allem eins: sie selbst.
Bei der Ankunft in Europa werden die Dinge, die für uns selbstverständlich erscheinen, noch einmal ganz neu entdeckt.
Dass Nujeen sich mithilfe einer Seifenoper selber Englisch beigebracht hat, finde ich wirklich bewundernswert, und dass ihr zu Ehren eine Extra-Folge der Serie gedreht und in einer Nachrichten-Sendung ausgestrahlt wurde, war ebenso überraschend wie wunderschön. Letztendlich ist sie ja auch nur ein normales Mädchen, das Schreckliches durchgemacht hat, und dieses Buch zeigt, dass jeder Mensch, unabhängig von Herkunft und Religion, das Recht auf ein würdevolles Leben haben sollte.

Fazit:
Ein faszinierendes und berührendes Buch, dass dazu auffordert, Menschen nicht nur als Zahlen zu sehen, und das von einer jungen Frau erzählt, die nie die Hoffnung aufgibt - für mich ein absolutes Lese-Muss!

[Rezension] Die Märchen von Beedle dem Barden

Autorin: J.K. Rowling (aus dem Englischen von Klaus Fritz)
Verlag: Carlsen
Seiten: 128
ISBN 978-3551359261
Preis: 6,99€ (Taschenbuch)

Inhalt:
Welcher ordentliche Zauberer kennt sie nicht: die großartigen alten Märchen, die Beedle der Barde für die magische Gemeinschaft gesammelt hat? Jedem Zaubererkind werden sie abends vorgelesen. Nur Harry Potter hätte fast zu spät von ihnen gehört. Fast. Doch dann rettete ein wertvoller Hinweis daraus ihm das Leben – im Kampf gegen Voldemort, dem grausamsten schwarzen Magier aller Zeiten.

Meine Meinung:
Ich als riesiger Harry Potter-Fan musste dieses Schätzchen aus der Hogwarts-Bibliothek natürlich unbedingt haben, und wie nicht anders erwartet, bin ich absolut begeistert!
Das Buch besteht aus insgesamt fünf Märchen, jeweils mit Kommentar von Albus Dumbledore, wo dann immer etwas über den historischen Kontext sowie die Reaktionen auf das Märchen erzählt wird, was einem das Gefühl gibt, noch tiefer in die magische Welt von Harry Potter einzutauchen.
Von der Aufmachung her hat mir das Buch auch sehr gut gefallen, die Illustrationen waren sehr hübsch anzusehen und auch die Ranken und Blätter, die sich über die Ränder der Seiten winden, verleihen dem Buch etwas ganz Besonderes und Märchenhaftes.
Auch die Märchen selbst waren schön zu lesen und ich habe mich ein bisschen so gefühlt, als würde ich wieder zum kleinen Kind werden, das Märchen liebt und sich diese als Gutenachtgeschichten vorlesen lässt. Ein wirklich tolles Buch, das alle Potterheads begeistern dürfte!

Fazit:
Ein perfektes Buch, um tiefer in die Welt der Zauberer einzutauchen - „Die Märchen von Beedle dem Barden“ sollte jeder Harry Potter-Fan gelesen haben!

Freitag, 9. Dezember 2016

[Rezension] Dark Elements - Steinerne Schwingen

Autorin: Jennifer L. Armentrout (aus dem amerikanischen Englisch von Ralph Sander)
Verlag: HarperCollins
Teil einer Reihe: 1/3
Seiten: 368
ISBN 978-3959670036
Preis: 16,90€ (Hardcover)

Inhalt:
Nichts wünscht Layla sich sehnlicher, als ein ganz normaler Teenager zu sein. Aber während ihre Freundinnen sich Gedanken um Jungs und erste Küsse machen, hat sie ganz andere Sorgen: Layla gehört zu den Wächtern, die sich nachts in Gargoyles verwandeln und Dämonen jagen. Doch in ihr fließt auch dämonisches Blut – und mit einem Kuss kann sie einem Menschen die Seele rauben. Deshalb sind Dates für sie streng tabu, erst recht mit ihrem heimlichen Schwarm Zayne, dem Sohn ihrer Wächter-Ersatzfamilie. Plötzlich wird sie auf einem ihrer Streifzüge von dem höllisch gut aussehenden Dämon Roth gerettet … und er offenbart ihr das schockierende Geheimnis ihrer Herkunft!

Meine Meinung:
Nachdem mir so viel von diesem Buch vorgeschwärmt wurde, war ich natürlich dementsprechend gespannt. Meine Erwartungen wurden jedoch nicht ganz erfüllt.
Zum einen bin ich mit der Protagonistin nicht ganz warmgeworden und ich konnte mich nicht so gut in sie hineinversetzen, was zum Teil auch daran liegt, dass sie einfach wenig Charakter hat und ich persönlich mir einfach kein richtiges Bild machen konnte.
Zum anderen habe ich auch nach den kleineren Verwirrungen am Anfang nicht wirklich in die Geschichte eintauchen können. Diese war zwar nicht wirklich schlecht, aber ich hatte immer das Gefühl, das Geschehen wie eine Außenseiterin zu betrachten und konnte mich nicht mitreißen lassen.
Außerdem wurde diese ganze Erde-Hölle-Trennung nicht wirklich klar. Es ist sowohl von Gesetzen, die das völlige Chaos verhindern, als auch von Dämonen, die ebendieses verursachen sollen, die Rede, und dass Roth so harmlos wirkt, verstärkt die Verwirrung noch zusätzlich. Ich hätte mir da bessere Erklärungen oder wenigstens klarere Trennungen der Fronten gewünscht.
Gut gefallen haben mir jedoch auch ein paar Sachen, zum Beispiel, dass Layla sich nicht sofort in Roth verliebt - wie man es ja aus vielen Büchern kennt -, sondern sich ihm aufgrund seines attraktiven Aussehens annähert, wenn sie es denn tut, und ansonsten erst einmal kühl ihm gegenüber bleibt. Das jedoch ändert sich im Laufe der Zeit wieder wie erwartet, sodass die Dreiecksbeziehung Layla-Roth-Zayne insgesamt doch recht vorhersehbar verläuft.
Das Ende hat mir, auch wenn es nicht besonders spektakulär war, ganz gut gefallen, auch wenn ich rückblickend sagen muss, dass das Buch nicht so spannend war, als dass ich unbedingt Teil 2 lesen müsste.

Fazit:
Hinter „Dark Elements - Steinerne Schwingen“ steckt eine tolle Idee, die aber nur teilweise gut umgesetzt wurde. Teilweise fehlten einfach die Emotionen und es fiel mir schwer, in die Geschichte einzutauchen. Meine Erwartungen hat das Buch leider nur bedingt erfüllt.

Sonntag, 4. Dezember 2016

[Rezension] Alles, was ich sehe


Autorin: Marci Lyn Curtis (aus dem amerikanischen Englisch von Nadine Püschel)
Verlag: Königskinder
Seiten: 432
ISBN 978-3551560223
Preis: 18,99€ (Hardcover)

Inhalt:
Maggie hasst ihr neues Leben als Blinde. Sie will keine tapfere Kranke sein, und auf Unterricht von anderen Blinden kann sie gut verzichten. Nach einem missglückten Streich passiert es: Sie kann wieder sehen! Nur einen Ausschnitt der Welt, genauer: einen zehnjährigen Jungen namens Ben. Mit Hilfe des altklugen und hinreißenden Jungen scheint sie einen Teil ihres alten Lebens zurückzubekommen. Und Bens großer Bruder Mason ist Sänger in Maggies Lieblingsband. Und ziemlich attraktiv. Doch er lässt sie abblitzen, weil er denkt, dass Maggie ihre Blindheit vortäuscht – was ja irgendwie stimmt. Dann kommt heraus, warum sie ausgerechnet Ben sehen kann.

Meine Meinung:
Durch den tollen Klappentext bin ich sofort neugierig auf dieses Buch geworden und habe auf den Moment hingefiebert, es endlich lesen zu können. Und dann hat das Buch meine Erwartungen noch übertroffen!
Schon der Einstieg hat mir sehr gut gefallen, weil man direkt einen Einblick in Maggies Kopf und ihre sarkastische Art bekommt. Schon nach ein paar Sätzen kann man sich ein gutes Bild von diesem Charakter machen und freut sich schon darauf, ein ganzes Buch mit ihm zu verbringen.
Maggie lernt dann auch relativ schnell den kleinen Ben kennen, und da wird sicher der eine oder andere einen neuen Lieblingsbuchcharakter finden, denn Ben ist so süß! Seine lustige, direkte, charmante und möchtegern-machohafte Art hat mich im Laufe des Buches immer wieder zum Lachen (und teilweise auch zum Weinen) gebracht und ich habe ihn gleich ins Herz geschlossen.
Auch die meisten anderen Charaktere waren mir gleich sympathisch, und jeder einzelne hat perfekt in die Geschichte gepasst!
Der Schreibstil der Autorin lässt sich sehr flüssig lesen, und das Buch ist - gerade gegen Ende hin - unglaublich lustig, emotional, schön und auch traurig.
Einen einzigen Kritikpunkt habe ich jedoch: Es wirkt irgendwie unlogisch bzw. wird nicht genauer erklärt, was Ben jetzt so besonders macht.
Maggie kann ihn ja sehen, weil er, spoilerfrei gesagt, eine bestimmte Art von Mensch ist, und nach ihrer ersten Begegnung mit Ben kann Maggie ja alle Menschen dieser Art sehen. Doch als Ben nicht mehr zu dieser Art von Menschen gehört bzw. direkt nach Maggies Erblindung kann sie diese Menschen nicht sehen. Das hätte meiner Meinung nach besser erklärt bzw. durchdacht werden können.
Ansonsten ist dieses Buch aber wirklich genial und ich kann es euch nur wärmstens weiterempfehlen!

Fazit:
Tolle Idee, tolle Charaktere und unglaublich emotional - „Alles, was ich sehe“ ist ein Buch, das definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient und das ihr unbedingt lesen solltet!

Samstag, 3. Dezember 2016

Lesemonat November

Hey ihr Lieben!
Hier ein Überblick über meinen Lesemonat November :)
Gelesen habe ich 13 Bücher, und zwar folgende:

-City of Fallen Angels
-City of Lost Souls
-Die Ungehörigkeit des Glücks
-Die Bestimmung
 -Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit
-Die Bestimmung - Letzte Entscheidung
-Perfect - Willst du die perfekte Welt?
-Die Insel der besonderen Kinder  - Die Comic-Adaption
-Book of Lies
-Love Letters to the Dead
-Es. Ist. Nicht. Fair
-Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt
-Alles, was ich sehe

Die „Die Bestimmung“-Trilogie und „Book of Lies“ waren Rereads.
Mein Monatshighlight war ganz klar „Alles, was ich sehe“ - dieses Buch ist einfach genial!! Mein Monats-Flop war „Love Letters to the Dead“. Mehr dazu könnt ihr wie immer in den Rezensionen nachlesen.:)

Mit den Neuzugängen habe ich mich dieses Mal zurückgehalten *auf die Schultern klopf* und bei mir sind nur 3 Bücher neu eingezogen, davon nur eines selbstgekauft:

-Miss you (gewonnen bei Callie Wonderwood, noch mal vielen lieben Dank dafür)
-Die Ungehörigkeit des Glücks (Rezensionsexemplar)
-Perfect - Willst du die perfekte Welt?

Wie sieht es bei euch so aus?:)

Freitag, 2. Dezember 2016

[Rezension] Es. Ist. Nicht. Fair.

Autorin: Sarah Bentwell (aus dem Englischen von Ute Mihr)
Verlag: Karl Hanser Verlag
Seiten: 352
ISBN 978-3446252967
Preis: 18,00€ (Hardcover)

Inhalt:
Mit der Diagnose ALS ist nichts mehr, wie es war, für den 17-jährigen Sora. Er wird sterben. Bald. Konfrontiert mit dieser Wahrheit sucht Sora nach einem Rest Selbstbestimmung und Würde. Einen geschützten Raum findet er in Chats im Internet. Hier findet er auch neue Freunde: die vom Zeichnen besessene Mai und den liebenswerten Kaito. Doch werden die beiden ihn auch noch mögen, wenn sie ihn richtig kennenlernen? Wenn sie alles über ihn wissen? Soras Gedanken kreisen immer konkreter um den Plan, wenigstens den Zeitpunkt seines Todes selbst zu bestimmen. Nur dafür braucht er die Hilfe seiner Freunde. Eine bewegende Geschichte über Krankheit und Tod, aber auch über die Kraft wahrer Freundschaft.

Meine Meinung:
Durch die viele positive Kritik bin ich neugierig auf dieses Buch geworden, und obwohl es wirklich vielversprechend klang, entsprach es leider nicht meinen Erwartungen.
Schon der Anfang hat mir nicht besonders gut gefallen - eigentlich ist der Protagonist Sora nur am herumjammern, was für ein schreckliches Leben er doch hat, was zwar bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar ist, einem aber schon nach kurzer Zeit auf die Nerven geht.
 Auch von diesem ungelungenen Einstieg abgesehen, hat mir der Charakter Sora nicht wirklich gut gefallen, und es fiel mir auch irgendwie schwer, Mitleid mit ihm zu haben. Das hat zum Teil auch mit seinem wirklich seltsamen Verhalten zu tun: Weil er so einsam ist, loggt er sich in einem Chatroom ein und hat nach einem kleinen „Anfall“ im Chatroom, wenn man das denn so nennen kann, plötzlich Angst, dass alle seine Freunde (die er vielleicht seit zwei Tagen kennt) nichts mehr mit ihm zu tun haben wollen.
Nein, stattdessen will seine Mutter, dass er seine Internet(!)-Freunde zum Essen einlädt. Natürlich sagen auch alle zu, obwohl sie sich, wie schon gesagt, kaum kennen.
Zuerst sind sie dann total abgeschreckt von Soras Krankheit, um dann keine 24 Stunden später wieder voll hinter ihm zu stehen.
Außerdem ist das Buch zu großen Teilen im Chatstil geschrieben, was nach einiger Zeit beim Lesen genervt hat. Das übertriebene Verwenden von Smileys etc. wirkte auf mich etwas unprofessionell.
Ein weiterer Punkt, der mich stört, ist, dass zunächst ständig berichtet wird, dass Kinder und Jugendliche im ganzen Land Spam-Mails erhalten, in denen sie aufgefordert werden, Suizid zu begehen. Da könnte man doch meinen, das hat irgendeine wichtige Bedeutung für den Verlauf bzw. den Ausgang des Buches - aber ganz im Gegenteil! Irgendwann wird das Thema einfach fallengelassen.
Das Ende hat mich teilweise sehr an „Ein ganzes halbes Jahr“ von Jojo Moyes erinnert und konnte mich irgendwie nicht so berühren, wie es wahrscheinlich sollte.
Natürlich gibt es in dem Buch auch ein paar Sachen, die mir ganz gut gefallen haben. So war es für mich zum Beispiel interessant, ein Buch zu lesen, das in Japan spielt, was man, wenn man nicht in der Manga-Welt unterwegs ist, ja nicht so häufig liest. Auch die Idee und die Umsetzung des „Wunschbaums“ fand ich sehr schön.
Insgesamt würde ich aber sagen, dass die negativen Punkte eher überwiegen, und dass es durchaus bessere und schönere Bücher zu dem Thema gibt. Dieses Buch jedenfalls würde ich nicht unbedingt weiterempfehlen.

Fazit:
„Es. Ist. Nicht. Fair.“ hat mir wider Erwartungen nicht besonders gut gefallen. Meiner Meinung nach fehlen dem Buch einfach die Emotionen, außerdem ist es an einigen Stellen ziemlich unrealistisch und wirkt wie eine nicht sonderlich gelungene „Zusammensetzung“ aus verschiedenen Büchern. Leider keine Leseempfehlung.

Samstag, 26. November 2016

[Rezension] Love Letters to the Dead


Autorin: Ava Dellaira (aus dem amerikanischen Englisch von Katarina Ganslandt)
Verlag: cbt
Seiten: 416
ISBN 978-3570163146
Preis: 17,99€ (Hardcover)

Inhalt:
Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben …

Meine Meinung:
Das Buch stand schon lange auf meiner Wunschliste, weil die Geschichte ziemlich interessant und außergewöhnlich klang und ich außerdem schon viel Gutes über dieses Buch gehört habe, aber ich muss sagen, das Buch hat mich wirklich enttäuscht.
Zum einen sind da die Briefe: Zuerst dachte ich, dass die Protagonistin nach und nach immer mehr diesem Briefeschreiben an  die Toten verfällt, stattdessen besteht das ganze Buch nur aus Briefen. Und nicht, dass diese Briefe irgendetwas Besonderes sind - im Gegenteil, das Buch wirkt eigentlich mehr wie eine ganz normale Erzählung, dass gelegentlich von einem „Liebe/r XY . . . Deine Lauren“ unterbrochen wird.
Zum anderen haben mir auch die Charaktere nicht wirklich gut gefallen. Keiner von ihnen schien besonders außergewöhnlich, wenn man vielleicht davon absieht, dass die Protagonistin Briefe an bereits verstorbene Personen schreibt. Während in anderen Büchern jeder Charakter auf seine Weise besonders ist, so ist hier jeder auf seine eigene Art nervig. Auch die Handlung konnte mich nicht wirklich überzeugen, da irgendwie wenig geschieht und das Buch nicht wirklich abwechslungsreich ist. Außerdem war es extrem irritierend, nicht zu wissen, wie alt Lauren denn jetzt wirklich ist, weil sie in einem Moment unglaublich kindisch und dann wieder sehr „erwachsen“ handelt.
Am allerschlimmsten fand ich jedoch die Liebesgeschichte, die so klischeehaft und unrealistisch war, wie eine Liebesgeschichte nur sein kann. Kurz gefasst: Junges, unsicheres Mädchen ist neu auf der Schule und ganz allein, verliebt sich aber plötzlich in mysteriösen, gutaussehenden Jungen, der natürlich gleich dieselben Gefühle für sie hegt, dann eine eigentlich unnötige Vorübergehend-Trennung, die vor dem Ende noch mal für Spannung sorgen soll. Insgesamt also ziemlich vorhersehbar, kitschig und unnötig.
Leider hat mir das Buch überhaupt nicht gefallen, obwohl eine wirklich gute Idee dahintersteckt. Da ich die Umsetzung aber sehr enttäuschend finde, kann ich euch nur raten, das Buch nicht zur Hand zu nehmen.

Fazit:
„Love Letters to the Dead“ hat leider in keinster Weise meinen Erwartungen entsprochen. Eine kitschig-klischeehafte Liebesgeschichte, die lahme Handlung und die farblosen Charaktere machen dieses Buch zu einem Buch, das sich trotz des darinsteckenden Potenzials nicht wirklich lohnt.

[Rezension] Book of Lies

Autorin: Teri Terry (aus dem Englischen von Petra Knese)
Verlag: Coppenrath
Seiten: 400
ISBN 978-3649667520
Preis: 17,95€ (Hardcover)

Inhalt:
Quinn und Piper sind Zwillinge, doch sie sind sich noch nie begegnet. Erst als ihre Mutter bei einem tragischen Unfall stirbt, treffen sich die Schwestern auf der Beerdigung. Piper ist begeistert und fasziniert. Für sie ist Quinn der Schlüssel zu einem uralten Familiengeheimnis. Doch Quinn ist voller Misstrauen. Warum wurde sie ihr Leben lang von ihrer Schwester ferngehalten? Schlummert in ihr tatsächlich eine dunkle Seite, vor der sie ihre Mutter und Großmutter immer gewarnt haben? Ist sie eine Gefahr für Piper? Während Quinn ihre Vergangenheit hinter sich lassen will, vergräbt sich Piper immer tiefer in die Mythen und Prophezeiungen, die sich um ihre Familie ranken – und tritt damit ein Inferno los.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist mir zum ersten Mal durch dieses traumhaft schöne Cover ins Auge gefallen, und ich muss sagen, es ist von innen fast genauso wie von außen!
Schon der Prolog baut eine große Spannung auf und lässt das Buch gleich sehr mysteriös wirken - und der erste Eindruck ist ja immer besonders wichtig. Auch im folgenden bleibt es so: mysteriös, undurchdringlich und mythisch.
Das Buch wird zwar aus zwei Sichten erzählt - jeweils abwechselnd von Quinn und Piper - , aber anders als bei anderen Büchern konnte ich mich sofort daran gewöhnen und der Übergang zwischen den Kapiteln verlief nahtlos.
Die beiden Protagonisten, Quinn und Piper, sind jeweils auf ihre eigene Art etwas ganz Besonderes und es hat Spaß gemacht, sie durch die Geschichte zu begleiten. Wie für den Leser schon angedeutet wird, müsste eine von ihnen gut und eine böse sein. Doch Quinn, die ihr ganzes Leben lang weggesperrt wurde, scheint zuerst eigentlich völlig harmlos - genauso wie Piper. Beide entwickeln sich innerhalb des Buches zu etwas, das sich nicht eindeutig Gut oder Böse zuordnen lässt, was dem Buch zusätzlich einen geheimnisvollen Touch verleitet.
Wirklich gut gefallen hat mir auch, dass sich die Autorin der echten Legenden rund um Dartmoor bedient hat, laut denen sogenannte „Hatzhunde“ durch die Moore streifen, um zum Beispiel ahnungslose Wanderer zu überfallen.
Das einzige, was meiner Meinung nach besser hätte gemacht werden können, ist die „Auflösung“ der ganzen Geheimnisse am Ende des Buches, weil es mich gerade beim ersten Lesen etwas verwirrt hat. Insgesamt hat mir dieses Buch aber - gerade auch wegen der ungewöhnlichen Charaktere und dem ungewöhnlichen Ende - sehr gut gefallen und ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen.

Fazit:
„Book of Lies“ hat nicht nur ein wunderschönes Cover, sondern kann auch vom Inhalt her punkten. Besonders für Fans von Fantasybüchern oder Mysterythrillern ist dieses Buch sehr empfehlenswert!

[Rezension] Die Insel der besonderen Kinder - Die Comic-Adaption

Story: Ransom Riggs
Zeichnungen: Cassandra Jean
Aus dem Amerikanischen von Nina Olligschläger
Verlag: Carlsen
Teil einer Reihe: 1/3
Seiten: 256
ISBN 978-3551728265
Preis: 14,90€ (Taschenbuch)

Inhalt:
Manche Großeltern lesen ihren Enkeln Märchen vor. Nicht so der Opa von Jacob - Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben. Und von Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind. Erst Jahre später, als sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt, erinnert Jacob sich wieder an die Geschichten und entdeckt Hinweise darauf, dass es diesen besonderen Ort wirklich gibt. Doch auch die Ungeheuer sind höchst real – und folgen ihm auf seiner Suche nach der Insel der besonderen Kinder…

Meine Meinung:
Da ich bisher noch nie einen Comic gelesen habe, war dieses Buch eine ganz neue Erfahrung für mich. Deswegen werde ich im folgenden auch die Unterschiede von Comics und „richtigen“ Büchern ansprechen.
Zunächst aber erst einmal der Inhalt - Von der Handlung her konnte mich das Buch nämlich auf ganzer Linie überzeugen, und ich habe gleich gemerkt: Das ist ein Buch, das man schon als Kind lieben und als Erwachsener immer noch gerne lesen wird. Die Geschichte wirkte gleichzeitig magisch und doch sehr realitätsnah, was mir wirklich gut gefallen hat.
Allerdings hatte ich das Gefühl, dass der Geschichte durch die Comic-Adaption ein ganzes Stück fehlte. Vieles wurde nur durch Bilder erzählt, was für mich persönlich sehr ungewohnt war, und die Handlung wirkte sehr „zusammengequetscht“. Dadurch, dass alles so knapp erzählt wurde, fiel es mir außerdem schwer, gewisse Dinge oder Handlungen nachzuvollziehen. Auch wirkten die Charaktere teilweise ein bisschen „blass“ und ich konnte mich nicht wirklich in sie hineinversetzen.
Die Zeichnungen waren zwar ganz hübsch und auch, dass das Buch mit Fotografien unterlegt war, hat mir sehr gut gefallen, aber trotzdem würde ich, glaube ich, beim „richtigen“ Buch bleiben, einfach, weil hier irgendwie ein bisschen das Gefühl gefehlt hat.

Fazit:
Eine magische Geschichte, an der jedoch meiner Meinung nach durch die Comic-Adaption einiges verloren gegangen ist. Für Comic-Fans sehr empfehlenswert, allen anderen würde ich aber eher das „richtige“ Buch empfehlen.


Vielen Dank an den Carlsen-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Samstag, 19. November 2016

[Rezension] Perfect - Willst du die perfekte Welt?

Autorin: Cecelia Ahern (aus dem Englischen von Christine Strüh)
Verlag: FISCHER FJB
Teil einer Reihe: 2/2
Seiten: 480
ISBN 978-3841422361
Preis: 18,99€ (Hardcover)

Inhalt:
Celestine wurde als „fehlerhaft“ gebrandmarkt, sie gehört nun zu den Menschen zweiter Klasse. Doch statt sich den strikten Regeln des Systems zu unterwerfen, flieht sie. Denn Celestine ist auch ein Symbol der Hoffnung für alle anderen Fehlerhaften.
Gelingt es ihr, den grausamen Richter Crevan zu überführen? Das wäre die Chance auf einen Neuanfang für die Fehlerhaften. Aber gibt es auch für ihre große Liebe eine neue Chance?
Für Celestine geht es um alles – um Gerechtigkeit für sich selbst und alle anderen und um eine lebenswerte Zukunft.

Meine Meinung:
Da es beide Teile dieser Reihe schon auf Englisch gab, sind sie beide innerhalb eines recht kurzen Zeitraums auf Deutsch erschienen, sodass ich zum Glück nicht lange auf Teil 2 warten musste. Und genau wie „Flawed - Wie perfekt willst du sein?“ hat mich auch „Perfect - Willst du die perfekte Welt?“ wirklich begeistert!
Gleich zu Anfang geht es spannend los: Celestine hält sich bei ihrem Großvater versteckt, wo sie regelmäßig von Whistleblowern gesucht wird, und an der Stelle, als sie sich an ihrem Geburtstag nicht rechtzeitig in ein sicheres Versteck retten konnte, blieb mir im wahrsten Sinne des Wortes die Luft weg.
Das Buch war durchgehend so spannend und mitreißend, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte und mit den Gedanken eigentlich nur bei diesem Buch war, sodass ich es am liebsten in einem Rutsch durchgelesen hätte.
Celestine als Protagonistin hat sich in der Zeit, in der sie als Fehlerhafte galt, unglaublich weiterentwickelt und wurde langsam, aber stetig vom verunsicherten, ängstlichen Mädchen zur starken Führerin, die sich nicht unterkriegen lässt. Ein paar ihrer Auftritte haben mir tatsächlich eine Gänsehaut bereitet, während ich von der immer weiter zunehmenden Grausamkeit und Unmenschlichkeit der Gilde immer wieder aufs Neue schockiert wurde.
Eigentlich aber will jeder, auch wenn es am Anfang vielleicht nicht so scheint, Celestine nur für seine Zwecke benutzen und manipulieren, sodass man sich zu Fragen beginnt, wem man überhaupt noch trauen und mit wem man zusammenarbeiten kann. Dieses Thema ist ja eigentlich immer aktuell, und so passt es auch perfekt zu dieser Geschichte.
Das einzige, was wirklich besser hätte gemacht werden können, ist die Liebesgeschichte zwischen Celestine und Carrick, die um einiges emotionaler hätte sein können. Dennoch hat mir dieses Buch wirklich mehr als gut gefallen, weil es von einer faszinierenden und gleichzeitig empörenden Zukunftswelt erzählt, die aber in gewisser Weise auch unsere Gesellschaft wiederspiegelt.
Es gibt eine Menge überraschende und schockierende Wendungen, sodass dieses Buch ein atemberaubendes Leseabenteuer mit ganz viel Suchtpotenzial bietet. Zusammen mit dem wirklich wunderschönen Cover ist dieses Buch außerdem ein wahres Schmuckstück fürs Regal. Unbedingt lesen!

Fazit:
Genau wie schon der erste Band des Roman-Duos ist auch dieses Buch absolut empfehlenswert: Starke Charaktere, eine mitreißende Zukunftswelt und die dahintersteckende Botschaft machen „Perfect - Willst du die perfekte Welt?“ zu einem absoluten Highlight!

[Rezension] Die Bestimmung - Letzte Entscheidung

Autorin: Veronica Roth ( aus dem amerikanischen Englisch von Petra Koob-Pawis)
Verlag: cbt
Seiten: 512
ISBN 978-3570161579
Preis: 17,99€ (Hardcover)

Inhalt:
Die Fraktionen haben sich aufgelöst und Tris und Four erfahren, dass ihr ganzes Leben eine Lüge ist: Es gibt eine Welt außerhalb ihrer Stadt, außerhalb des Zauns. Für Tris und Four steht fest, dass sie diese neue Welt erkunden wollen. Gemeinsam. Doch sie müssen erkennen, dass die Lüge hinter dem Zaun größer ist, als alles, was sie sich vorstellen konnten, und die Wahrheit stellt ihr Leben völlig auf den Kopf. Als Tris dann auch noch die letzte Entscheidung treffen muss, kommt alles ganz anders als gedacht ...

Meine Meinung:
Der dritte und letzte Teil der „Die Bestimmung“-Trilogie wird nicht nur aus der Sicht der Protagonistin Tris, sondern auch aus der Sicht von Four bzw. Tobias erzählt. Da die Kapitel gerade zu Beginn recht kurz sind und die Erzählperspektive oft wechselt, fand ich es am Anfang etwas irritierend, aber nach einiger Zeit gewöhnt man sich gut daran.
Jetzt, wo man erfahren hat, dass es noch eine Welt hinter dem Zaun gibt, ist in der Stadt das Chaos ausgebrochen. Die Fraktionslosen, die nun die Stadt unter ihrer Kontrolle haben, wollen verhindern, dass jemand die Stadt verlässt und das, was dahinterliegt, erkundet, aber dennoch schafft es ein kleiner Trupp - inklusive Tris und Four - unter Verlusten nach draußen. Dort deckt sich nach und nach das Geheimnis ihrer Existenz auf. Da man in einem relativ kurzen Zeitraum mit einer Menge Informationen bombardiert wird, fällt es meiner Meinung nach ein wenig schwer, sich das ganze vorzustellen, und es wirkt alles etwas verwirrend. Beim zweiten Mal Lesen kann man alles schon um einiges besser verstehen.
Man erfährt jetzt also, was sich hinter dem Zaun befindet, und ist nun gleichermaßen überrascht und schockiert - und  während von einer sowohl faszinierenden als auch abstoßenden dystopischen Welt erzählt wird, bekommt man gleichzeitig eindrucksvolle Einblicke in die menschliche Natur.
Auch Tris und Four geraten immer tiefer in die Krise, sodass es nicht nur dort, wo sie sich jetzt befinden, sondern auch zwischen ihnen zu Spannungen kommt. Immer wieder stellt sich die Frage: Wem kann man überhaupt noch vertrauen?
Gegen Ende des Buches wartet dann noch ein besonders heftiger Schicksalsschlag, der wohl kaum einen kalt lassen wird und der das Buch auf eine unglaublich traurige und emotionale Weise enden lässt. Gleichzeitig ist man in gewisser Weise stolz auf die Charaktere und ganz besonders als Tris, die in diesem Buch zur wirklichen Heldin wird und teilweise auch die anderen dazu bringt, über ihre Schatten zu springen.
Für mich ist dieses Buch ein wirklich würdiger Abschluss der Reihe und ich kann es euch nur empfehlen!

Fazit:
Spannend, actiongeladen, emotional - „Die Bestimmung - Letzte Entscheidung“ ist ein unglaublich tolles und gleichzeitig auch schreckliches Buch, das einen auch lange nach der letzten Seite nicht mehr loslässt.

Dienstag, 15. November 2016

[Rezension] Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit

Autorin: Veronica Roth (aus dem amerikanischen Englisch von Petra Koop-Pawis)
Verlag: cbt
Teil einer Reihe: 2/3
Seiten: 512
ISBN 978-3570161562
Preis: 17,99€ (Hardcover)

Inhalt:
In einer ungewissen Zukunft, in der die Fraktionen zerfallen, gibt es keine Sicherheiten mehr. Außer der einen: Wo auch immer ich hingehe – ich gehe dorthin, weil ich es will…
Drei Tage ist es her, seit die Ken mithilfe der ferngesteuerten Ferox-Soldaten unzählige Altruan umgebracht haben. Drei Tage, seit Tris' Eltern starben. Drei Tage, seit sie selbst ihren Freund Will erschossen hat – und aus Scham und Entsetzen darüber schweigt. Mit den überlebenden Altruan haben Tris und Tobias sich zu den Amite geflüchtet – doch dort sind sie nicht sicher, denn der Krieg zwischen den Fraktionen hat gerade erst begonnen. Wieder einmal muss Tris entscheiden, wo sie hingehört – selbst wenn es bedeutet, sich gegen die zu stellen, die sie am meisten liebt. Und wieder einmal kann es nur Tris in ihrer Rolle als Unbestimmte gelingen, die Katastrophe abzuwenden...

Meine Meinung:
Der zweite Band der „Die Bestimmung“-Trilogie knüpft direkt an den ersten Band an, sodass man sich sofort wieder mitten im Geschehen befindet.
 Tris und Four sind auf der Flucht zu den Amite, wo sie eine vorübergehende Bleibe erhoffen, weswegen man gerade zu Beginn des Buches viel über diese Fraktion und ihre Lebensweise erfährt. Das hat mir persönlich sehr gut gefallen, weil mich die Lebensweise der Amite  und ihre beeindruckende Konfliktlosigkeit von Anfang an fasziniert hat. Da so etwas für uns heute eigentlich undenkbar ist, war es sehr interessant, mal hinter die Kulissen einer Gesellschaftsgruppe zu blicken, bei der das der Fall ist.
Die scheinbare Ruhe hält jedoch nicht lange, und bald bricht alles wieder in Chaos aus und die Charaktere müssen sich neuen Gefahren stellen.
Dabei bleibt es fast durchgehend spannend und abwechslungsreich - denn eine Revolution bricht aus, zwischen den Fraktionen herrscht Krieg.
In dem Buch wird außerdem ein Charakter näher erleuchtet, den man aus Band 1 als grausamen, sadistischen Ferox-Initiant ohne jegliche Moral kennt: Peter. Er wird im zweiten Teil der Reihe zwar nicht sympathischer, aber man kann seine Handlung trotzdem bis zu einem gewissen Grad hin nachvollziehen. Er ist nicht mehr „nur“ der Böse, sondern wirkt nun in gewisser Weise faszinierend.
Auch die anderen Charaktere entwickeln sich weiter, und man lernt auch einige neue kennen.
Vom Inhalt her konnte mich mich das Buch also auf jeden Fall überzeugen, beim Schreibstil habe ich eigentlich nicht viel anderes zu sagen als beim ersten Teil - dass er teilweise durch kleine Wortwiederholungen etwas unbeholfen wirkte, aber sich ansonsten sehr flüssig lesen lässt.
Insgesamt ist „Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit“ ein wirklich tolles Buch, das auf jeden Fall Lust auf mehr macht.

Fazit:
Eine packende Dystopie rund um eine faszinierende Welt - dieses Buch ist definitiv lesenswert!

[Rezension] Die Bestimmung

Autorin: Veronica Roth (aus dem amerikanischen Englisch von Petra Koob-Pawis)
Verlag: cbt
Teil einer Reihe: 1/3
Seiten: 480
ISBN 978-3570161319
Preis: 17,99€ (Hardcover)



Inhalt:
Altruan – die Selbstlosen. Candor – die Freimütigen. Ken – die Wissenden. Amite – die Friedfertigen. Und schließlich Ferox – die Furchtlosen …
Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes künftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie.
Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft.
Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen, und schließt sich den wagemutigen Ferox an. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht…



Meine Meinung:
Die Geschichte startet mit einem relativ direkten Einstieg, man wird sozusagen mitten in das Leben von Tris als Altruan hereingeworfen und dann doch erst einmal langsam mit den verschiedenen Fraktionen vertraut gemacht. Die Idee, die Gesellschaft auf diese Weise zu spalten, hat mir sehr gefallen und war interessant zu lesen.
Hat man Tris dann ein bisschen kennengelernt, geht es gleich zum Eignungstest und Tris erfährt, dass sie eine Unbestimmte ist. Auch danach geht es mit der Handlung relativ schnell weiter und es bleibt spannend und abwechslungsreich.
In diesem ersten Teil der Trilogie geht es eigentlich hauptsächlich um die Initiation bei den Ferox und die damit verbundenen Gefahren. Tris erkennt, dass es tatsächlich sehr gefährlich ist, eine Unbestimmte zu sein, und muss um ihr Leben fürchten. Zunächst einmal weiß jedoch keiner etwas über ihre Unbestimmtheit. Dennoch macht sie sich durch ihre Herkunft nicht wenige Feinde, da es zwischen den Ken und den Altruan immer mehr brodelt und auch die anderen Fraktionen teilweise davon bedroht sind.
Gerade gegen Ende hin wird es immer spannender, da die Ken nun zu den Waffen greifen und außerdem einen mächtigen Verbündeten unter ihrer Kontrolle haben.
Die Charaktere, sowohl die Guten als auch die Bösen, passen perfekt in die Geschichte und verleihen ihr eine ungeheure Lebendigkeit. Jeder ist auf seine Weise etwas Besonderes, obwohl man als Leser sicher nicht jeden sympathisch sind.
Durch den sehr einfach gehaltenen Schreibstil lässt sich das Buch schnell lesen, manchmal waren aber auch ein paar Wortwiederholungen drin, die eigentlich hätten vermieden werden können.
Nichtsdestotrotz hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen.



Fazit:
Das Buch hat zwar einige kleine Mängel, ist aber dennoch eines jener Bücher, die beim Lesen einfach Spaß machen und sich deshalb wirklich lohnen.

Freitag, 11. November 2016

[Rezension] Die Ungehörigkeit des Glücks

Autorin: Jenny Downham (aus dem Englischen von Astrid Arz)
Verlag: C. Bertelsmann Verlag
Seiten: 480
ISBN 978-3570102923
Preis: 19,99€ (Hardcover)

Inhalt:
Das Leben der 17-jährigen Katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird. Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary und ist nicht gut auf sie zu sprechen. Katie muss mit der ihr fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren. Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Das ist nicht einfach, weil Mary an Alzheimer leidet. Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung vom Glück …

Meine Meinung:
Zu Beginn wirkte die Geschichte auf mich sehr chaotisch und ich konnte mich irgendwie auch nicht so richtig mit dem Schreibstil anfreunden. Besonders die Rückblenden und die Teile der Geschichte aus der Sicht von Mary, die unter Alzheimer leidet, waren anfangs sehr verwirrend für mich. Im Laufe der Zeit wird es aber immer besser und die Geschichte lässt sich immer flüssiger lesen.
Wer allerdings nach einem spannenden Abenteuerroman sucht, ist hier fehl am Platz. In „Die Ungehörigkeit des Glücks“ gibt es keine besonders ausgeprägte und rasante Handlung, die Charaktere und ihre Entwicklungen stehen in diesem Buch an erster Stelle. Da sich die Autorin aber offensichtlich große Mühe mit den Charakteren beziehungsweise der Familiengeschichte gegeben hat, finde ich das nicht besonders schlimm.
Nachdem man sich also nach und nach in die Geschichte einfindet, lernt man auch nach und nach die Charaktere kennen. Besonders  Mary war mir zunächst sehr sympathisch, und natürlich auch Katie, ihre Enkelin, die sich im Gegensatz zu Marys Tochter schnell mit der alten Frau anfreundet. Später findet man dann heraus, dass Mary etwas in den Augen einiger wirklich Schreckliches getan hat, weswegen ihre eigene Tochter auch so wenig von ihr hält. Mir persönlich hat es Spaß gemacht, dieses „Familiengeheimnis“ aufzudecken, und es hat mir sehr gefallen, dass man bei dieser Geschichte kein eindeutiges „gut“ und „böse“ ausmachen kann, weil eigentlich jeder seinem Charakter entsprechend und sehr nachvollziehbar handelt. Man kann sich also in alle Parteien hineinversetzen und beobachtet den Konflikt von verschiedenen Standpunkten aus.
Davon abgesehen hat die Protagonistin Katie auch andere Probleme: Nach einem missglückten Annäherungsversuch bei ihrer ehemaligen besten Freundin wird sie gleichzeitig ausgegrenzt und hat Probleme damit, sich zu outen. Dabei war sie teilweise so unentschlossen, dass es fast schon genervt hat. In Sachen Liebesgeschichte verlief es dann aber doch recht vorhersehbar, aber das Ende hat mir wirklich gut gefallen, sodass das Buch für mich insgesamt wirklich gelungen ist.

Fazit:
Obwohl die Handlung eher mager ist, kann das Buch mit seinen Charakteren und deren Entwicklungen wirklich punkten und hat mir deshalb trotz einiger Mängel wirklich gut gefallen. Wer dramatische Familiengeschichten mag, dem kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen!


Vielen Dank an den C. Bertelsmann Verlag für das Rezensionsexemplar!

Sonntag, 6. November 2016

[Rezension] City of Lost Souls

Autorin: Cassandra Clare (aus dem amerikanischen Englisch von Franca Fritz und Heinrich Koop)
Verlag: Arena
Teil einer Reihe: 5/6
Seiten: 688
ISBN 978-3401066677
Preis: 19,99€ (Hardcover)

Inhalt:
Kaum ist die Dämonin Lilith besiegt, fehlt von Jace, den Clary über alles liebt, jede Spur - auch ihr finsterer Halbbruder Sebastian ist verschwunden. Doch Jace findet wieder einen Weg zu Clary und enthüllt sein schreckliches Schicksal: Durch Liliths Magie ist er auf immer mit Sebastian und den dunklen Mächten verbunden. Um Jace zu retten, müssen sich auch die Schattenjäger der schwarzen Magie verschreiben. Clary geht dabei den gefährlichsten Weg: Sie möchte Jace’s Seele retten. Aber kann sie Jace überhaupt noch trauen?

Meine Meinung:
Um ehrlich zu sein, konnte mich der 5. Teil der Chroniken der Unterwelt nicht ganz so begeistern wie die Vorbände. Das hat mehrere Gründe:
Zum einen passiert einfach nicht ganz so viel wie in den anderen Büchern, sodass es teilweise an Spannung fehlt, zum anderen ging mir das ganze Hin und Her zwischen Jace und Clary ein wenig auf die Nerven. Klar, Jace ist besessen und auf eine besondere Weise mit Sebastian verbunden, die jeden die Verletzungen des anderen spüren lässt, und deswegen ist Clary unsicher - aber dass sie Jace deswegen abwechselnd zutiefst misstraut und dann wieder küsst, erscheint mir nicht besonders realistisch. Außerdem erschien mir Clary einfach viel zu unkritisch gegenüber dem, was Sebastian und Jace aushecken. Auch, dass sie sich den beiden so unüberlegt anschließt, nur weil Jace sie darum bittet, erscheint mir wenig authentisch.
Allgemein hatte ich bei diesem Buch etwas das Gefühl, dass die verschiedenen Liebesgeschichten und Beziehungen zwischen den Charakteren die Handlung irgendwie verdrängen.
Natürlich hat das Buch auch seine guten Seiten, wie zum Beispiel, dass
durch den regelmäßigen Perspektivenwechsel sozusagen mehrere Handlungen parallel zueinander verlaufen und man so auch mitbekommt, welche Pläne die anderen Charaktere verfolgen. Auch erfährt man in diesem Buch wieder ein paar neue Dinge über die Schattenwelt. So lernt man zum Beispiel die silberne Elbenflüssigkeit kennen, die in der Disco auf Clary und Jace herabtropft und die in der Schattenwelt wie eine Droge wirkt. Man merkt wieder einmal, wie beeindruckend gut durchdacht diese Geschichte und diese Welt, in der die Geschichte spielt, ist.
Außerdem - und da hätte ich mir fast /noch/ mehr Hinweise gewünscht - wird ein neuer, skrupelloser und vor allem sehr junger Feind angedeutet, der im letzten Teil noch eine völlig andere Rolle gespielt hat und in dem auf jeden Fall eine Menge Potenzial steckt. Ich glaube und hoffe, dass diesem Charakter im sechsten und letzten Band „City of Heavenly Fire“ wieder eine größere Rolle zuteil wird und auch, dass dieser letzte Teil mir dann wieder etwas besser gefallen wird.

Fazit:
„City of Lost Souls“ ist zwar keinesfalls schlecht, aber leider doch etwas schwächer als die Vorbände. Mal schauen, ob mir der 6. Teil wieder besser gefällt.

[Rezension] City of Fallen Angels

Autorin: Cassandra Clare (aus dem Amerikanischen Englisch von Franca Fritz und Heinrich Koop)
Verlag: Arena
Teil einer Reihe: 4/6
Seiten: 704
ISBN 978-3401065595
Preis: 19,99€ (Hardcover)

Inhalt:
Simon Lewis muss sich noch daran gewöhnen, ein Vampir zu sein. Besonders seit seine beste Freundin Clary kaum noch Zeit für ihn hat. Sie ist zu beschäftigt mit ihrer Ausbildung zur Schattenjägerin und träumt von ihrer großen Liebe. Doch finstere Dinge geschehen. Ist der Krieg, den Simon gewonnen glaubte, noch nicht vorbei?

Meine Meinung:
Zuerst war ich ein bisschen skeptisch, was nach dem Happy End in Band drei noch großartig passieren könnte, aber irgendwann in der Mitte des Buches stellt man fest, dass noch nicht alle Feinde besiegt zu sein scheinen.
Wie erwartet ist der Anfang aber erst einmal eher ruhig - in den ersten 100 Seiten geht es eigentlich hauptsächlich um das Leben der Charaktere „danach“, besonders Simon und sein neues Vampirdasein werden ausführlich beleuchtet. Nach und nach wird es dann aber wieder spannender.
Der Schreibstil von Cassandra Clare ließ sich wieder sehr flüssig lesen, sodass man wieder richtig gut in die Geschichte eintauchen und sich in ihr verlieren konnte.
In „City of Fallen Angels“ tauchen außerdem ein paar neue Charaktere auf, die für einige Überraschung sorgen, die man als Leser aber genauso schnell ins Herz schließt wie die anderen. Das ist auch eine der Gründe, warum ich die Reihe so sehr liebe: Jeder Charakter - ob gut oder böse - passt perfekt in die Geschichte und ist auf seine eigene Art liebenswert.
Auch von der Handlung kann das Buch punkten: Nachdem der Einstieg wie schon gesagt etwas ruhiger ist, nimmt die Geschichte nach und nach wieder an Fahrt auf. Grausame Funde werden gemacht: Überall in New York tauchen schrecklich zugerichtete Babyleichen auf, Babyleichen, denen das gleiche angetan worden zu sein scheint wie Sebastian. Auch in dessen Adern floss Dämonenblut, als er noch gelebt hatte - aber ist der wirklich tot? Im Laufe des Buches wird daran immer mehr gezweifelt, und als es schließlich zum Kampf kommt und Clary und die anderen auf eine dämonische Kraft stoßen, die ihre Vorstellungen bei weitem zu überragen scheint, müssen sie sich einer neuen unglaublich großen Gefahr stellen und es kommt zum spannenden Showdown.
Da das Buch an einer besonders spannenden Stelle endet, bin ich schon sehr gespannt auf Teil 5.

Fazit:
Nach einem eher etwas ruhigem Einstieg wird es auch hier wieder richtig spannend und mitreißend. Eine absolut gelungene Fortsetzung der Reihe!

Dienstag, 1. November 2016

Lesemonat Oktober



Hey ihr Lieben!
Hier kommt die Übersicht über meinen Büchermonat Oktober :)
Gelesen habe ich 12 ½ Bücher, womit ich eigentlich ganz zufrieden bin, und zwar:

-Harry Potter and the Goblet of Fire (die zweite Häfte ;))
 -Wie Schnee so weiß
-Nachtbeben
-Noughts & Crosses
-Fangirl
-Amokspiel
-Flawed - Wie perfekt willst du sein?
-Secret Fire - Die Entflammten
-Zorn und Morgenröte
- City of Bones
-City of Ashes
-City of Glass
-Das Paket

Mein Highlight ist - obwohl die Bücher fast alle sehr gut waren - „Noughts & Crosses“ von Malorie Blackman. Warum, könnt ihr in meiner Rezension dazu nachlesen :)
Mein Flop des Monats ist leider, leider „Zorn und Morgenröte“, was echt schade ist, weil die Geschichte viel Potenzial hat!

Neu einziehen durften bei mir diese Bücher:

-Fangirl
-Me before you
-Flawed - Wie perfekt willst du sein?
-Zorn und Morgenröte
-Quidditch im Wandel der Zeiten
-Secret Fire - Die Entflammten
-Das Paket

„Secret Fire“ habe ich als Rezensionsexemplar bekommen und „Fangirl“ und „Me before you“ habe ich aus einem Gebrauchte-Bücher-Regal im Urlaub gerettet. Leider sehen sie sehr wie „Strandbücher“ aus (wie kann man Büchern so etwas nur antun?!), aber ich musste sie einfach da rausholen! Und bei mir geht's ihnen auch vieeel besser ;)

Wie sieht euer Büchermonat so aus?:)

[Rezension] Das Paket

Autor: Sebastan Fitzek
Verlag: Droemer HC
Seiten: 368
ISBN 978-3426199206
Preis: 19,99€ (Hardcover)

Inhalt:
Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, verlässt sie das Haus nicht mehr. Sie war das dritte Opfer eines Psychopathen, den die Presse den »Friseur« nennt – weil er den misshandelten Frauen die Haare vom Kopf schert, bevor er sie ermordet.
Emma, die als Einzige mit dem Leben davonkam, fürchtet, der »Friseur« könnte sie erneut heimsuchen, um seine grauenhafte Tat zu vollenden. In ihrer Paranoia glaubt sie in jedem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, dabei hat sie den Täter nie zu Gesicht bekommen. Nur in ihrem kleinen Haus am Rande des Berliner Grunewalds fühlt sie sich noch sicher – bis der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen.
Einen Mann, dessen Namen sie nicht kennt und den sie noch nie gesehen hat, obwohl sie schon seit Jahren in ihrer Straße lebt ...

Meine Meinung:
Zuerst einmal muss ich sagen, dass das Buch von außen wirklich genial aussieht! Es ist nämlich in einem echten Paket drin, das genauso wie das Buchcover gestaltet ist. Das Buch selbst ist aus hartem Karton, was ein zusätzliches „Paket-Feeling“ verleiht - also sozusagen Das Paket aus Paket im Paket! Von der Aufmachung her hat das Buch mich also auf jeden Fall überzeugt.
Und vom Inhalt her . . . Tja, was soll ich zum Inhalt sagen? Auf jeden Fall habe ich das Buch an einem Nachmittag/Abend durchgelesen, und ich denke, das sagt schon einiges über den Inhalt aus . . .
Schon die ersten Seiten waren fesselnd, und so fesselnd bleibt es dann auch bis zum Schluss. Man kann sich sehr gut in die Protagonistin Emma Stein hineinversetzen, obwohl sie offenbar massive psychische Probleme  hat. Man bekommt also einen interessanten und faszinierenden Einblick in die menschliche Psyche und durchlebt den ganzen Wahn sozusagen gemeinsam mit Emma.
Die Situation wirkt zunächst sehr vertrackt und mysteriös: Emma wurde in einem Hotelzimmer vergewaltigt, das gar nicht existiert? Und sie soll ein Paket für einen scheinbar nicht existierenden Nachbarn annehmen?
Natürlich ist man sehr neugierig, was sich in dem Paket befindet, und wird diesbezüglich ziemlich auf die Folter gespannt. Wenn man es dann herausfindet, so ist man wahnsinnig geschockt.
Sebastian Fitzek lockt einen immer wieder auf falsche Fährte, sodass man irgendwann nicht mehr weiß, was man glauben soll, oder ob man überhaupt noch irgendetwas glauben sollte. Das ganze Buch über hat man ein flaues Gefühl im Magen und es ist, als würde man auf einer Achterbahn sitzen, die die ganze Zeit nur bergab fährt: rasant, voller Adrenalin, unaufhaltsam. So ist es so gut wie unmöglich, das Buch nicht aus der Hand zu legen und es nicht in einem Rutsch durchzulesen.
Gerade gegen Ende hin wird es unglaublich spektakulär, und das nicht unbedingt im physischen Sinne, d.h. mit viel Action, sondern eher im Psychischen.
Alles wird noch verwirrter und unverständlicher, und natürlich viel nervenzerreißender, während sich das Buch dem Ende nähert.
Wenn man dann herausfindet, wer hinter dem Friseur steckt, was die Intention dieses kranken Psychopaten ist und wie das alles mit Emma zusammenhängt, scheint jedoch alles so logisch. Mit dem Ende bin ich also mehr als zufrieden.
Hinten im Buch befinden sich außerdem Leserbriefe zum Jubiläum "10 Jahre Fitzek", und ich kann euch nur raten, euch die Briefe nach der Lektüre durchzulesen! Teilweise waren wirklich berührende Geschichten dabei, die zeigen, was ein Buch alles bewirken kann. Ich persönlich habe wirklich größten Respekt vor Fitzek und dem, was er erreicht hat, und kann nur sagen: Auf weitere 10 Jahre!

Fazit:
Wahnsinnscover, Wahnsinnsautor, Wahnsinnsidee, Wahnsinnsbuch. "Das Paket" überzeugt auf ganzer Linie und ist nicht nur für Thriller-Fans ein Muss. Leute, lest dieses Buch!

[Rezension] City of Glass


Autorin: Cassandra Clare
Verlag: Arena
Teil einer Reihe: 3/6
Seiten: 728
ISBN 978-3401061344
Preis: 19,99 € (Hardcover)

Inhalt:
In Idris sind düstere Zeiten angebrochen. Als Valentin sein tödliches Dämonenheer zusammenruft, gibt es nur eine Chance, um zu überleben: Die Schattenjäger müssen ihren alten Hass überwinden und Seite an Seite mit den Schattenwesen in diesen Kampf ziehen. Um Clary vor der drohenden Gefahr zu schützen, würde Jace alles tun – doch dafür muss er sie erst einmal verraten …

Meine Meinung:
Der dritte Band der Chroniken der Unterwelt schließt sofort an den letzten Band an, sodass man sich gleich wieder mitten im Geschehen befindet. Clary will nach Alicante, die „gläserne Stadt“, weil sie dort die Rettung ihrer Mutter erhofft - doch Jace, der sich in einem extremen inneren Konflikt befindet, versucht mit allen Mitteln, sie von der Stadt fernzuhalten.
Die Geschichte spielt fast ausschließlich in Alicante, wodurch man noch tiefer in die Welt der Schattenjäger eintaucht und noch mehr über sie erfährt. Die Lage spitzt sich jedoch immer mehr zu, weil Valentin jetzt schon zwei der Engelsinsignien besitzt und den Erzengel heraufbeschwören will, um seine Macht endgültig zu festigen.
Die Stadt ist in Aufruhr, es wird gekämpft - und der Leser muss währenddessen schwere Schocks verarbeiten. Es ist einfach unglaublich, wie Cassandra Clare sich von Buch zu Buch immer mehr steigert! „City of Glass“ ist noch spannender, noch mitreißender und vor allem noch herzzerreißender als die vorherigen Bände. Gerade die „verbotene“ Liebesgeschichte zwischen Clary und Jace macht einem immer mehr zu schaffen und man beginnt noch intensiver zu hoffen, dass es sich um ein großes Missverständnis handelt, was das Verhältnis zwischen den beiden angeht.
Sowohl die Haupt- als auch die Nebencharaktere entwickeln sich in diesem Buch enorm weiter - schwierige, folgenschwere Entscheidungen müssen getroffen werden, Entscheidungen, die alles verändern könnten ... Vor allem Clary lernt, über ihren Schatten zu springen, und bewirkt dabei Gewaltiges in den Vorbereitungen zum Kampf gegen Valentins Dämonenheer. Dieser Moment, wenn sie von der jungen, unerfahrenen Schattenjägerin zur einer mutigen Frau wird, die sich eine Stimme verschafft und dadurch viele rettet, hat mir eine Gänsehaut über den Körper gejagt. Und gerade gegen Ende hin werden diese Gänsehautmomente immer mehr, und das Buch wird so wahnsinnig spannend und nervenauftreibend, dass man als Leser wie gebannt davor sitzt. Der spektakuläre Showdown stellt dann noch einmal alles bisher Geschehene in den Schatten.
Das Ende wirkte auf mich allerdings ziemlich wie der Abschluss der Reihe, weil alles irgendwie wieder mehr oder weniger gut zu sein scheint und eigentlich keine Fragen offen bleiben. Nichtsdestotrotz bin ich gespannt auf die nächsten drei Teile und darauf, wie die Idee, dass es nach dem Happy End  noch einmal brenzlig wird, umgesetzt wird.

Fazit:
„City of Glass“ ist ein atemberaubendes Fantasy-Buch, das in jeder Hinsicht überzeugt und ein mehr als gelungener Abschluss der Reihe sein könnte. Auf die drei Folgebände und darauf, weiter in diesem gigantischen Universum unterwegs sein zu dürfen, freue ich mich trotzdem sehr.

Samstag, 29. Oktober 2016

100 Fakten, an denen du erkennst, dass du zu viel liest

Hey ihr Lieben!
Diesen Tag habe ich auf Tinker Reads (wo ihr unbedingt mal vorbeischauen solltet!:D) entdeckt und musste das gleich auch mal machen.:D Alle Fakten, die auf mich zutreffen, sind rot markiert. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!





1. Du hast mehr Bücher als Schuhe. NATÜRLICH habe ich das!



2. In allen Buchhandlungen der Umgebung bist du mit den Buchhändlern per "Du".


3. In deinem Kalender sind die Erscheinungsdaten neuer Bücher rot markiert. Bei ganz tollen Neuerscheinungen renne ich immer gleich am ersten Tag in die Buchhandlung :D



4. Leipziger und Frankfurter Buchmesse kommen für dich Nationalfeiertagen gleich. Leider war ich noch nie auf einer Buchmesse, aber das gedenke ich auf jeden Fall nachzuholen!



5. Wenn du dich vor der Schule entscheiden musst ob du dein Mathebuch oder deinen neuen Roman mitnimmst, nimmst du den Roman. 



6. Du kennst dich in der Bücherei besser aus, als die Bibliothekarinnen.



7. Deine Eltern hören oft die Worte "Ich lese gerade, also lasst mich!!!"  Ähhh...;D



8. Du bist ständig geistesabwesend und weißt nicht was dein Gegenüber gerade noch zu dir gesagt hat, weil du mit den Gedanken noch in deinem neuen Lieblingsbuch steckst. STÄNDIG!



9. Wenn du durch eine Buchhandlung wanderst, murmelst du vor dich hin: "Das hab´ ich schon. Und das hab´ ich schon. Das auch..."



10. Du weißt genau, wo alle deine Bücher hingehören und merkst sofort, wenn eines fehlt.



 11. Du besuchst mehr als nur eine Buchhandlung, denn wenn du nur in eine gehen würdest, wärst du jeden Tag dort - und das ist ja peinlich!



12. Namen merkst du dir so: "Meggie, wie das Mädchen aus Tintenherz", "Harry, wie Harry Potter." oder "Gideon, wie die männliche Hauptperson aus Rubinrot."



13. Viele Leute fragen dich verwirrt, woher du so viel verrücktes Zeug weißt. Fast täglich in der Schule...:D



14. Wenn 13. eintritt, murmelst du ein "Das habe ich irgendwo gelesen", obwohl du genau weißt, wie das Buch heißt in dem du es gelesen hast.



15. Wenn du dich zwischen einem Bett und einem neuen Bücherregal entscheiden musst, nimmst du das Regal. Wo sollen denn sonst deine Bücher stehen?!



16. Wenn du alle deine Bücher aufeinander stapelst, kannst du problemlos deine Decke abstützen. Habs noch nie ausprobiert, aber ich würde sicherlich so hoch kommen;)



17. Du kannst überall lesen: Im Zug; im Bus, auch stehend, wenn es sein muss, auf der Straße, in der Schule, im Café um die Ecke, auf dem Laufband...



18. Du kannst immer lesen: Morgens, vor der Schule, während dem Essen, während dem Gehen, im Dunkeln, in der Kirche, mitten in der Nacht, ...



19. Wenn du umziehst, brauchst du mindestens 3 starke Männer, die deine Bücherkisten tragen - und selbst die sind danach fix und fertig! Wenn es so weit ist, dann mit Sicherheit!;)



20. Dein Leben ist nicht in Jahre, sondern in Kapitel unterteilt.



21. Du hast immer mindestens ein Buch unter dem Kopfkissen.



22. Deine Eltern/ dein Partner murren ständig: "Mach das Licht aus und schlaf endlich." und du ignorierst es.



23. Du hast immer ein Buch in deiner Tasche.



24. Wenn dich jemand fragt, was du dir zum Geburtstag/ zu Weihnachten/ zum Jahrestag wünschst, antwortest du: "Ein Buch!" Was denn auch sonst?



25. Es ist schon mal vorgekommen, dass du ein Buch zweimal besessen hast.



26. Es gibt Bücher, die du eigentlich auswendig kannst, sie aber dennoch immer wieder lesen musst.



27. Du kennst die aktuelle Bestsellerliste auswendig.



28. Du hast mindestens die Top 10 aus der aktuellen Bestsellerliste in deinem Regal stehen.



29. Wenn dich jemand nach deinen Hobbies fragt, antwortest du: "Lesen". Andere Hobbies hast du nicht, denn lesen ist dein Leben!



30. Du fragst dich gerade erschrocken, wann in dieser Liste endlich mal etwas kommt, das nicht auf dich zutrifft.



31. Deine Mutter drohte dir mindestens einmal alle deine Bücher aus dem Zimmer zu räumen, wenn du nicht endlich das Licht ausmachst und schläfst - und du erwiderst, dass du sehen willst, wie sie 500 Romane aus deinem Zimmer schleppt. Leider, LEIDER habe ich keine 500 Romane, weil ich ziemlich schnell bankrott wäre, wenn ich nonstop Bücher kaufen würde ... nicht, dass ich es nicht KÖNNTE ... ;)



32. Deine Bücher liegen überall herum, weil einfach nicht genug Platz für alle da ist. Selbst wenn du das Regal bis zum Limit vollstopfst.



33. Dein Bücherregal ist nach einem ganz bestimmten System geordnet, welches dir ermöglicht alle Bücher sofort zu finden.



34. Du hast mindestens drei Lieblingsgenres.



35. In deinem Bücherregal ist jedes nur erdenkliche Genre vertreten
.

36. Wenn du auf einen Geburtstag/ eine Hochzeit eingeladen bist, schenkst du ein Buch. Da würde ich komische Blicke ernten und das Buch im Regal verstauben, weil so gut wie keiner in meiner Umgebung gerne liest ... :(



37. Du würdest gern mal ein Buch veröffentlichen.



38. Derjenige, der dich beim Lesen stört, ist Staatsfeind Nummer eins. Arghh, so etwas regt mich immer total auf!



39. Wer eins deiner Bücher bekleckst, verknickt, verdreckt, einreißt oder sonst irgendwie beschädigt, gehört deiner Meinung nach exekutiert. Man geht immerhin auch sorgsam mit ausgeliehen Sachen um.



40. Du kannst gleichzeitig Lesen und Gehen. Und irgendwo gegenlaufen:D



41. In der Schule wirst du nie erwischt, wenn du unter dem Tisch heimlich liest. Beim Spicken aber fliegst du sofort auf. Ich lese eigentlich nie heimlich unter dem Tisch, weil ich nicht nur ein  Bücherwurm, sondern auch ein Streber bin ... ;D  wie Hermine Granger... :)



42. Du liebst jede Jahreszeit, denn im Frühling und im Sommer kann man draußen lesen und im Herbst und im Winter kann man es sich drinnen bequem machen und lesen.



43. Du kaufst dir mindestens 3 Bücher im Monat. Meistens schon - auch wenn ich mir immer vornehme, keine Bücher zu kaufen ... Aber dann gibt es wieder so tolle Neuerscheinungen, oder man entdeckt ein Buch, das man einfach BRAUCHT ... oder, im Idealfall, man kriegt ein Buch geschenkt :D



44. Du brauchst nie länger als eine Woche für ein gutes Buch



45. Dein Geld geht für folgende Dinge drauf: Bücher, Strom (für die Leselampe), Essen (kleine Lesesnacks). Na ja, da ich noch bei meinen Eltern wohne, muss ich zum Glück keine Stromkosten zahlen, aber das meiste von meinem Geld geht tatsächlich für Bücher drauf :D



46. Wenn du Wörter hörst wie "das Einzigste" und "zwei Fensters" bekommst du Schüttelfrost. Auch Sachen wie "ebend" oder "ihr nimmt" ... AARRGGHHH!!!



47.  Du weißt, dass die Vergangenheitsform von "backen" "buk" lautet.



48. Du kannst problemlos Synonyme für alles finden.



49. Wenn jemand ein Wort nicht kennt, kannst du es auf jeden Fall erklären.



50. Du weißt: Bücher sind immer besser als ihre Verfilmungen.



 51. Büchern, die alle anderen toll finden, stehst du kritisch gegenüber.




52. Trotz 51. liest du alles, was du in die Finger kriegst.




53. Du bist schon des Öfteren auf einem Buch aufgewacht. Das würde ich einem Buch niemals antun - da lege ich es doch lieber rechtzeitig zur Seite ...



 54. Du besitzt ein Buch, das du noch nicht gelesen hast. Aber du hebst es auf - falls du mal nichts mehr zum Lesen im Haus hast.



 55. Bücher sind deiner Meinung nach 100x besser als E-Books.



56. Du besitzt trotzdem ein E-Book - aus Platzgründen.



57. Du hast eine Liste im Kopf, welche Figuren du gern aus ihren Büchern lesen würdest.



58. Es ist für dich kein Problem, Zitate bestimmten Autoren oder Büchern zuzuordnen.



59. 57. erinnert dich an die Tintenreihe - du hast soeben beschlossen, sie mal wieder zu lesen. Hm, ja, irgendwann sollte ich das bestimmt mal tun ...



 60. Bei folgendem Satz willst du am Liebsten eine Schlägerei anzetteln: "Du kannst das Harry Potter Buch noch nicht gelesen haben, denn der Film ist noch gar nicht draußen."



 61. Lesezeichen gehen bei dir grundsätzlich immer in den Büchern verloren.



 62. Du kannst nächtelang durchlesen.



63. Für Notfälle hast du immer eine Taschenlampe parat. So kannst du auch lesen, wenn der Strom ausfällt.



64. Du besitzt noch dein liebstes Kinderbuch und hütest es wie einen Schatz.



65. Der Duft von frischer Druckerschwärze ist einer deiner Lieblingsgerüche.



66. Ein Tag, an dem du nicht gelesen hast, ist ein verlorener Tag. Es sei denn, ich habe etwas wirklich Tolles an dem Tag gemacht ...



67. Wenn du ein Buch bestellst, wirst du nicht mehr nach deinem Namen gefragt, den kennt der Verkäufer nämlich schon. Genau wie deine Nummer und dein halbes Bücherregal.



 68. Selbstverständlich hast du schon mal beim Lesen geweint.



 69. Du hast keine Probleme damit, 68. zu zugeben.



70. Menschen, die nicht lesen, findest du blöd Nicht blöd, nur extrem unverständlich ...



71. Du weinst manchmal an besonders schönen Stellen in Büchern, weil du dich so für die Figur freust.



 72. Es gibt Namen, die für immer in deinem Kopf verknüpft sind: Bella & Edward, Cassia & Ky, Clary & Jace, Harry & Ginny, ...



 73. Die oben genannten Namen kommen dir alle bekannt vor.



74. Du fragst dich immer noch, wann endlich etwas kommt, das nicht auf dich zutrifft.



75. Einer deiner größten Wünsche ist es, mal in einer riesigen Buchhandlung eingesperrt zu werden. Das wäre echt cool ;)



 76. Wenn du am Bahnhof "Kings Cross" in London bist, versuchst du heimlich, ob es Gleis 9 3/4 nicht doch gibt. Hab ich tatsächlich schon versucht, hat aber leider nicht geklappt ...



 77. Du behandelst deine Bücher besser, als manche Menschen - denn die Bücher haben deine Zuneigung verdient.



 78. Es gibt mindestens ein Buch, das du abgrundtief hasst.



79. Du hast, als du noch klein warst so getan als könntest du lesen. Jep. Eines meiner damaligen Lieblingsbücher konnte ich sogar auswendig und habe beim "lesen" sogar immer an den richtigen Stellen umgeblättert :D



 80. Du misshandelst alles als Lesezeichen: Briefumschläge, Kassenzettel, Papierschnipsel, Finger, Verpackungen aller Art, Kuscheltiere, ... Solange es nichts Dickes ist, das den Buchdeckel auseinanderbiegt ...



 81. Du hast mindestens 2 Verlage/ Autoren bei Facebook mit "Gefällt mir" markiert. Ich bin nicht auf Facebook, aber wenn ich das wäre, würde ich das mit Sicherheit tun!



82. Dein Motto: "Ich kann alles lesen, aber nicht alles essen!"



83. Es gibt Bücher, die du schon auf Englisch gelesen hast, weil du die deutsche Übersetzung nicht abwarten konntest.



84. Von deinen Büchern sprichst du wie von guten Freunden.



85. Du könntest deine Freunde stundenlang über deinen aktuellen Lesestoff bequatschen. Habs schon öfters versucht, aber dann heißt es immer "Isabell, du nervst/übertreibst" :D



 86. Ab und zu geht deine Fantasie mit dir durch.



87. Für dich gibt es das nicht: "Keine Zeit zum Lesen".



88. Neue Bücher versetzen dich in Hochstimmung. Auf jeden Fall! Bei jedem neuen Buch, das bei mir einzieht, hüpfe ich vor Freude immer erst mal eine Runde im Kreis herum :D



 89. Gern würdest du mal die Orte bereisen, an denen deine Romanhelden waren.



 90. Autoren sind für dich mit Gottheiten gleich zu setzen.



91. Du kannst ein paar Brocken Elbisch.



92. Bei jedem Spiegel fragst du dich, ob er vielleicht ein Portal in eine andere Welt ist.



93. Du besitzt eine überdurchschnittliche Allgemeinbildung, und weißt über alles irgendwas. Und dann heißt es immer "Frag mal Isabell, die hat das bestimmt irgendwo mal gelesen" ... ;D



94. Beim Lesen hast du dich schon mal verletzt. Abgesehen von einem gebrochenen Herzen? Hm, da wären diverse "Anstoß-Verletzungen" ;)



95. Du brauchst keinen Yoga-Kurs, denn beim Lesen probierst du die abenteuerlichsten Positionen aus um es bequem zu haben.



 96. Leute, die keine Bücher besitzen sind dir unheimlich. Du hast richtig Angst vor ihnen.



97. Ständig erlebst du Momente in deinem Leben, die dich an Szenen aus Büchern erinnern.



98. Bücher sind dein Statussymbol.



 99. Die Bakerstreet in London & Orte wie Forks sind für dich Pilgerstädte. I AM SHERLOCKED!!! :D


 100. Auf dieser Liste trifft erschreckend viel auf dich zu. Aber es stört dich nicht im Geringsten, nein - du bist stolz darauf!


Also, wenn ich mich jetzt nicht verzählt habe, sind das 70 von 100 Fakten, die auf mich zutreffen - überdurchschnittlich büchersüchtig, würde ich also mal sagen :D
Wer möchte, ist natürlich herzlich dazu eingeladen, sich den Tag zu klauen;) Wie viele Fakten treffen auf euch zu?