Dienstag, 27. September 2016

[Rezension] P.S. Ich liebe dich

Autorin: Cecilia Ahern (aus dem Englischen von Christine Strüh)
Verlag: FISCHER Taschenbuch
Seiten: 416
ISBN 978-3-596-16133-1
Preis: 8,99€ (Taschenbuch)

Inhalt:
Hollys Mann Gerry ist tot. Und Holly weiß nicht, wie sie alleine weiterleben soll. Doch dann entdeckt sie, dass Gerry ihr während seiner letzten Tage Briefe geschrieben hat. Mit Aufgaben für Holly. Sich endlich eine Nachttischlampe zu kaufen, beispielsweise. Oder öffentlich Karaoke zu singen. Aufgaben, die Holly ins Leben zurückführen.
Holly trauert – und Holly feiert. Holly weint – und Holly lacht. Holly erlebt das schwerste Jahr ihres Lebens – und mit Gerrys Hilfe eines voller Erlebnisse, Überraschungen, ungeahnter Freundschaft und Liebe.


Meine Meinung:
Zu Anfang bin ich ehrlich gesagt etwas schwer in die Geschichte reingekommen, aber im Laufe der Zeit ging es dann und das Buch wurde von Seite zu Seite besser. Man kann sich immer besser in Hollys Situation einfühlen, die ja nun wirklich nicht einfach für sie ist. Aber ihre Handlungen sind gut nachvollziehbar, und es gefällt mir auch sehr, dass nach dem Erhalten der Briefe nicht alles „Friede-Freude-Eierkuchen“ ist, sondern sie sich in einem ständigen psychischen auf und ab befindet und sich nur langsam den Weg zurück ins Leben erkämpft. Dabei wird sie von allen Seiten auf teilweise unglaublich witzige und charmante Art unterstützt, sodass ich trotz des eigentlich ernsten Themas oft lachen musste. Mit vielen Dingen hätte ich nicht gerechnet, und die Geschichte nimmt viele positive Wendungen für Holly - dennoch ist es natürlich noch lange nicht perfekt für sie, und sie hat es weiterhin schwer.
Es wird so gut wie nie langweilig, und die Charaktere sind mir alle sehr sympathisch.
Besonders gefallen hat mir auch, dass ich eigentlich das Gefühl hatte, das Ende sei sehr vorhersehbar, und dann kam es doch anders.
Insgesamt ein wirklich tolles Buch, bei dem es nur wenig zu bemängeln gibt, und das sich wirklich zu lesen lohnt.

Fazit:
„P.S. Ich liebe dich“ beschreibt wunderbar anschaulich die Gefühle einer jungen Witwe und liefert interessante Einblicke in die Psyche des Menschen. Gleichzeitig fordert einen das Buch dazu auf, das Leben in vollen Zügen zu genießen - denn dafür ist es da!

[Rezension] Tschick

Autor: Wolfgang Herrndorf
Verlag: Rohwolt Taschenbuch Verlag
Seiten: 256
ISBN 978-3499256356
Preis: 9,99€ (Taschenbuch)

Inhalt:
Mutter in der Entzugsklinik, Vater mit Assistentin auf Geschäftsreise: Maik Klingenberg wird die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa verbringen. Doch dann kreuzt Tschick auf. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, kommt aus einem der Asi-Hochhäuser in Hellersdorf, hat es von der Förderschule irgendwie bis aufs Gymnasium geschafft und wirkt doch nicht gerade wie das Musterbeispiel der Integration. Außerdem hat er einen geklauten Wagen zur Hand. Und damit beginnt eine Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende deutsche Provinz, unvergesslich wie die Flussfahrt von Tom Sawyer und Huck Finn.

Meine Meinung:
Nachdem ich sehr viel Gutes über dieses Buch gehört habe, war ich natürlich sehr gespannt darauf, als ich es als Klassenlektüre für die Schule lesen musste.
Bis auf einige Stellen, wo das Buch etwas langweilig und gezwungen wirkte, hat es mir aber ganz gut gefallen.
Bevor erzählt wird, wie es zu der verrückten Autofahrt durch ganz Deutschland kommt, wird erst einmal die Ausgangssituation beschrieben, in der sich Maik Klingenberg, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, nach einem Unfall auf der Polizeiwache befindet und mit der Situation total überfordert ist. Seine Verpeiltheit bringt einen sowohl zu Anfang als auch im Verlauf der ganzen Geschichte immer wieder zum Lachen. Sowohl Maik als auch Tschick später waren mir als Protagonisten sehr sympathisch, und obwohl sie sehr unterschiedlich sind, habe ich doch das Gefühl, dass viele Jugendliche sich mit den beiden gut identifizieren können.
Der Schreibstil ist sehr „jugendlich“ gestaltet; aufgrund des jungen Ich-Erzählers gibt es einige grammatikalische Ungereimtheiten und die Geschichte ist teilweise mit - meiner Meinung nach ein bisschen  zu - vielen Kraftausdrücken gespickt. Aber ich glaube, gerade das könnte vielen Jugendlichen gefallen und ihnen ein Gefühl von Authentizität vermitteln.
Die Geschichte greift ein aktuelles Thema - Migration und Integration in Deutschland - wieder auf und beschreibt auf interessante und realistische Weise, wie sich Jugendliche Auswanderer fühlen könnten. Da dieses Thema auch immer aktuell bleiben wird, kann ich mir gut vorstellen, dass dieses Buch auch in Zukunft noch gerne gelesen wird.

Fazit:
„Tschick“ ist eine tolle Geschichte über eine außergewöhnliche Freundschaft, bei der es nur selten langweilig wird. Aktuelle Themen wie Migration, Vorurteile und die Probleme, mit denen Jugendliche täglich zu kämpfen haben, werden authentisch wiedergespiegelt und verleihen dem Buch etwas Zeitloses.

Freitag, 23. September 2016

[Rezension] Erebos

Autorin: Ursula Poznanski
Verlag: Loewe
Seiten: 488
ISBN 978-3785569573
Preis: 9,95€ (Taschenbuch)

Inhalt:
In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht – Erebos. Wer es startet, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Regeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und wer gegen die Regeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann Erebos auch nicht mehr starten.
Erebos lässt Fiktion und Wirklichkeit auf irritierende Weise verschwimmen: Die Aufgaben, die das Spiel stellt, müssen in der realen Welt ausgeführt werden.
Auch Nick ist süchtig nach Erebos – bis es ihm befiehlt, einen Menschen umzubringen …


Meine Meinung:
Mit „Erebos“ hat Ursula Poznanski ein wahnsinnig tolles Buch erschaffen, das einen von der ersten Seite an mitreißt und auch nach der letzten Seite nicht mehr loslässt.
Der Protagonist Nick ist zwar kein besonders vielseitig gestrickter Charakter und auch dir meisten anderen machen einen eher farblosen Eindruck, aber das macht die Handlung meiner Meinung nach wett. Diese steht für mich auch eher im Vordergrund der Geschichte. 
Dass in der Zeit, die Nick mit dem Spielen von Erebos verbringt, das Buch im Präsens und aus der Sicht von Nicks Spielcharakter Sarius geschrieben ist, hat mir auch richtig gut gefallen, weil einem diese Sucht so noch einmal richtig vor Augen geführt wird. Am Anfang wirkten die ewigen Spielbeschreibungen noch etwas langatmig, aber später pendelt sich das ganze wieder ein und es ist ein perfekter Mix aus digitaler Welt und Realität. Das Spiel wird einem auch immer unheimlicher, und je mehr Angst es einem macht, desto faszinierender wird es auch. Man wird immer wieder aufs neue überrascht und liest das Buch in der ständigen Erwartung, das irgendetwas schreckliches geschieht. Teilweise ist die Geschichte so verwirrend, dass man es schon nach kurzer Zeit aufgibt, daran herumzurätseln, sondern sich einfach überraschen lässt. Und das wird man, wie schon erwähnt, oft.
Auch wenn einen das Buch von Anfang an in den Bann reißt, so steigert es sich doch von Seite zu Seite. Die Verbindung von Erebos und der realen Welt wird immer stärker, bis es schließlich zu einem fulminanten Ende kommt, das alles bisher Geschehene noch einmal in den Schatten stellt.

Fazit:
Dieses Buch ist, als würde man selber Erebos spielen: rasant, nervenauftreibend und mit Suchtpotenzial. Unbedingt lesen!

Montag, 19. September 2016

[Rezension] Saeculum

Autorin: Ursula Poznanski
Verlag: Loewe
Seiten: 496
ISBN 978-3-7855-7028-9
Preis: 14,95 (Klappenbroschur)

Inhalt:
Fünf Tage im tiefsten Wald, die nächste Ortschaft kilometerweit entfernt, leben wie im Mittelalter – ohne Strom, ohne Handy –, normalerweise wäre das nichts für Bastian. Dass er dennoch mitmacht bei dieser Reise in die Vergangenheit, liegt einzig und allein an Sandra.
Als kurz vor der Abfahrt das Geheimnis um den Spielort gelüftet wird, fällt ein erster Schatten auf das Unternehmen: Das abgelegene Waldstück, in dem das Abenteuer stattfindet, soll verflucht sein.
Was zunächst niemand ernst nimmt, scheint sich jedoch zu bewahrheiten, denn aus dem harmlosen Live-Rollenspiel wird plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit.
Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Wald?

Meine Meinung:
Nachdem mich alte Mythen und Sagen schon immer fasziniert haben, war ich natürlich dementsprechend gespannt auf das Buch, und ich wurde nicht enttäuscht. Da wurde es teilweise sehr unheimlich  und das Verknüpfen des alten Mythos mit der modernen Welt ist für mich absolut gelungen. Das Buch war größtenteils ziemlich rasant und spannend und an nur wenigen Stellen hatte ich das Gefühl, dass die Handlung ein wenig „aufgepeppt“ hätte werden können. Teilweise grenzte die Handlung fast schon an absurd, und man wird immer wieder überrascht.
Ein großer Teil der Charaktere war mir auch gleich sehr sympathisch, aber einige konnten mich nicht so ganz überzeugen, weil sie in ihrer Art teilweise unnachvollziehbar waren und sich an einigen Stellen nicht altersangemessen verhalten haben (siehe Geistergeschichte). Auch die Liebesgeschichte fand meiner Meinung nach zu schnell und unauthentisch statt.
Kommen wir zur Aufklärung des ganzen, meiner Meinung nach eine der wichtigsten Sachen bei Thrillern: Wenn diese für mich auch nicht besonders spektakulär war, so kam sie doch überraschend. Ich hatte jedoch das Gefühl, es sei ein bisschen zu viel Zufall im Spiel.
Insgesamt hat mir „Saeculum“ gut gefallen, auch wenn ich selbst wahrscheinlich ein paar kleine Dinge anders gemacht hätte.

Fazit:
Ein tolles Buch mit nur kleinen Kritikpunkten, das ich besonders Mystery-Fans sehr empfehlen kann!

[Rezension] Das Labyrinth ist ohne Gnade

Autor: Rainer Wekwerth
Verlag: Arena
Teil einer Reihe: 3/3
Seiten: 344
ISBN 978-3401067902
Preis: 16,99€ (gebunden)

Inhalt:
Sie sind nur noch zu dritt und sie sind geschwächt. Aber sie wollen überleben - um jeden Preis. Zweifel überschatten den Kampf gegen das Labyrinth, das mit immer neuen Mysterien für die Jugendlichen aufwartet. Ihr mühsam erworbener Teamgeist scheint nicht zu brechen, doch lohnt sich für Jeb, Jenna und Mary der gemeinsame Kampf, wenn nur einer von ihnen überleben kann? Die entscheidende Frage aber wagt niemand zu stellen: Was erwartet den letzten Überlebenden hinter dem sechsten Tor?

Meine Meinung:
Wie ihr ja vielleicht schon wisst, bin ich kein großer Fan dieser Reihe, und auch meine Hoffnung auf den letzten Teil wurde leider enttäuscht.
Die Charaktere waren für mich zwar nicht ganz so nervig wie in den Vorbänden, was aber auch daran liegt, dass ja nur noch drei übrig sind.
Die Handlung hat mir am Anfang sogar recht gut gefallen, aber dann kamen wieder die ganzen Verwirrungen, die teilweise sehr irritierend und deshalb auch nicht besonders spannend waren.
An vielen Stellen plätscherte die Handlung nur so dahin und ich hatte oftmals das Gefühl, der Autor wolle sich das ganze möglichst einfach machen.
Die Grundidee, die hinter dem Labyrinth steckt, finde ich gar nicht mal so schlecht, aber die Umsetzung war, ehrlich gesagt, grauenhaft. Das ganze Drumherum wurde meiner Meinung nach viel zu kurz angeschnitten und nicht genügend erklärt, außerdem geht alles so schnell, dass man das Gefühl hat, das Buch solle nur möglichst schnell zu Ende gehen: Die scheinbar letzte Überlebende erwacht, findet sofort Verbündete und macht den scheinbaren Feind sofort fertig. Eigentlich noch nicht einmal das - die Geschichte wurde mittendrin abgeschnitten, was wohl ein „offenes Ende“ sein und noch mal für Spannung sorgen sollte, aber einfach nur verwirrend war.
Viele Fragen - auch aus den Vorbänden - wurden nicht zur Genüge beantwortet, sodass  am Ende, auch wenn alles aufgeklärt werden sollte, ziemlich viele Lücken bleiben.
Ich finde, man hätte die ganze Reihe auf ein (etwas dickeres) Buch kürzen  und dafür die Geschichte besser ausarbeiten und zu Ende führen können beziehungsweise ein Buch vor/während und eines nach dem Labyrinth schreiben können.

Fazit:
Etwas besser als die vorherigen Bände, aber trotzdem noch weit von „gut“ entfernt. Diese Reihe muss man sich wirklich nicht antun . . .

Freitag, 16. September 2016

[Rezension] Das Labyrinth jagt dich

Autor: Rainer Wekwerth
Verlag: Arena
Teil einer Reihe: 2/3
Seiten: 352
ISBN 978-3401067896
Preis: 16,99€ (gebunden)



Inhalt:
Fünf Jugendliche. Sie haben gekämpft, sich gequält und zwei Welten durchquert, um die rettenden Tore zu erreichen. Und wieder stellt sie das Labyrinth vor unmenschliche Herausforderungen, denn auch in der neuen Welt ist nichts, wie sie es kannten. Sie sind allein mit ihrer Vergangenheit, ihren Ängsten, ihren Albträumen. Neue Gefahren erwarten sie, aber letztendlich entpuppt sich etwas Unerwartetes als ihre größtes Hindernis: die Liebe. Jeder von ihnen mag bereit sein, durch die Hölle zu gehen, doch wer würde das eigene Leben für seine Liebe opfern?




Meine Meinung:
Nachdem ich von den Charakteren in Teil 1 teilweise sehr genervt war, hatte ich gehofft, dass es in Teil 2 etwas besser werden würde. Leider Fehlanzeige. Es wurde, wenn überhaupt möglich, noch schlimmer und obwohl - ich wiederhole es noch mal - die Charaktere wirklich nicht anspruchsvoll gestaltet waren, so haben sie doch immer wieder so unlogisch gehandelt, dass ich nur darüber den Kopf schütteln kann. Aber natürlich sind alle ganz perfekt und stark und mutig und können sich mit Platz- und Schusswunden duellieren!
Auch wird die Liebe zwischen den Charakteren in diesem Buch noch stärker, was einfach nur unglaubwürdig ist, wenn man bedenkt, dass sie sich gerade mal knapp eine Woche kennen und nicht einmal wirklich wissen, wer sie selbst sind. Dass sie dann schon andere Leute küssen oder noch weiter gehen - obwohl früher oder später alle bis auf einen sterben müssen -  geht einem als Leser schlichtweg auf die Nerven.
Auch die Handlung hat mich in diesem Buch nicht wirklich überzeugt. Teilweise war alles so chaotisch und unübersichtlich, dass es nicht mehr mysteriös, sondern einfach nur verwirrend war. So zum Beispiel das ständige hin und her zwischen „Ist XY doch in die nächste Welt gekommen??“, „Aber XY ist gestorben, ich habe es mit eigenen Augen gesehen!“ und „Aber ich habe XY getroffen, sie stand direkt vor mir!“.
Außerdem passt die Bezeichnung „Labyrinth“ hier noch weniger als im vorherigen Buch: Die Charaktere treffen immer wieder auf die „reale“ Welt, überall sind Menschen und im Prinzip ist es mehr eine Art Schnitzeljagd durch verschiedene Welten als ein wirkliches Labyrinth.
Ich persönlich kann nur davon abraten, dieses Buch zu lesen - der einzige Grund, weshalb ich überhaupt den 3. Teil noch zur Hand nehmen werde, ist weil ich gespannt bin, was jetzt wirklich hinter dem „Labyrinth“ steckt und ob wenigstens das glaubwürdig ist.



Fazit:
Unrealistische Charaktere, viel zu frühe und intensive Liebe und zu chaotische Story und Klischees bis zum Umkippen - mich hat dieses Buch leider nicht überzeugt.

Dienstag, 13. September 2016

[Rezension] Das Labyrinth erwacht

Autor: Rainer Wekwerth
Verlag: Arena
Teil einer Reihe: 1/3
Seiten: 408
ISBN 978-3401067889
Preis: 16,99€ (gebunden)

Inhalt:
Das Labyrinth. Es denkt. Es ist bösartig. Sieben Jugendliche werden durch Raum und Zeit versetzt. Sie wissen nicht mehr, wer sie einmal waren. Aber das Labyrinth kennt sie. Jagt sie. Es gibt nur eine einzige Botschaft an jeden von ihnen: Du hast zweiundsiebzig Stunden Zeit das nächste Tor zu erreichen oder du stirbst. Problem Nummer Eins, es gibt nur sechs Tore. Problem Nummer Zwei, ihr seid nicht allein!

Meine Meinung:
Ganz ehrlich, bei dem Klappentext habe ich viel mehr von diesem Buch erwartet. Die Handlung an sich war auch nicht schlecht, aber was  die Geschichte meiner Meinung nach echt vermiest hat, sind die Charaktere. Kein einziger von ihnen kam mir realistisch vor, und keiner hatte eine tiefgründigere Rolle als „Di Zicke“, „Der Angsthase“, „Der Anführer“ etc. Und selbst für so einen eintönigen und farblosen Charakter haben sie teilweise noch völlig unnachvollziehbar gehandelt! Nehmen wir zum Beispiel mal Katie, die „Zicke“ der Gruppe: Zuerst ist sie wahnsinnig arrogant und macht alles und jeden schlecht, dann wird sie plötzlich nett und fürsorglich, später mutiert sie zur sadistischen Mörderin, zum Schluss ist sie plötzlich wieder nett und „opfert“ sich. So oder ähnlich sieht es auch mit den anderen aus, und diese ständige Charakterwandlung geht einem als Leser wirklich auf die Nerven, weil es einfach nur unlogisch und unnachvollziehbar ist.
Und natürlich hat jeder Charakter eine ganz schlimme Vergangenheit, von der er flashbackartig eingeholt wird.
Was mich außerdem wahnsinnig aufgeregt hat, ist, dass nach nicht einmal 24 (!) Stunden die ersten Gefühle füreinander entwickelt und die ersten Küsse verteilt wurden, und nach ein paar Tagen war wirklich jeder verliebt! Und natürlich wurde die Liebe stets erwidert ...
Die eigentliche Handlung wird also von den Charakteren komplett zuerstört, sodass ich das Buch nicht wirklich weiterempfehlen kann. Ich bin mal gespannt, wie es weitergeht ...

Fazit:
Vom Plot her nicht schlecht, aber auch nicht so gut wie erwartet, die Charaktere versauen meiner Meinung nach jedoch die ganze Geschichte. Solange man nicht auf extrem unrealistische Liebesgeschichten und Charakterentwicklungen stehen, sollte man dieses Buch lieber nicht zur Hand nehmen.

Montag, 12. September 2016

[Rezension] Opposition - Schattenblitz

Autorin: Jennifer L. Armentrout (aus dem Englischen von Anja Malich)
Verlag: Carlsen
Teil einer Reihe: 5/5
Seiten: 416
ISBN 978-3-551-58344-4
Preis: 19,99€ (gebunden)

Inhalt:
Katy kann noch immer nicht fassen, dass Daemon sie verlassen und sich der Armee der Lux angeschlossen hat. Seit deren Invasion ist ein Krieg ausgebrochen, der schon viele Menschenleben gekostet hat. Niemand ist mehr sicher, doch um der schwangeren Beth zu helfen, wagt Katy sich aus dem Haus. Als ihr größter Wunsch in Erfüllung geht und sie Daemon begegnet, scheint dieser jegliche Gefühle für sie verloren zu haben. Katy muss herausfinden, ob noch etwas von dem Daemon, den sie liebt, in ihm steckt – bevor alles verloren ist.


Meine Meinung:
Nach dem fiesen Cliffhanger am Ende von Teil 4 war ich natürlich sehr gespannt auf das große Finale und hatte dementsprechend hohe Erwartungen an das Buch, die leider nur teilweise erfüllt wurden.
Am Anfang hat sich das Ganze meiner Meinung nach etwas in die Länge gezogen; nach den spektakulären Angriffen der Lux wird erst wieder lang und ausführlich beschrieben, wie sehr Daemon und Katy sich lieben, dann wird zwischendurch mal überlegt, wie man die Lux besiegen könnte, später wieder ganz viel Liebe. Ich hatte teilweise das Gefühl, die Autorin könne sich nicht so richtig entscheiden, ob die Liebesgeschichte oder die eigentliche Handlung im Vordergrund stehen soll. Im Vergleich zu dem ganzen Drumherum war der Showdown relativ kurz und alle Probleme schienen sich plötzlich in Luft aufzulösen. Auch der Moment, der den Leser kurz vor dem Ende noch einmal schockieren sollte, hat mich nicht so ganz überzeugt, letztendlich war es ziemlich offensichtlich, wie alles enden würde. Insgesamt war die Geschichte jedoch ganz gut, besonders der Epilog hat mir sehr gefallen. Leider hätte sie um einiges besser sein können, was ich persönlich sehr schade finde.

Fazit:
Das Buch ist zwar nicht schlecht, hat aber einige Mängel vorzuweisen und ist meiner Meinung nach kein wirklich würdiger Abschluss für die eigentlich tolle Reihe.

[Rezension] Layers

Autorin: Ursula Poznanski
Verlag: Loewe
Seiten: 448
ISBN 978-3-7855-8230-5
Preis: 14,95€ (Klappenbroschur)

Inhalt:
Seit Dorian von zu Hause abgehauen ist, schlägt er sich auf der Straße durch - und das eigentlich recht gut. Als er jedoch eines Morgens neben einem toten Obdachlosen aufwacht, der offensichtlich ermordet wurde, gerät Dorian in Panik, weil er sich an nichts erinnert: Hat er selbst etwas mit der Tat zu tun? In dieser Situation bietet ihm ein Fremder unverhofft Hilfe an und Dorian ergreift die Gelegenheit beim Schopf - denn das ist seine Chance, sich vor der Polizei zu verstecken. Der Unbekannte engagiert sich für Jugendliche in Not und bringt Dorian in eine Villa, wo er neue Kleidung, Essen und sogar Schulunterricht erhält. Doch umsonst ist nichts im Leben, das erfährt Dorian recht schnell. Die Gegenleistung, die von ihm erwartet wird, besteht im Verteilen geheimnisvoller Werbegeschenke - sehr aufwendig versiegelt. Und als Dorian ein solches Geschenk nach einem unerwarteten Zwischenfall behält, wird er von diesem Zeitpunkt an gnadenlos gejagt.

Meine Meinung:
Die Grundidee, die hinter diesem Buch steckt, hat mich von Anfang an fasziniert und wurde meiner Meinung nach auch größtenteils gut umgesetzt.
Am Anfang wird man sozusagen mitten in die Geschichte „hereingeworfen“ und es geht, ohne lange Beschreibungen, direkt mit der Handlung los. Man erfährt einiges über das Leben des obdachlosen Dorian und kann sich ziemlich gut in seine Situation hineinversetzen. Auch seine Reaktion, als er plötzlich neben dem ermordeten Emil, seinem Konkurrenten auf der Straße, wirkt sehr authentisch. Dass man am Anfang wenig über seinen Charakter erfährt und er dadurch etwas „farblos“ wirkt, kann man sicherlich auf den Schock über das Geschehene zurückweisen.
Als er in die Villa kommt, ist sowohl für ihn als auch den Leser erst einmal alles ziemlich verwirrend. Man fragt sich, ob Dorian wirklich etwas mit dem Mord zu tun hat und natürlich, was genau hinter dieser Wohngemeinschaft von ehemaligen Obdachlosen liegt - denn irgendetwas scheint dort nicht normal zu sein ... Auch Bornheim, der Kopf des ganzen, ist nur schwer einzuschätzen. Nach außen hin scheint er übertrieben freundlich und fürsorglich, doch was liegt hinter der Fassade?
In der Villa trifft Dorian außerdem auf Stella, zu der er sich  - meiner Meinung nach etwas zu schnell - hingezogen fühlt. Die intimen Stellen zwischen ihnen wirkten auf mich viel zu früh und unrealistisch. Natürlich sehnt Dorian sich nach Monaten auf der Straße nach menschlicher Nähe, und natürlich braucht man ein Druckmittel für ihn, sobald er erst einmal auf der Flucht ist, aber ich finde, das ganze hätte langsamer angegangen werden sollen. Aus den zwei, drei Wochen hätten auch problemlos ein paar mehr werden können, das hätte es auch realistischer gemacht, dass Dorian mit der streng geheimen Paketlieferung betraut wird, die ihn schließlich in Gefahr bringt.
Die Flucht kreuz und quer durch die Stadt nimmt einen großen Teil des Buches ein, dennoch war ich selten gelangweilt, weil Dorian immer mehr mysteriöse Botschaften erhält und es natürlich auch für den Leser spannend ist, sie zu entschlüsseln und das Geheimnis hinter den „Layers“ zu lüften.
Im Vergleich zu dem Mittelteil wirkte der Showdown dann relativ hastig, jedoch wartet dort eine große Überraschung auf den Leser, die am Ende sicherlich noch einmal für Schockierung sorgt.
Insgesamt lässt sich sagen, dass das Buch zwar gut ist, aber besser hätte sein können.

Fazit:
„Layers“ ist ein nettes Buch, hinter dem zwar eine richtig gute Idee steckt, das aber sein Potenzial nicht voll entfaltet hat. Trotzdem kann ich das Buch vor allem an Mystery-Fans weiterempfehlen.

Samstag, 10. September 2016

[Rezension] Wie Sterne so golden

Autorin: Marissa Meyer (aus dem Englischen von Astrid Becker)
Verlag: Carlsen
Teil einer Reihe: 3/4
Seiten: 567
ISBN 978-3-551-58288-1
Preis: 19,90€ (Hardcover)

Inhalt:
Seit ihrer Kindheit hat Cress die Erde nur aus der Ferne betrachten können. Unter strenger Aufsicht der bösen Königin Levana führt sie in ihrem Satelliten ein wenig abwechslungsreiches Leben. Doch immerhin hat sie sich mit den Jahren zu einer begnadeten Hackerin entwickelt und verschafft sich so Zugang zu Levanas geheimen Plänen. Da taucht plötzlich das Raumschiff von Cinder bei ihr auf, die ihr zur Flucht verhilft. Doch wird sie auf der Erde den Ritter in der glänzenden Rüstung finden, von dem sie immer geträumt hat?

Meine Meinung:
Auch der dritte Band der Luna-Chroniken hat mir wieder richtig gut gefallen! Die Bücher gehen so nahtlos ineinander über, dass ich eigentlich nicht viel anderes zu sagen habe als das, was schon in den Rezensionen zu Band 1+2 steht.
Die Geschichte war wieder super ausgearbeitet, hat sich sowohl auf das Märchen bezogen als auch Individualität gezeigt und die Schicksale der Charaktere auf abwechslungsreiche Art wiedergespiegelt.
Cress als neue (Mit-) Protagonistin hat mir auch sehr gefallen, für jemanden, der fast sein ganzes Leben eingesperrt war, hat sie sich unglaublich authentisch benommen und sowohl Unbeholfenheit als auch Neugierde an den Tag gelegt.
Im Laufe der Geschichte wird man immer wieder überrascht und schockiert, und ich würde teilweise so mitgerissen, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Es wird immer spannender, weil sich die Lage sowohl auf der Erde als auch im All immer weiter zuspitzt und Königin Levana zu immer schrecklicheren Mitteln greift, um ihre Ziele zu erreichen, weshalb ich auch kaum erwarten kann, den vierten Teil zu lesen, um zu sehen, wie die Geschichte ausgeht.


Fazit:
Genau wie die vorherigen Bände wahnsinnig gut - diese Reihe hat definitiv Suchtpotenzial!

Freitag, 9. September 2016

[Rezension] Wie Blut so rot

Autorin: Marissa Meyer (aus dem Englischen von Astrid Becker)
Verlag: Carlsen
Teil einer Reihe: 2/4
Seiten: 512
ISBN 978-3-551-58287-4
Preis: 19,90€ (gebunden)

Inhalt:
Zwei ganze Wochen ist Scarlets Großmutter nun schon verschwunden. Entführt? Tot? Die Leute im Dorf sagen, sie sei sicher abgehauen. Sie sei ja sowieso verrückt. Aber für Scarlet ist Grandmère alles – von ihr hat sie gelernt, wie man ein Raumschiff fliegt, Bio-Tomaten anbaut und seinen Willen durchsetzt. Dann trifft Scarlet einen mysteriösen Straßenkämpfer – Wolf. Er fasziniert sie; doch kann sie ihm trauen? Immerhin: Die reißerischen Berichte über Cinder und das Attentat auf Prinz Kai hält Wolf ebenso wie sie für Quatsch. Aber irgendein Geheimnis verbirgt der Fremde ...


Meine Meinung:
Der zweite Band der Luna-Chroniken knüpft an die Ereignisse des ersten an, nur, dass dieses Mal die junge Scarlet im Vordergrund steht, die ihre verschwundene Großmutter sucht. Dabei trifft sie auf Wolf, der sowohl bei ihr als auch beim Leser gemischte Gefühle hervorruft. Mal erscheint er einem gefährlich und unnahbar, dann wieder charmant und vertrauenswürdig. So kommt es, dass man ihn bis fast zum Ende nicht wirklich einschätzen kann.
Natürlich kommt auch Cinder in dieser Geschichte nicht zu kurz, durch den regelmäßigen Perspektivenwechsel bleibt man immer über dem Laufenden, was mit den beiden passiert und wie sie sich immer mehr aufeinander zubewegen, bis sich ihre Wege schließlich kreuzen.
Auch hier hat mich der Schreibstil von Marissa Meyer wieder richtig gefesselt, es bleibt durchgehend spannend, weil die böse Königin Levana immer skrupelloser wird und immer mehr an Macht gewinnt.
„Wie Blut so rot“ ist definitiv eine gelungene Fortsetzung der Reihe und ich freue mich schon sehr auf Band 3!


Fazit:
Ein wunderbarer Mix aus Fantasy und Science-Fiction - dieses Buch ist definitiv lesenswert!

[Rezension] Wie Monde so silbern





Autorin: Marissa Meyer (aus dem Englischen von Astrid Becker)
Verlag: Carlsen
Teil einer Reihe: 1/4
Seiten: 416
ISBN 978-3-551-58286-7
Preis: 18,99€ (gebunden)

Inhalt:
Cinder lebt mit ihren Stiefschwestern bei ihrer schrecklichen Stiefmutter und versucht verzweifelt, sich nicht unterkriegen zu lassen. Doch als eines Tages niemand anderes als Prinz Kai in ihrer Werkstatt auftaucht, steht Cinders Welt Kopf: Warum braucht der Prinz ihre Hilfe? Und was hat es mit dem plötzlichen Besuch der Königin von Luna auf sich? Die Ereignisse überschlagen sich, bis sie auf dem großen Schlossball ihren Höhepunkt finden. Cinder schmuggelt sich dort ein und verliert mehr als nur ihren Schuh …


Meine Meinung:
Dieses Buch war der Wahnsinn! Ich hatte es zuerst für einen billigen „Cinderella“-Abklatsch gehalten, aber es war nicht im geringsten so! Die Grundidee orientiert sich zwar ein wenig an dem Märchen, aber das war's auch schon. Die Geschichte spielt in einem völlig eigenen Universum: Die Erde wurde nach vielen Kriegen in sechs Staaten aufgeteilt, außerdem lebt das Volk der Lunarier auf dem Mond. Alles ist mit hochmoderner Technologie ausgestattet, trotzdem hat die Geschichte einem gewissen Aschenputtel-Flair.
Der Schreibstil von Marissa Meyer hat mir unheimlich gut gefallen, ich hatte das Gefühl, mich die ganze Zeit mitten im Geschehen zu befinden. In Cinder, die Hauptfigur, konnte ich mich von Anfang an super hineinversetzen. Dass sie eine Außenseiterin in ihrer Welt ist - und zwar nicht nur wegen ihrer Position, sondern weil sie ein Cyborg, halb Mensch, halb Roboter, ist - bringt sie dem Leser umso näher. Auch die anderen Charaktere wirken sehr authentisch, wie z.B. die Androidin Iko, die Cinder eine gute Freundin ist und sie bei ihrer Arbeit unterstützt, wobei sie unglaublich menschlich wirkt.
Besonders toll an dem Buch finde ich auch, dass alles, was eigentlich Fantasy ist, trotzdem realistisch, fast schon real erscheint: Die unglaublichen Fortschritte in der Technik zum Beispiel, oder die Fähigkeit der Lunarier, die Bioelektrik von Menschen zu verändern, das heißt, ihre Gedanken und Empfindungen zu kontrollieren.
Die Geschichte an sich finde ich auch toll, weil die Handlung einfach unvorhersehbar ist, und man, obwohl man das Märchen kennt, immer wieder überrascht und schockiert wird.

Fazit:
Spannend bis zur letzten Seite - eine moderne Version von „Aschenputtel“, die sich wirklich zu lesen lohnt!

Sonntag, 4. September 2016

[Rezension] Das Juwel - Die weiße Rose



Autorin: Amy Ewing (aus dem Amerikanischen von Andrea Fischer)
Verlag: Fischer FJB
Teil einer Reihe: 2/3
Seiten: 400
ISBN 978-3841422439
Preis: 16,99€ (gebunden)

Inhalt:
Violet ist auf der Flucht. Nachdem die Herzogin vom See sie mit Ash, dem angestellten Gefährten des Hauses, ertappt hat, bleibt Violet keine Wahl, als aus dem Palast zu fliehen oder dem sicheren Tod ins Auge zu sehen. Zusammen mit Ash und ihrer besten Freundin Raven rennt Violet aus ihrem unerträglichen Dasein als Surrogat der Herzogin davon. Doch das Juwel zu verlassen ist alles andere als einfach. Auf ihrem Weg durch die Kreise der Einzigen Stadt verfolgen die Regimenter des Adels sie auf Schritt und Tritt. Die drei Geflohenen schaffen es nur äußerst knapp, sich in die sichere Umgebung eines geheimnisvollen Hauses in der Farm zu retten. Hier befindet sich das Herz der Rebellion gegen den Adel. Zusammen mit einer neuen Verbündeten entdeckt Violet, dass ihre Gabe sehr viel mächtiger ist, als sie sich vorstellen konnte. Aber ist Violet stark genug, sich gegen das Juwel zu erheben?

Meine Meinung:
Im großen und ganzen hat mir das Buch wirklich gut gefallen, auch wenn es kleinere Mängel gab. Der Schreibstil war wieder sehr einfach gehalten und deshalb auch flüssig zu lesen.
Gleich am Anfang erleidet man einen kleinen Schock und man ist wieder verblüfft über die Grausamkeit der Herzogin, die Flucht aus dem Juwel selbst ist aber etwas langatmig. Man erfährt, dass Lucien der Vorsitzende einer Organisation ist, die sich „Der schwarze Schlüssel“ nennt. Ich habe da gleich an eine große Rebellenorganisation gedacht und war deshalb etwas irritiert, als dann herauskam, dass Lucien für eine einzelne Person arbeitet: Sil, ein geflohenes Surrogat. Ihr Charakter ist ziemlich undurchschaubar und man weiß irgendwie nicht so recht, was man von ihr halten soll. Natürlich ist es beachtlich, was sie alles allein geschafft hat, aber ihre Methoden sind dann doch etwas gewöhnungsbedürftig.
Auch war es ein wenig irritierend, dass Garnet scheinbar immer und überall zur Stelle war, ohne dass es jemand im Juwel bemerkt hätte. Außerdem fand ich die Beziehung zwischen Violet und Ash irgendwie ein bisschen farblos und sie hat mich nicht soo mitgerissen.
Natürlich hat die Geschichte aber auch viele positive Aspekte, wie zum Beispiel die Erklärung der Entstehung der „Einzigen Stadt“ - was in Band 1 meiner Meinung nach zu kurz gekommen ist - und auch, dass Violet erkennt, wozu Surrogate wirklich gut sind, was ihre wahre Gabe ist. Außerdem finde ich es toll, dass man mehr über Ashs Vergangenheit und die Gefährtenschule erfährt, was teilweise echt schockierend ist, Ash aber sicherlich auch noch mal in anderem Licht erscheinen lässt. Und man bekommt mit, dass die Herzogin vom See irgendetwas im Schilde führt, sogar den Fürsten scheint sie irgendwie unter Kontrolle zu haben, was natürlich die Frage aufwirft, was sie gegen ihn in der Hand hat. Leider findet man nicht heraus, was!
Den Cliffhanger fand ich noch viel schlimmer als den von Band 1, ich bin nach dem Lesen des letzten Satzes buchstäblich aufgesprungen und habe diesen gequälten „Wie-konnte-die-Autorin-mir-das-nur-antun-das-ist-doch-total-unmenschlich“ ausgestoßen. Einen Erscheinungstermin für den dritten Band „Das Juwel - Der schwarze Schlüssel“ gibt es leider noch nicht.


Fazit:
Eine tolle Geschichte, die aber um hätte besser sein können. Trotzdem bin ich schon sehr gespannt auf Teil 3!

Donnerstag, 1. September 2016

Lesemonat August


Hey ihr Lieben,
hier ein kleiner Überblick über meinen Büchermonat:)
Gelesen habe ich im August 16 Bücher, und zwar:
-Die Attentäter
-Smaragdgrün
-Four - A Divergent Collection
-Harry Potter and the Prisoner of Azkaban
-Harry Potter and the Cursed Child
-Nur drei Worte
-Der Augensammler
-Der Sommerfänger
-Schau mir in die Augen, Audrey
-Ach, wär ich nur zu Hause geblieben
-Selection - Die Kronprinzessin
-Das Juwel - Die weiße Rose
-Selection - Die Krone
-Quidditch im Wandel der Zeiten
-Zwei wie Zucker und Zimt - zurück in die süße Zukunft
-Wie Monde so silbern

Und wieder 16 Schritte näher an meinem Jahresziel 100 (Was vielleicht nächsten Monat schon erreicht sein wird?)! :D
Mein Monatshighlight war natürlich „Harry Potter and the Cursed Child“ (wie sollte es auch anders sein?;)), aber die meisten anderen waren auch sehr gut!:)
Natürlich durften bei mir auch neue Bücher einziehen, und zwar diese Schätzchen:
-„Harry Potter and the Cursed Child“
-„Die Therapie“ und „Amokspiel“ (für nur je 0,50€ in mega gutem Zustand auf dem Flohmarkt!:D)
-„Ach, wär ich nur zu Hause geblieben“ (für nur 1€ aus einer Bücherkiste bekommen:D)
-„Das Juwel - Die weiße Rose“
-„Selection - Die Krone“

Ich weiß, das ist nicht wenig, aber diesen Monat gab es einfach so viele tolle Neuerscheinungen (und Flohmarktbücher gehen natürlich immer;))! Dafür herrscht für den September Kaufverbot...;)