Samstag, 19. August 2017

[Rezension] Milchmädchen

Autorin: G.R. Gemin (aus dem Englischen von Gabriele Haefs)
Verlag: Königskinder
Seiten: 272
ISBN: 978-3-551-56026-1
Preis: 16,99€ (Hardcover mit Schutzumschlag)
       
Inhalt:
Zwölf Kühe mitten in einem schäbigen walisischen Wohngebiet verstecken? Das bleibt doch niemals unbemerkt! Aber Gemmas Leben ist sowieso total durcheinander – ihr Vater ist im Knast, die Mutter abgekämpft und der kleine Bruder nervt einfach nur. Und wie sie sich mit der komischen, starken Außenseiterin Kate angefreundet hat, weiß sie eigentlich selbst nicht. Aber Kate braucht Gemmas Hilfe, damit ihre Kühe nicht verkauft werden müssen.
Gemmas Nachbarn kümmern sich normalerweise nicht so um andere Leute – geschweige denn um Tiere. Doch nun stehen dicke, muhende, Gras fressende Kühe in ihren Gärten. Und setzen einiges in Bewegung!


Meine Meinung:
Schon der erste Blick auf das Cover hat mich neugierig auf diesen Titel gemacht. Das lächelnde Mädchen mit den Sommersprossen machte einen so sympathischen Eindruck auf mich, dass ich das Buch einfach sofort zur Hand nehmen musste.
Der Schreibstil ist recht einfach gehalten, sodass sich die Geschichte insgesamt sehr flüssig lesen ließ. Die Kapitel sind relativ kurz, sodass man gut mal eines zwischendurch lesen kann.
Ich muss allerdings zugeben, dass ich mit der Protagonistin Gemma teilweise nicht ganz warmwerden konnte. Obwohl ausschließlich aus ihrer Sicht erzählt wird, hatte ich manchmal das Gefühl, sie nicht so ganz nachvollziehen zu können und an einigen Stellen zu Anfang war sie schlichtweg fies, weswegen es gleich von vorneherein Charaktere gab, die ich eindeutig lieber mochte. Gemmas Großmutter Lilly zum Beispiel habe ich gleich ins Herz geschlossen. Sie wirkte auf mich wie eine unheimlich liebe Person und besonders ihre Begeisterung für Kühe machte einen unglaublich charmanten Eindruck. Mir gefiel es auch sehr, wie sie mit Kate interagiert hat.
Kate lebt auf einem Bauernhof und liebt ganz besonders ihre Kühe über alles. Als sie erfährt, dass diese verkauft werden sollen, schmiedet sie deswegen auch kurzerhand einen Plan, diese vor dem Schlachthof zu bewahren. Es war sehr schön zu sehen, wie sehr sich Kate für ihre Tiere einsetzt. Obwohl sie noch so jung ist, hat sie einen eisernen Willen, ist unglaublich selbstbewusst und sowohl geistig als auch körperlich stark - das meine ich im wahrsten Sinne des Wortes! Besonders an den Stellen, an denen sie zwei gemeine Kinder über ihre Schultern wirft und mit ihnen einfach durch die Gegend spaziert, hat sie mich sehr an eine Art moderne Pippi Langstrumpf erinnert. An dieser Stelle sollte ich vielleicht erwähnen, dass ich Pippi Langstrumpf als Kind heiß und innig geliebt habe - und es heute heimlich immer noch tue! Ich glaube, das Buch hätte mir fast besser gefallen, wenn es zumindest zum Teil aus Kates Sicht erzählt worden wäre. Zum einen, weil das noch ein bisschen Abwechslung in die Geschichte gebracht hätte, zum anderen, weil ich sie einfach deutlich lieber mochte als die eigentliche Protagonistin.

Gemma hat es in ihrer Familie eindeutig nicht leicht. Ihr Vater sitzt im Gefängnis, ihr Bruder ist ein Schleimer (auch wenn er sich im Laufe der Geschichte zum Positiven verändert) und ihre Mutter scheint einfach nur gegen alles und jeden zu sein. Meiner Meinung nach wurden diese familiären Probleme sehr authentisch beschrieben und wann immer Gemma deswegen aufgebracht oder frustriert war, konnte ich das gut nachvollziehen.
Auch die Umstände in der Bryn Mawr wurden glaubhaft beschrieben und es war wirklich schön, zu sehen, wie sehr sich die Nachbarschaft durch die Kühe verändert und vor allem zusammenwächst.

Dies ist zwar kein Buch, das den Leser lange im Bann hält und es gibt auch eindeutig spannendere Bücher, aber dennoch hat es mir gut gefallen. Es ist auf jeden Fall eine nette Lektüre für zwischendurch und auch bestens für jüngere Leser geeignet, da besonders Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt und Durchhaltevermögen hier eine große Rolle spielen.


Fazit:
Zwölf Kühe, die von zwei Mädchen entführt werden und in einer Siedlung mitten in einer Stadt versteckt werden - das klingt erst einmal skurril, ist aber viel mehr als das.
Hinter „Milchmädchen“ steckt eine amüsante Geschichte mit einer wichtigen Botschaft und auch wenn das Buch vielleicht eher eine jüngere Zielgruppe anspricht, konnte es auch mich unterhalten. Wer nach einem Kinder- und Jugendbuch der etwas anderen Art sucht, ist hiermit auf jeden Fall gut bedient!



Samstag, 12. August 2017

[Rezension] Mit Worten kann ich fliegen

Autorin: Sharon M. Draper (aus dem Amerikanischen von Silvia Schröer)
Verlag: ueberreuter
Seiten: 320
ISBN 978-3-7641-7010-3
Preis: 14,95€ (Hardcover mit Schutzumschlag)


Inhalt:
Worte sind schon immer um mich herumgewirbelt wie Schneeflocken – ein jedes zerbrechlich und einzigartig, ein jedes schmilzt unberührt in meinen Händen.
Tief in meinem Inneren, häufen sich die Worte in riesigen Verwehungen. Berge von Satzteilen und Sätzen und zusammenhangenden Begriffen. Clevere Redewendungen. Witze. Liebeslieder.
Aber nur in meinem Kopf.
Ich habe nie ein einziges Wort gesprochen. Ich bin fast elf Jahre alt
.
Melody ist eine unerschütterlich positive Person, die sich von keiner Härte des Schicksals kleinkriegen lässt. Sie ist elf Jahre alt, hat ein fotografisches Gedächtnis und ist die cleverste Schülerin auf der ganzen Schule. Doch niemand weiß es. Die meisten Menschen glauben, dass sie unfähig ist zu lernen. Melody ist durch eine zerebrale Kinderlähmung schwerstbehindert und kann weder sprechen noch laufen noch schreiben. Es ist zum Wahnsinnigwerden, dass sie sich nicht verständigen kann – bis sie eines Tages doch einen Weg findet, sich auszudrücken. Leider ist nicht jeder dazu bereit, sie anzuhören.


Meine Meinung:
Auf dieses Buch bin ich nur ganz zufällig in der Bibliothek gestoßen und rückblickend kann ich nur betonen, wie dankbar ich dafür bin. Schon das erste Kapitel hat mir eine Gänsehaut beschert und besitzt eine unerwartete Tiefgründigkeit.
Es wird aus der Sicht der Protagonistin Melody erzählt, wodurch ich mich sehr gut in sie und ihre Lage hineinversetzen konnte. Sie war mir sofort sympathisch und gleichzeitig empfand ich ungeheures Mitleid mit ihr. Die Vorstellung, hochintelligent zu sein, aber nicht sprechen zu können, erschien und erscheint mir noch immer ungeheuer frustrierend. An einigen Stellen war ich schlichtweg empört und hätte am liebsten laut aufgeschrien, so sehr habe ich mir gewünscht, dass Melody in der Lage wäre, ihren Gedanken durch Worte Ausdruck zu verleihen. Für mich ist sie eine unglaublich starke und bewundernswerte Person - ich glaube, ich könnte mich nie damit abfinden, in meinen Gedanken gefangen zu sein.
Anstatt also entsprechend gefördert zu werden, vegetiert Melody in einer Behindertenklasse vor sich hin und wird von allen für unfähig und zurückgeblieben gehalten - bis sie mithilfe eines speziellen Computers tatsächlich lernt, mit anderen Menschen zu kommunizieren, genau wie ihr Vorbild Stephen Hawking. Das scheint ihr das Leben etwas leichter zu machen, aber dennoch ist es weiterhin unglaublich schwer für sie, akzeptiert zu werden und für ihre Ziele zu kämpfen. Dass sie es dennoch tut, ist ein weiterer Beweis dafür, was für einen starken Willen sie hat und dass sie eine große Vorbildsfigur ist.
Desweiteren hat mich die liebevolle Gestaltung und die Vielschichtigkeit der einzelnen Charaktere wirklich begeistert. Besonders kleinere Nebenfiguren wie zum Beispiel die junge Maria, die in Melodys Klasse geht und am Down-Syndrom leidet, musste ich einfach ins Herz schließen.
Obwohl ich gedacht habe, dass einige Geschehnisse sehr vorhersehbar wären, wurde ich schnell eines Besseren belehrt. Mit manchen Wendungen habe ich wirklich bis zuletzt nicht gerechnet, was das Buch für mich umso spannender machte. Der Plot konnte mich also ebenfalls vollends überzeugen.
Selten habe ich ein Kinderbuch gelesen, das mich so sehr berührt, gefesselt und aufgewühlt hat. Es ist eigentlich kein Kinderbuch, denn ich bin mir sicher, egal ob ihr acht Jahre alt seid oder achtzig, ihr werdet diese Geschichte genauso sehr lieben wie ich.


Fazit:
„Mit Worten kann ich fliegen“ ist einer von diesen Bücherschätzen, auf die man zufällig stößt und die einem dann nicht mehr aus dem Gedächtnis wollen. Eine wundervolle Geschichte mit einer umwerfenden Protagonistin, die aufwühlt und tief unter die Haut geht.
 Tut euch selbst einen Gefallen und lest dieses Buch!








Dienstag, 8. August 2017

[Rezension] Das Reich der sieben Höfe - Flammen und Finsternis


Autorin: Sarah J. Maas (aus dem Amerikanischen von Alexandra Ernst)
Verlag: dtv
Teil einer Reihe: 2/3
Seiten: 720
ISBN 978-3423761826
Preis: 19,95€ (Hardcover mit Schutzumschlag)

 
Inhalt:
Feyre hat überlebt. Sie hat Amarantha, die grausame Fae-Königin, besiegt und ist mit Tamlin an den Frühlingshof zurückgekehrt. Doch das scheinbar glückliche Ende täuscht. Tamlin verändert sich immer mehr und nimmt ihr allen Freiraum. Feyre hat Albträume, denn sie kann die schrecklichen Dinge nicht vergessen, die sie tun musste, um Tamlin zu retten. Und sie ist einen riskanten Handel mit Rhys eingegangen und muss nun jeden Monat eine Woche an seinem gefürchteten Hof der Nacht verbringen. Dort wird sie immer tiefer in ein Netz aus Intrigen, Machtspielen und ungezügelter Leidenschaft gezogen.


Meine Meinung:
Obwohl man nach dem Ende von Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen womöglich hätte denken können, alles sei soweit in Ordnung, wird gleich zu Beginn des zweiten Teils der internationalen Bestseller-Reihe schnell klar: nein, das ist es nicht. Man merkt sofort, dass die Protagonistin Feyre psychisch völlig am Ende ist, durch das, was sie am Ende des ersten Bandes getan hat. Und Tamlin, in den sie zuvor unsterblich verliebt war, wirkt plötzlich unglaublich besitzergreifend und entwickelt einen mehr als ausgeprägten Beschützungsinstinkt ihr gegenüber - man könnte fast sagen, er ist fast nicht mehr wiederzuerkennen. Im Laufe der Zeit wird zwar klar, dass sein Verhalten durchaus nachvollziehbar ist, aber dennoch ist Tamlin hier eindeutig nicht der Sympathieträger.
Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass es in diesem Buch teilweise nur schwer vorangeht. Gerade zu Anfang hatte ich oft das Gefühl, nicht besonders viele Seiten am Stück lesen zu können, obwohl die Handlung an sich dafür nicht verantwortlich zu sein schien. Desweiteren wurde das eigentliche Geschehen meiner Meinung nach zu häufig durch zu detaillierte Sexszenen unterbrochen. Natürlich ist Flammen und Finsternis ein Stück weit auch eine romantische Geschichte, aber die mit den romantischen Aspekten wurde meiner Meinung nach an einigen Stellen schlichtweg übertrieben. Natürlich ist das Geschmackssache, aber ich hätte mir gewünscht, dass in solchen Szenen weniger ins Detail gegangen worden wäre und der eigentliche Plot mehr Aufmerksamkeit bekommen hätte.


Dieses Buch ist wohl in vielerlei Hinsicht ganz anders als sein Vorgänger. Zum einen haben sich die Charaktere deutlich weiterentwickelt, was ich wirklich großartig finde. Zum anderen hat mich die Handlung mehrmals wirklich überrascht. Die Geschehnisse sind wirklich vollkommen unvorhersehbar und ich habe nicht selten schockiert die Luft angehalten, als es wieder einmal zu einer unerwarteten Wendung kam. Manchmal hat mich das Buch so gefesselt, dass ich es kaum noch aus der Hand legen wollte.
Besonders begeistert hat mich die tolle Atmosphäre, die Sarah J. Maas hier geschaffen hat. Ich persönlich habe mich stets gefühlt, als wäre ich mittendrin, und die Ortsbeschreibungen entführen den Leser in die entferntesten Welten, in denen man sich beinahe heimisch fühlt.


„Auf die Sterne, die zuhören – und auf die Träume, die wahr werden.“ - Rhysand auf Seite 388

Tja, und dann wäre da natürlich noch Rhysand. Wer Teil 1 gelesen hat, erinnert sich sicherlich noch an den Pakt, der besagt, dass Feyre jeden Monat eine Woche bei ihm am Hof der Nacht zu verbringen hat. Nun, ich will nicht zu viel vorwegnehmen, aber ich kann versprechen, dass ihr nach dem Lesen dieses Buches ganz anders über ihn denken werdet und dass auf jeden Fall einige Überraschungen auf euch warten. Und gerade gegen Ende hin wird es wirklich atemberaubend! Ich kann es auf jeden Fall kaum erwarten, bis der dritte und letzte Teil dieser Trilogie ins Deutsche übersetzt wird - leider gibt es aktuell aber noch kein Erscheinungsdatum, weswegen wir uns wahrscheinlich noch ein Weilchen gedulden müssen.
 
Fazit:
Auch der zweite Teil dieser Reihe konnte mich wieder vollauf begeistern. Obwohl ich durchaus etwas zu kritisieren habe, hat mich dieses Buch förmlich in den Bann gezogen und es herrschte eine grandiose Atmosphäre. Für Leute, die Fantasy und Romantik gleichermaßen lieben, ist dieses Buch ein absolutes Muss!

Sonntag, 6. August 2017

[Rezension] The Hate U Give


Autorin: Angie Thomas (aus dem Amerikanischen von Henriette Zeltner)
Verlag: cbt
Seiten: 512
ISBN 978-3570164822
Preis: 17,99€ (Hardcover mit Schutzumschlag)

 
Inhalt:
Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen...

 
Meine Meinung:
„The Hate U Give“ ist ein international gefeierter Bestseller, deswegen hat mich die deutsche Übersetzung natürlich sehr interessiert.
Es wird aus der Sicht der Protagonistin Starr erzählt, weswegen man sich von Anfang an gut in sie hineinversetzen kann. Man merkt gleich, wie sehr sie in einem inneren Konflikt zwischen Schwarz und Weiß steht, zwischen dem Ghetto-Viertel, in dem sie wohnt, und der überwiegend weißen Privatschule, auf die sie geht. Nirgendwo scheint sie sich so wirklich zugehörig zu fühlen und sie  kann nie wirklich sie selbst sein, denn sie versucht ständig, sich zu verstellen, um überall akzeptiert zu werden. Das mag unglaubhaft und übertrieben klingen, ist aber wirklich gut nachvollziehbar. Die Kluft zwischen den scheinbar völlig verschiedenen Welten, in denen sie lebt, wird schon im ersten Kapitel klar. Sie ist auf einer Party, auf der sie eigentlich gar nicht sein will. Die Feiernden machen sich über die Weißen lustig und es wird viel Slang geredet, was zwar erst gewöhnungsbedürftig wirkt, der Geschichte aber eine Menge Authentizität verleiht.
In Garden Heights geht es auch nicht gerade sicher zu, denn die Gegend ist voll von Drogendealern und Gangmitgliedern. So wird auch besagte Party von einer Schießerei durchbrochen, weswegen Starr und ihr Freund Khalil die Feier vorzeitig verlassen und sich in Sicherheit bringen wollen.

 
„Ich bemühe mich, nicht hinzusehen, wer angeschossen wurde und von wem. Wer nichts gesehen hat, kann auch keinen verpfeifen.“ – Kapitel 1, Seite 23

 
Während der Autofahrt nach Hause werden die beiden dann von einem Polizisten angehalten und der scheinbar unschuldige Khalil wird vor Starrs Augen erschossen. Von solchen Fällen hört man ja immer wieder und es war wirklich interessant, das alles mal aus der Sicht der Opfer zu erleben.
Die folgenden Wochen sind für Starr sehr hart. Sie hat einerseits eine Heidenangst vor der scheinbar skrupellosen Polizei, will andererseits aber unbedingt Gerechtigkeit für Khalil. Dazu kommt, dass eine ihrer besten Freundinnen sich immer mehr von ihr abzuwenden scheint und auch die Lage in Garden Heights spitzt sich immer mehr zu. Khalil wird von der Presse als Drogendealer dargestellt, der es „nicht anders verdient hat“, und der Polizist, der den wehrlosen Jugendlichen erschossen hat, als vermeintlich traumatisiertes Opfer. Das verursacht eine Reihe von Protesten und gewalttätigen Aktionen, von denen Starr aber zunächst nichts hält. Ihre inneren Konflikte werden dadurch, dass sie immer mehr Gerüchte über ihren ehemals besten Freund erfährt, die ihn immer befremdlicher wirken lassen, noch verstärkt. Dennoch tut sie alles, damit ihm Gerechtigkeit wiederfährt, und springt dabei auch über ihren eigenen Schatten.

Was mir besonders gut an diesem Buch gefallen hat, ist, dass wirklich nichts schöngeredet wird. „The Hate U Give“ ist nicht direkt ein spannender Abenteuerroman, sondern vielmehr die schockierende Realität. Es ist ebenso mitreißend wie authentisch und ich bin wirklich begeistert von der Idee, so eine Geschichte aus „anderer“ Perspektive zu erzählen. Das Protestieren, das Randalieren und vor allem die Wut aller Bewohner von Garden Heights und ähnlichen Gegenden scheint auf einmal so viel mehr Sinn zu ergeben. Es wird dem Leser mehrmals deutlich vor Augen führt, wie groß die Kluft zwischen den verschiedenen Gesellschaftsschichten zu sein scheint.
Dieser Roman lässt einen sowohl zutiefst empört als auch mit einem kleinen Hoffnungsschimmer zurück. Ich persönlich bin wirklich begeistert und habe nur minimale Kritikpunkte, wie zum Beispiel, dass die ganzen Verwandtschaftsverhältnisse am Anfang etwas schwer zu durchblicken sind.
Dennoch halte ich dieses Buch für wirklich lesenswert!

 
Fazit:
Mit „The Hate U Give“ hat Angie Thomas es geschafft, Fiktion und Realität auf meisterhafte Weise zu verknüpfen. Es ist eine Geschichte über Freundschaft, Hass und die  Ungerechtigkeit dieser Welt, schonungslos, ehrlich und direkt. Ein bewegendes Buch über ein brandaktuelles Thema, das dazu anregt, Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Die internationale Begeisterung, die dieser Roman ausgelöst hat, ist also auf jeden Fall nachvollziehbar!

Vielen Dank an den cbt-Verlag und die Verlagsgruppe Randomhouse für das Rezensionsexemplar!

Donnerstag, 3. August 2017

Lesemonat Juli 2017

Hallihallo ihr Lieben!
Hier kommt meine Lesestatistik für den Juli. Gelesen habe ich 12 Bücher mit insgesamt 5.104 Seiten, was ca. 165 pro Tag entspricht. Dadurch, dass ich viel an meinem eigenen Schreibprojekt gearbeitet habe, sind es trotz der Sommerferien nicht ganz so viele gewesen, wie ich zunächst erwartet habe. Aber egal, die Bücher selbst waren fast alle großartig. Hier seht ihr sie in chronologischer Reihenfolge aufgelistet:

-Magnus Chase - Das Schwert des Sommers
-Murks-Magie - Das verflixte Klassenzimmer
-Lasst uns schweigen wie ein Grab
-Der lange Weg nach Hause
-These Broken Stars - Lilac und Tarver
-Goth Girl and the ghost of a mouse
-Cavaliersreise - Die Bekenntnisse eines Gentlemans
-Illuminati (reread)
-Den Mund voll ungesagter Dinge
-Percy Jackson - Die Schlacht um das Labyrinth
-Percy Jackson - Die letzte Göttin
-The Hate U Give

Wie bereits gesagt, sind da wirklich so einige tolle Bücher dabei. Besonders beeindrucken konnte mich dabei aber „Lasst uns schweigen wie ein Grab“ und auch „Percy Jackson - Die letzte Göttin“ war einfach nur der Wahnsinn! Ein weiteres Highlight war für mich, an zumindest ein paar der Originalschauplätze in Rom (!) „Illuminati“, eines meiner absoluten Lieblingsbücher, rereaden zu können. Es sind auch ein paar tolle Fotos entstanden, die ihr euch auf meinem Instagram-Account ansehen könnt!

Es sind natürlich auch wieder ein paar Bücher bei mir eingezogen, und zwar folgende:
-Das inoffizielle Harry Potter-Buch der Zauberei
-Den Mund voll ungesagter Dinge
-The Hate U Give
-Liquidator (auf Englisch)
-The Sun is also A Star (auf Englisch)
-Helden des Olymp - Der verschwundene Halbgott

Soo, das war's auch schon wieder! Wie sieht euer Lesemonat aus?
Man liest sich!
Isabell

Montag, 31. Juli 2017

AQUILA : Wettbewerb für Blogger und Booktuber

Hallihallo ihr Lieben und herzlich willkommen zu einem Blogbeitrag der etwas anderen Art!
Der Loewe-Verlag  veranstaltet einen tollen Wettbewerb, bei dem man doch tatsächlich eine eigene Rolle in Aquila, dem neuen Thriller von Bestseller-Autorin Ursula Poznanski, gewinnen kann. Da muss ich natürlich unbedingt mein Glück versuchen! Besonders Erebos (klickt  hier für meine Rezension) hat es mir nämlich wirklich angetan und ich kann nicht in Worte fassen, wie unglaublich cool es wäre, selbst in einem Buch der Autorin aufzutreten!
Hier seht ihr meine Antworten auf die Fragen, die sich der Loewe-Verlag für den Wettbewerb ausgedacht hat. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!


Nika begibt sich für ihr Studium auf das Abenteuer „Siena“ in eine fremde Stadt, ohne ihre Familie, ohne Freunde – Hand aufs Herz: Hast du das auch schon einmal gemacht oder würdest es gerne tun?
Da ich selbst minderjährig bin, darf ich natürlich nicht allein verreisen. Um ehrlich zu sein, würde ich das aber auch nicht tun wollen, zumindest nicht ganz alleine. Natürlich würde ich später gerne einmal  unabhängig und ohne Familie verreisen, aber ich würde immer jemanden dabeihaben wollen. Abgesehen davon, dass mir dann vermutlich irgendwann langweilig werden würde, würde ich mich, glaube ich, auch ziemlich unwohl fühlen, wenn ich niemanden an meiner Seite hätte.


Stell dir vor: Du wachst auf, bist in deiner Wohnung eingeschlossen – ohne Schlüssel, Internet oder Telefon – und kannst dich nicht erinnern, wie du in diese Situation gekommen bist. Wie befreist du dich aus deiner Lage?
Ich glaube, zunächst einmal würde ich richtig panisch werden. Ich mag es überhaupt nicht, in einer Situation zu sein, die ich nicht einschätzen kann, vor allem, wenn ich dabei so hilflos fühlen würde wie in diesem Fall. Zugegebenermaßen ist das ein ziemlich beängstigendes Szenario. Aber wahrscheinlich würde ich mir selbst einreden, einen klaren Kopf zu bewahren, und versuchen, durch Klopfen oder Rufe irgendjemanden von außerhalb auf mich aufmerksam zu machen. Außerdem versuche ich, die Lage zu analysieren, mir zu überlegen, wo alles seinen Ursprung haben könnte. Bringt das alles nichts, würde ich vermutlich irgendein Fenster einschlagen und jemanden suchen, der mir helfen kann, zum Beispiel die Polizei.
 
Nika nutzt die Gebäude der Universität, Cafés, aber auch GPS zur Orientierung in Siena. Welche Möglichkeiten nutzt du, um dich in einer fremden Stadt zurecht zu finden?
Ich schätze, ich würde (zumindest, wenn ich zu Fuß unterwegs bin) ganz klassisch eine Karte benutzen und ansonsten versuchen, mich mit dem Handy, einem Navi oder der Hilfe anderer Leute zurechtzufinden. Wäre ich im Urlaub, würde ich mir vorher auch auf jeden Fall eine ungefähre Route zurechtlegen.
 
Deine Freundin ist verschwunden. Du willst sie bei der italienischen Polizei als vermisst melden. Wie schaffst du das trotz Sprachbarriere?
Um ehrlich zu sein, sind meine Italienischkenntnisse mehr als mangelhaft. Ich würde es wahrscheinlich zuerst auf Englisch versuchen und, wenn das nicht klappt, mit Brocken von Latein, das ich ja in der Schule lerne und das große Ähnlichkeiten mit der italienischen Sprache hat. Ich würde alles so durcheinandermixen, dass es einigermaßen verständlich ist, und wenn wirklich alle Stricke reißen und ich gar nicht verstanden werde, tippe ich zur Not mein Anliegen zuerst auf Deutsch in mein Handy und lasse es dann ins Italienische übersetzen.


 Irgendwie lösen die ersten Zeilen des Songs „Smells like teen spirit“ von Nirvana bei Nika starke Emotionen aus. Welcher „Ohrwurm“ hat das zuletzt bei dir geschafft?
Puh, das kann ich gar nicht so wirklich sagen. Zuletzt war das, glaube ich, Hedwig's Theme, ich liebe den Soundtrack von Harry Potter und besonders dieses Lied einfach. Jedes Mal, wenn ich es höre, kommen dieselben Gefühle wieder hoch und es ist und bleibt ein ständiger Ohrwurm.
 
Italien, enge mittelalterliche Gassen, eine nervenaufreibende Spurensuche und die hitzige Jagd nach der Lösung eines Rätsels –  In welchem Buch hast du dich schon einmal auf eine ähnlich spannende Reise gewagt?
Diese Frage kann ich ganz klar mit Illuminati von Dan Brown beantworten. Das Buch ist bei Bastei Lübbe erschienen und ist schlicht und ergreifend großartig. Für mich ist es eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe, und wenn Aquila auch nur ansatzweise so gut ist, dann freue ich mich wirklich unglaublich darauf, es zu lesen, sobald es erscheint!


Soo, das war's auch schon wieder mit meinen Antworten. Mir hat es wirklich Spaß gemacht und ich bin ein ganzes Stück neugieriger auf den Titel geworden. Natürlich drücke ich mir deshalb ganz fest die Daumen, wünsche aber auch allen bisherigen Teilnehmern viel Glück!
Ihr seid selbst Blogger oder Booktuber und wollt auch mitmachen? Dann lasst euch diese großartige Chance au keinen Fall entgehen! Noch bis zum 13. August könnt ihr euch bewerben. Alle weiteren Infos findet ihr hier.
Man liest sich!
Isabell

Samstag, 29. Juli 2017

Hogwarts Diary Tag

Hey ihr Potterheads da draußen!
Es tut mit leid, dass ich in den letzten Wochen gar nicht zum bloggen gekommen bin - aber natürlich war ich auch im Urlaub nicht ganz unfleißig und habe den Hogwarts Diary Tag von der lieben Lunatic Booklover für euch vorbereitet. Aufmerksam darauf geworden bin ich durch Lea von liberiarium und Philip von Book Walk.  Die beiden haben mir mit ihrem Youtube-Video einfach sofort Lust darauf gemacht, mich gedanklich wieder einmal nach Hogwarts zu begeben!
Ich wünsche euch viel Spaß mit meinen Antworten!



Dein Blutstatus: Reinblütig, Halbblut oder Muggelgeboren?
Ich würde mal sagen, muggelgeboren, da ich der einzige Harry-Potter-Fan in meiner Familie bin.

Dein Haus in Hogwarts: Gryffindor, Hufflepuff, Ravenclaw oder Slytherin?
Ganz klar Ravenclaw! Ich bin ein Bücherwurm, ein totaler Streber und teilweise sehr kreativ (auch wenn viele es als „verrückt“ bezeichnen…Pff!), was auch Pottermore so sieht. Ich glaube, jeder, der mich kennt, würde mich auch einfach sofort in diesem Haus sehen!

In welchem Schuljahr bist du? (Ab 11: Geh nach deinem Alter. Alle ab 18 haben freie Wahl)
Ich bin ja 14 Jahre alt, deswegen wäre ich vermutlich auch im vierten Schuljahr. (Komischerweise ist mein Brief aber IMMER NOCH NICHT gekommen. Dennoch vertrete ich  die Theorie, meine Eule hat sich nur verflogen.)

Ab Schuljahr 5: Bist du Vertrauensschüler/in (ab Jahr 7 Schulsprecher/in?)
Ich könnte mir auf jeden Fall vorstellen, Vertrauensschülerin oder Schulsprecherin zu sein, stelle mir das aber auch ziemlich anstrengend vor. Allein schon wegen des Badezimmers würde es sich aber lohnen!

Was für ein Haustier hast du und wie heißt es?
Ich hätte unglaublich gerne einen kleinen Waldkauz und einen Pygmy Puff! Und ich könnte mir vorstellen, sie „Luna“ und „Florean“ zu nennen…

Was für einen Zauberstab hast du?
Laut Pottermore ist er aus Fichtenholz mit der Schwanzfeder eines Phönix, 13 ¾ Zoll lang und leicht federnd und flexibel. Außerdem besitze ich eine Replik von Queenie Goldsteins Zauberstab, der einfach nur wunderschön ist!

Winkelgasse: Welche Läden besuchst du gerne?
Also erstmal natürlich Flourish & Blott's (vermutlich würde ich den Laden vor lauter Begeisterung gar nicht verlassen können), dann Weasley's Wizard Wheezes, Madam Malkin's und Eeylops Eulenkaufhaus. Zum Schluss gönne ich mir noch einen großen Eisbecher bei Florean Fortescue und werfe vielleicht einen klitzekleinen Blick in die Nokturngasse…

Welche Bücher aus der Zaubererwelt sind Pflichtlektüre?
Auf jeden Fall „Quidditch im Wandel der Zeiten“, „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ und „Die Märchen von Beedle dem Barden“, aber auch „Hogwarts: A History“ (man merkt, ich liebe Hermine) fände ich sehr interessant. Aber natürlich würde ich jedes einzelne Buch aus der Zaubererwelt gerne lesen!

Auf nach Hogwarts. Womit vertreibst du dir im Hogwarts Express die Zeit?
Vermutlich mit einem Buch oder dem Tagespropheten, ein paar Süßigkeiten und mit meinen Zaubererfreunden und Hauskameraden.

Welche ist deine Lieblingssüßigkeit?
Schokofrösche! Erstens liebe ich Schokolade (Na ja, wer tut das nicht), zweitens gehören Schokofrösche zu den wenigen Süßigkeiten, die keine „Nebenwirkungen“ hervorrufen. Alternativ finde ich Bertie Bott's Bohnen ziemlich cool, aber auch sehr, sehr riskant…Ich glaube, am liebsten würde ich mich einfach mal durch Honeydukes hindurchfuttern!

Wie sieht dein Stundenplan aus?
In der Hinsicht bin ich wie Hermine, ich würde einfach so ziemlich alle Fächer gerne belegen. Jedes Gebiet der Zauberei ist auf seine eigene Weise faszinierend und ich würde einfach nichts verpassen wollen!


Lieblingsfach?
Zauberkunst und Verwandlung, wobei mir Pflege magischer Geschöpfe bestimmt auch viel Spaß machen würde.

Hassfach?
Puh, eigentlich würde ich fast alle Fächer gerne belegen! Ich glaube aber, dass zum Beispiel Astronomie nichts für mich wäre.

Lieblingslehrer?
Das sind soo viele! Natürlich Professor Dumbledore und Professor McGonagall, aber auch Lupin liebe ich einfach und auch Flitwick und Sprout sind mir sehr sympathisch.

Hasslehrer?
Dolores Umbridge und Gilderoy Lockhart. Argh, ich hasse sie beide!

Was für einen Besen fliegst du?
Auf jeden Fall keinen Rennbesen, da ich ein von Natur aus sehr unfallgefährdeter (und  unsportlicher) Mensch bin…Deswegen vermute ich mal, es wird so ein mittelklassiges Ding sein, mit dem man aber gut durch die Gegend fliegen kann. (Das reizt mich auch ehrlich gesagt mehr, als selbst Quidditch zu spielen.)

Welcher ist dein Lieblingszauberspruch?
Auch das ist eine sehr schwierige Frage, aber ich glaube, ich mag „Accio“ und „Expecto Patronum“ am liebsten. Und natürlich „WinGARdium LeviOsa“!

Welchen Trank bereitest du am liebsten zu?
Am interessantesten finde ich persönlich den Vielsafttrank, aber es wäre mir, glaube ich, zu riskant, ihn selbst zuzubereiten, zumal die Verwandlung ziemlich schmerzhaft zu sein scheint. Wahrscheinlich würde ich mich deshalb eher am Felix Felicis versuchen, um mir selbst oder anderen den Tag zu versüßen!

Was ist dein Patronus?
Laut Pottermore ist mein Patronus ein Husky.

Welches Tierwesen aus dem Unterricht findest du interessant?
Seit dem Film „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ habe ich eine eindeutige Schwäche für Niffler!

Wonach riecht dein Amortentia?
Nach warmer Schokolade, dem Papier von alten Büchern und frisch gebackenem Kuchen…

Welche Gestalt hat dein Irrwicht?
In der Hinsicht bin ich Ron sehr ähnlich: Ich habe eine Heidenangst vor Spinnen und Krabbeltieren aller Art, da läuft es mir beim bloßen Gedanken gleich kalt den Rücken herunter! Ich würde aber auch auf gar keinen Fall wollen, dass meiner Familie etwas passiert, deswegen vermutlich eine Kombination aus beidem.

Wie würde deine Clique aussehen?
Ich glaube, ich würde mich sehr gut mit dem goldenen Trio verstehen, insbesondere mit Hermine natürlich, aber auch mit Luna und Neville wäre ich unheimlich gerne befreundet!

Hast du eine Liebesgeschichte?
Ich habe eindeutig eine Schwäche für Newt Scamander aus „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ ! Leider ist er, glaube ich, etwas zu alt für mich. Fangirls haben es in dieser Hinsicht wirklich hart. . .

Wo hältst du dich im Schloss am liebsten auf?
Ich weiß gar nicht, wo ich da anfangen soll! Natürlich erst mal auf jeden Fall in der großen Halle, die hat mich in den Warner Bros. Studios einfach umgehauen und ist einfach nur ein so wunderschöner und magischer Ort! Außerdem würde ich liebend gerne Zeit im Ravenclaw-Gemeinschaftsraum verbringen oder einfach nur durch die Gänge schlendern.

Was sind deine Freizeitaktivitäten?
Ich würde wahrscheinlich genau wie im echten Leben eine Menge Zeit in der Bibliothek verbringen und ansonsten irgendetwas mit Freunden unternehmen.

Erhältst du den Tagespropheten oder den Klitterer?
Sowohl als auch! Ich würde wirklich beide Zeitschriften sehr gerne lesen, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein können.

Spielst du Quidditch? Welche Position? Oder bist du eher Zuschauer?
Vermutlich wäre ich eher Zuschauer und würde selbst nur so zum Spaß Quidditch spielen.

Was ist das Thema deiner Abschlussarbeit?
Darüber habe ich mir ehrlich gesagt noch nie Gedanken gemacht, aber ich könnte mir vorstellen, entweder über irgendetwas Geschichtliches, zum Beispiel die Veränderung des Verhältnisses zwischen Zauberern und Muggeln, oder aber über irgendwelche Tierwesen zu schreiben.

Deine Zukunft in der Zaubererwelt?
Ich glaube, ich würde gerne beim Tagespropheten arbeiten oder aber meine eigene Zeitschrift bzw. meine eigenen Bücher veröffentlichen.


So ihr Lieben, das war's auch schon wieder. Ich hoffe, das Lesen hat euch ebenso viel Spaß gemacht wie mir das Beantworten der Fragen! Wie hättet ihr euch entschieden und könnt ihr meine Entscheidungen nachvollziehen?
Man liest sich!
Isabell

Donnerstag, 13. Juli 2017

[Rezension] Liquidator

Autor: Andy Mulligan (aus dem Englischen von Uwe-Michael Gutzschhahn)
Verlag:  Rowohlt Taschenbuch Verlag
Seiten: 352
ISBN 978-3499217241
Preis: 16,99€ (Hardcover)

Inhalt:
LIQUIDATOR heißt der brandneue, beliebte Energydrink für Sieger! Er schmeckt fantastisch, alle trinken ihn – er macht praktisch süchtig. Aber keine Sorge: Der Getränkekonzern hat die Zutaten schließlich an ein paar armen Kindern in Afrika getestet. Dass eines davon gerade an den Folgen stirbt, muss ja keiner wissen. Es DARF keiner wissen! Und als Vicky, Katkat, Ben und ein paar andere bei ihrem Schulpraktikum zufällig auf diese furchtbare Wahrheit stoßen, ist der Konzern fest entschlossen, auch sie aus dem Weg zu schaffen. Doch Vicky und ihre Freunde besitzen mehr Siegerqualitäten, als LIQUIDATOR verspricht.

Meine Meinung:
Obwohl mir „Liquidator“ von einer Freundin wärmstens empfohlen wurde, habe ich zunächst zugegebenermaßen eher einen mittelmäßigen Kinder-Thriller erwartet. Dass ich damit völlig falsch lag, wurde mir jedoch schnell klar.
Das Buch wird aus sehr vielen verschiedenen Perspektiven erzählt, womit ich mich normalerweise immer schwer tue, da ich persönlich der Meinung bin, so etwas kann, wenn mit den Perspektivenwechseln übertrieben wird, massiv den Lesefluss stören. Hier jedoch passt es perfekt, da es eine sehr vielschichtige Geschichte ist. Zu Beginn geht es letztendlich nur um die neuen Praktikumsplätze der jeweiligen Charaktere, doch nach und nach fließen die Handlungsstränge zusammen und jede Figur spielt, auch wenn man es zunächst nicht erwartet hätte, eine wichtige Rolle. Dabei hat mich besonders beeindruckt, dass trotz der vielen Figuren (und somit Sichtweisen) die eigentliche Handlung nie aus den Augen verloren wird. Sobald man die Charaktere einmal richtig „kennengelernt“ hat, liest sich das Buch wie von selbst.
Womit wir auch gleich zum nächsten Punkt kommen, dem Schreibstil. Teilweise wird der Leser direkt angesprochen, was einerseits etwas kindlich wirkt, andererseits aber auch zum Erzählalter der Protagonisten passt.
 Dennoch ist dieses Buch nicht nur für junge Leser und Leserinnen: Die brandaktuelle Thematik und die spannende, gut durchstrukturierte Handlung macht „Liquidator“ zu einem mitreißenden Leseerlebnis für Personen jeden Alters.
Aber dieser Thriller bietet nicht nur beste Unterhaltung, sondern regt auch zum Nachdenken an. Denn wer kennt dieses Gefühl nicht, sich manchmal von aktuellen Trends und Werbung betrogen zu fühlen? Vielleicht ignoriert man aber auch einfach nur die Folgen und Hintergründe von gewissen Dingen, um es selbst einfacher zu haben? Das ist hier nicht möglich, soviel steht fest. Die Geschichte des kleinen Jamie, der als Versuchskaninchen für den beliebten Energy-Drink „Liquidator“ herhalten musste und nun todkrank ist, lässt einen so schnell nicht mehr los.
Teilweise hat mir das Buch eine richtige Gänsehaut beschert und konnte mich außerdem zutiefst berühren. Der Gedanke, dass all das in Wirklichheit hätte passieren können (und mit ziemlicher Sicherheit so oder ähnlich auch schon passiert ist, bloß mit ganz anderen Folgen), bleibt noch lange nach der letzten Seite.
Obwohl mich das Buch insgesamt wirklich sehr beeindruckt hat, habe ich einen  kleinen Kritikpunkt. Wenn man das Alter der Protagonisten (zwischen 13 und 14 Jahren) bedenkt, wirkt das, was sie getan haben,  teilweise etwas unrealistisch. So zum Beispiel die Tatsache, dass ein LKW-Fahrer die Teenager mitten in der Nacht ein Stück über die Autobahn mitgenommen hat, ohne sich über die Tatsache zu wundern, dass sie nicht in Begleitung eines Erziehungsberechtigten sind - oder aber, dass sie es schaffen, als Klempner / Bühnenarbeiter zu gelten, als sie versuchen, sich auf einem Charity-Konzert einzuschleichen.
Dennoch bin ich wirklich sehr begeistert von diesem Buch und ich kann es nur wärmstens weiterempfehlen, da es meiner Meinung nach viel mehr Aufmerksamkeit verdient hat!

Fazit:
„Liquidator“ ist ein mitreißender All-age-Thriller, der sowohl mit interessanten und vor allem verschiedenen Charakteren als auch mit einem gut durchstrukturiertem Plot überzeugen kann. Spannende und bewegende Lesestunden garantiert!

Samstag, 8. Juli 2017

[Rezension] Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen


Autorin: Sarah J. Maas (Aus dem Amerikanischen von Alexandra Ernst)
Verlag: dtv
Teil einer Reihe: 1/3
Seiten: 480
ISBN 978-3-423-76163-5
Preis: 18,99€ (Hardcover)

Inhalt:
Sie hat ein Leben genommen. Jetzt muss sie mit ihrem Herz dafür bezahlen.
Die junge Jägerin Feyre wird in das sagenumwobene Reich der Fae entführt. Nichts ist dort, wie es scheint. Sicher ist nur eins: Sie muss einen Weg finden, um ihre Liebe zu retten. Oder ihre ganze Welt ist verloren.

 Meine Meinung:
Die Reihe „Das Reich der sieben Höfe“ ist schon lange ein Weltbestseller und wird international gefeiert und in den höchsten Tönen gelobt, deshalb war ich natürlich umso gespannter auf die deutsche Übersetzung.
Allein schon das Cover hat mir die Sprache verschlagen: Der durchsichtige Schutzumschlag hat einen tollen 3D-Effekt, der das Buch von außen zu einem absoluten Hingucker macht, und auch die Farben sind wunderschön und passen zum Titel.
Kommen wir zum Inhalt: Der Einstieg in die von Sarah J. Maas erschaffene Welt rund um Prythian und das Verhältnis zwischen Menschen, Fae und High Fae fiel mir am Anfang zugegebenermaßen etwas schwer. Manche Begriffe klangen für mich zunächst sehr befremdlich und es dauerte eine Weile, bis ich mich in dem Buch zurechtgefunden habe. Die Einstiegsszene erinnert zunächst an „The Hunger Games“ von Suzanne Collins: Ein armes, verhungerndes Mädchen geht mit Pfeil und Bogen jagen, um ihre Familie vor dem sicheren Tod zu bewahren. Ab Kapitel 2 geht das Ganze dann schon in eine völlig andere Richtung. Es tun sich deutliche Parallelen zu „Die Schöne und das Biest“ auf, die sich über den ganzen Verlauf des Buches ziehen, was mir sehr gut gefallen hat, da ich ein großer Fan von Märchen-Adaptionen bin. Nichtsdestotrotz hatte ich nie das Gefühl, die Handlung sei vorhersehbar.

 Gleich zu Anfang der Geschichte werden die Fae als schreckliche und grausame Wesen dargestellt, indem zum Beispiel die Dorfbewohner irgendwelche Schauergeschichten erzählen.  Als Feyre dann nach Prythian kam, war ich deshalb umso gespannter, wie sie in dieser für sie völlig fremden Welt zurechtkommt. Ihr Entführer Tamlin behandelt sie sehr zuvorkommend, was diesem Bild der grausamen Menschenmörder widerspricht. Die Fae des Frühlingshofes erschienen mir sogar relativ sympathisch, und nach und nach schließt man einige von ihnen wirklich ins Herz. Und letztendlich merkt man auch, dass die Perfektion der Fae ihre Grenzen hat.

 Eine tragende Rolle in diesem Buch spielt natürlich die Liebesgeschichte. Hierbei hat mir besonders gut gefallen, dass es nicht von kitschigen Beschreibungen nur so trieft. Der Umschwung von Feyres Hass gegenüber ihrem Entführer bis hin zur tatsächlichen Liebe hat mir eigentlich recht gut gefallen, auch wenn teilweise noch etwas mehr Gedanken und Gefühle von ihr schön gewesen wäre.
Der mit Abstand beste Teil ist meiner Meinung nach jedoch der Showdown, während dem Feyre sich drei Aufgaben stellen muss, um Prythian zu retten. Das Buch wurde wirklich von Seite zu Seite spannender und ich konnte es im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr aus der Hand legen, weil ich wie gefangen in dieser Welt war und mich das Schicksal von Feyre, Tamlin und all den anderen nicht mehr losgelassen hat. Hinzu kommen noch die ganzen Plot Twists,  die den Leser den Atem anhalten lassen. Auch die moralischen Fragen, denen sich unsere Hauptfigur immer wieder stellen muss, machen dieses Buch zu einem ganz besonderen Leseerlebnis. Anhand der Entscheidungen, die Feyre trifft, merkt man deutlich, dass sie sich, auch wenn es zunächst vielleicht nicht so schien, deutlich von anderen Protagonisten unterscheidet.
Was mich ein wenig irritiert hat, ist die Tatsache, dass das Buch ein so abgeschlossenes Ende hat. Ich hätte eher einen Cliffhanger erwartet, der einen am Boden zerstört zurücklässt, aber  tatsächlich hätte dieses Buch auch problemlos als Einzelband durchgehen können.
Dennoch bin ich mehr als begeistert von dem Buch und freue mich schon wahnsinnig auf die Fortsetzung „Flammen und Finsternis“, die voraussichtlich am 04.08.2017  erscheint.

 Fazit:
„Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen“ ist ein mitreißender Fantasy-Roman, der unter die Haut geht  und noch lange im Gedächtnis bleibt. Der internationale Hype um diese Serie ist absolut berechtigt, denn trotz kleiner Kritikpunkte hat Sarah J. Maas mit diesem Buch ein ebenso außergewöhnliches wie mitreißendes Werk geschaffen. Eine ganz klare Leseempfehlung meinerseits!

 

Dienstag, 4. Juli 2017

Lesemonat Juni 2017


Hey ihr Lieben!
Hier kommt mein Lesemonat Juni. Diesen Monat sind es 17 Bücher mit insgesamt 5.840 Seiten geworden, was ca. 195 Seiten pro Tag entspricht.
Hier findet ihr eine Auflistung aller gelesenen Titel:

-Percy Jackson - Diebe im Olymp (reread)
-Percy Jackson - Im Bann des Zyklopen (reread)
-Percy Jackson - Der Fluch des Titanen
-Weil ich Layken liebe
-Elanus
-Der Theoretikerclub
-Apple & Rain
-George
-Nur 6 Sekunden
-Evolution - Die Stadt der Überlebenden
-GoodDreams - Wir kaufen deine Träume
-Die längste Nacht
-Young Sherlock Holmes - Der Tod liegt in der Luft
-Opfer
-Harry Potter and the Philosopher's Stone - Ravenclaw Edition (reread)
-Liquidator
-Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen

Meine Monatshighlights sind Liquidator und Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen, beides großartige Bücher, zu denen ich auch noch Rezensionen posten werde.
Neu einziehen durften diesen Monat sieben Bücher, wobei nur die ersten zwei Bücher der Liste selbstgekauft sind, die restlichen fünf habe ich bei der #liesdichweg-Aktion der Thalia-Buchhandlungen gewonnen:

-Harry Potter and the Philosopher's Stone (Ravenclaw Edition)
-Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen
-Tote Mädchen lügen nicht - Filmausgabe
-Sieh nichts Böses
-Der Galgen von Tyburn
-9 Tage wach
-Feel Again (wird gerade auf meinem Instagram-Account verlost, da ich das Buch schon besitze)


Man liest sich!
Isabell

Freitag, 30. Juni 2017

[Rezension] Das Juwel - Der Schwarze Schlüssel

Autorin: Amy Ewing (aus dem amerikanischen Englisch von Andrea Fischer)
Verlag: Fischer FJB
Teil einer Reihe: 3/3
Seiten: 400
ISBN 978-3841440198
Preis: 18,99€ (Hardcover)

Inhalt:
Violet und der Geheimbund Der Schwarze Schlüssel bereiten einen Angriff auf den Adel vor, und Violet soll eine zentrale Rolle dabei spielen. Sie muss die jungen Frauen anführen, die die Auktion manipulieren und die Mauern der Einzigen Stadt zum Einstürzen bringen sollen. Doch Violet ist hin- und hergerissen. Ihre Schwester Hazel ist im Palast der Herzogin vom See gefangen. Um ihre Schwester zu retten, muss sie ihre Freunde und die gute Sache im Stich lassen und in das Juwel zurückkehren.

Meine Meinung:
Endlich habe ich ihn auch, den lang ersehnten dritten Teil der Juwel-Trilogie! An das große Finale hatte ich natürlich  hohe Erwartungen - und die wurden zu großen Teilen auch erfüllt!
Gleich zu Beginn ist das Buch schon  spannend und man kann sofort wieder in die Geschichte einsteigen. Im Vergleich zu den Vorbänden ist „Der Schwarze Schlüssel“ sehr vollgepackt mit Handlung (wenn auch nicht überladen!), weswegen es größtenteils schnell vorangeht. Der Schreibstil war wie in den Vorbänden sehr einfach gehalten, aber ich muss dennoch betonen, dass mir hier zum Beispiel weniger Wortwiederholungen aufgefallen sind und dass sich das Buch insgesamt sehr flüssig lesen ließ. Durch die vielen Schockmomente und Plot Twists herrschte bei mir die ganze Zeit der Drang, unbedingt weiterlesen zu müssen, und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Wirklich gut gefallen hat mir auch, wie sehr sich einige Charaktere hier weiterentwickelt haben. So hat zum Beispiel Carnelian, die sonst so schlechtgelaunte Nichte der Herzogin vom See, mich sehr beeindruckt und ich bin mir sicher, dass sie vielen Lesern, die sie in „Die Gabe“ nicht mochten, hier trotzdem zumindest in Ansätzen sympathisch sein wird. Ich persönlich finde es wirklich toll, dass Carnelian hier eine größere Rolle bekommt und zeigen kann, was in ihr steckt.
Auch die positiven Seiten des Adels und des Juwels werden in diesem Buch etwas näher beleuchtet, was einen das Geschehen aus einem interessanten Blickwinkel betrachten lässt. Ich hatte außerdem das Gefühl, dass dieses Buch deutlich tiefgründiger ist als die Vorbände und ich hatte teilweise richtig Gänsehaut.
Ich habe jedoch auch ein paar Kritikpunkte. An einigen Stellen wirkte die Protagonistin Violet für mich etwas „platt“ und ich hätte mir gewünscht, dass ihr Charakter noch ein wenig mehr zum Vorschein gekommen wäre. Teilweise wirkte es fast schon so, als wären einige Nebenfiguren besser ausgearbeitet gewesen. Noch mehr gestört hat es mich, dass die finale Schlacht viel zu schnell abgehandelt wird. Vom Ablauf her hat mir zwar alles sehr gut gefallen, aber dass der Kampf im Vergleich zum Rest der Handlung so kurz ist, war für mich persönlich  etwas unrealistisch. Wirklich schade finde ich auch, dass so viele Charaktere in diesem Buch gar nicht mehr auftauchen. So habe ich zum Beispiel Lily, die Violet in den Vorbänden mehrmals geholfen hat und außerdem ihre Freundin in Southgate war, wirklich vermisst. Sie wird mehrmals erwähnt, aber sie taucht weder in der Schlacht auf noch erfährt man später, was mit ihr geschehen ist. Dabei war sie in „Die weiße Rose“, um es spoilerfrei auszudrücken, noch in Lebensgefahr. Auch Violets Mutter hat mir irgendwie gefehlt - zumindest am Ende hätte sie meiner Meinung nach kurz auftauchen können.
Am meisten beschäftigt hat mich jedoch die Frage, was jetzt aus der Einzigen Stadt wird und vor allem, was eigentlich mit der Welt außerhalb der Insel ist. Existiert dort eine Zivilisation, wie wir sie kennen? Oder wurde die Welt von Naturkatastrophen etc. zerstört? Spielt das alles vielleicht sogar in einem Paralleluniversum und die Menschheit, wie wir sie kennen, hat niemals existiert? Das alles sind offene Fragen, die ich persönlich -zumindest zum Teil - gerne beantwortet gesehen hätte.
Insgesamt hat mir das Buch dennoch sehr gut gefallen und ich finde, dass es ein würdiger Abschluss für die Reihe ist.

Fazit:
Der dritte und letzte Teil der „Juwel“-Trilogie konnte mich trotz meiner Kritikpunkte überzeugen. Sowohl die Tiefgründigkeit als auch die mitreißende  Handlung sorgen noch einmal für spannende Lesestunden vor dem Ende einer nicht perfekten, aber dennoch tollen Reihe.

Montag, 26. Juni 2017

20 Jahre voller Magie - Das Phänomen Harry Potter

Hallo ihr Potterheads da draußen!
Wie ihr vielleicht wisst, feiert Harry Potter heute Geburtstag!
Vor genau 20 Jahren veröffentlichte Bloomsbury Publishing das erste Buch mit einer Auflage von gerade mal 500 Exemplaren - heute ist die Reihe längst weltberühmt.
Aber wie ist es dazu gekommen und was macht die Reihe so beliebt?
All das und mehr wird in diesem Beitrag näher beleuchtet werden.








Harry Potter and the Philosopher´s Stone erschien erstmals am 26.06.1997 bei Bloomsbury. Auf dem Bild seht ihr eine der seltenen Erstausgaben: Nur 500 Hardcover, die heute als heiß begehrte und extrem wertvolle Sammlerstücke gelten, und wenige tausend Taschenbücher sollen zunächst produziert worden sein.
1998 erschien der erste Band unter dem Titel Harry Potter und der Stein der Weisen beim deutschen Verlag Carlsen. Die Übersetzung aller sieben Bücher stammt von Klaus Fritz.


Der erste Teil der Reihe gilt bis heute als der Beliebteste und es gibt unzählige Übersetzungen, unter anderem sogar ins Lateinische und Altgriechische.
Obwohl J.K. Rowlings Manuskript zunächst von mehreren Verlagen abgelehnt wurde, ist die Harry Potter-Reihe aus dem Leben vieler Fans kaum noch wegzudenken. Über 450 Millionen Mal wurden die Bücher schon verkauft!


Aber es blieb nicht nur bei den Büchern. Warner Bros. verwandelte die Reihe in acht Blockbuster-Filme, außerdem veröffentlichte J.K. Rowling drei Zusatzbände aus der Hogwarts-Bibliothek: Die Märchen von Beedle dem Barden, Quidditch im Wandel der Zeiten und Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind. Im November 2016 erschien ein gleichnamiger Film, der der Auftakt einer fünfteiligen Reihe rund um den Zauberer Newt Scamander ist. Seit Sommer 2016 wird im Londoner Palace Theatre das Theaterstück Harry Potter and the Cursed Child gespielt, welches an die Ereignisse im Epilog des letzten Teils anknüpft. Das Skript dazu wurde in Buchform veröffentlicht.


Wie ihr seht, wächst das Universum von Harry Potter von Jahr zu Jahr immer mehr und bietet den Fans ungeahnte Möglichkeiten.
Für mich persönlich bedeutet Harry Potter nicht nur das Eintauchen in eine fremde Welt, sondern auch, dass es okay ist, anders zu sein, dass das Leben voller Magie steckt und dass das Gute letztendlich immer gegen das Böse siegt (auch wenn nicht alles schwarz-weiß ist). Ich liebe Harry Potter, weil diese Geschichte für mich etwas unglaublich Reales hat und weil sie voller ungeahnter Emotionen steckt. Harry Potter ist für mich mehr als nur eine Geschichte. Es ist wie ein zweites Zuhause für mich geworden.
Und egal, wie sehr ich die anderen Teile liebe, alles beginnt bei Philosopher´s Stone. Deswegen besitze ich von diesem Buch auch die meisten Ausgaben und möchte sie euch hier stellvertretend für all die verschiedenen Ausgaben, die es gibt, vorstellen:





Harry Potter und der Stein der Weisen (deutsch)
Hier seht ihr das allererste Harry Potter-Buch, das ich je besessen habe. Es ist eine schon ziemlich alte Ausgabe von Carlsen, die meine Eltern besessen haben und die ich mir dann unter den Nagel gerissen habe. Ich liebe das Buch vor allem, weil es irgendwie eine tolle alte Atmosphäre ausstrahlt und es sich einfach gut anfühlt, es in den Händen zu halten und darin zu blättern.
(Hardcover: ca. 16€)



Harry Potter and the Philosopher´s Stone (englisch)
Diese etwas neuere Taschenbuch-Version von Bloomsbury stammt aus einem Schuber, die Bücher dieser Ausgabe sind aber auch jeweils im Einzelhandel erhältlich. Ich liebe diese Ausgaben besonders für die wunderschönen Cover und die leuchtenden Farben! Außerdem enthalten sie am Ende ein paar tolle Extras.
(Einzelpreis für Teil 1: ab ca. 7-8€)


Harry Potter und der Stein der Weisen (illustriert)
In diese von Jim Kay illustierte Sonderausgabe habe ich mich gleich verliebt, als ich sie zum ersten Mal  gesehen habe! Die Illustrationen sind einfach nur wunderschön und alles ist genau so, wie man sich es vorstellt! Das Buch ist zwar ziemlich teuer, aber dennoch lohnt es sich meiner Meinung nach wirklich, da es nicht nur die Geschichte, sondern wahre Kunstwerke enthält. Die deutsche Ausgabe dieses Buches ist im Carlsen-Verlag erschienen.
(Preis: 26,99€)

Harry Potter and the Philosopher´s Stone (Ravenclaw Edition)
Zum 20jährigen Jubiläum von Harry Potter wurden wunderschöne neue Ausgaben für jedes einzelne Hogwarts-Haus herausgegeben. Ich bin seit kurzem stolze Besitzerin der Ravenclaw-Hardcover-Version und ich liebe dieses Buch einfach! Nicht nur, dass es wunderschön gestaltet ist, nein, es enthält auch alle möglichen Extras rund um das Haus Ravenclaw!
(Preis: ab ca. 14€)




Auf meinem Instagram-Account habe ich außerdem ein paar von euch gefragt, was Harry Potter für euch bedeutet. Hier seht ihr (womöglich leicht gekürzte) Antworten, die ich erhalten habe:


Lara, 16, Niederlande
Ich liebe es, wie man einfach nur aus der Realität in eine völlig andere Welt flüchten kann, während man Harry Potter liest oder guckt. Auch, wenn du in deinem Leben eine harte Zeit durchmachst, Hogwarts wird immer da sein, um dich zuhause willkommen zu heißen.


Für mich ist es so, wenn ich ein Harry Potter Buch lese, dann fühlt es sich an, als wäre man mit dabei, ein bisschen so, als wäre man selbst Schüler. [. . .] Harry Potter zu lesen ist, als würde man Urlaub machen, man vergisst einfach alles um sich herum. Ich könnte mir niemals vorstellen, ein Buch wegzugeben. . .Was aber fast das Schönste an Harry Potter ist, sind diese verschiedenen Charaktere. Ich persönlich könnte mir kein Buch vorstellen, in dem ein Voldemort fehlt oder eine Hermine.


Kaya von my.bookheaven
Ich finde an Harry Potter ist das beste, dass man in eine Welt eintauchen kann, die so genial ausgearbeitet ist und in der man sich einfach sofort wohlfühlt. [. . .]


Harry Potter bedeutet für mich Kindheit. Ich kenne keine anderen Bücher, die so vielschichtig und detailliert sind. Bei Harry Potter passt einfach alles zusammen. Es wird nie langweilig, egal wie oft man die Bücher gelesen oder die Filme geschaut hat. Die Geschichte hat schon so viele Generationen begeistert und das wird sie ganz sicher weiterhin tun. Harry Potter ist etwas ganz Besonderes.


Wie man sieht,  ist Harry Potter nicht nur für mich mehr als eine Geschichte. 20 Jahre sind da erst der Anfang - und egal, wie es in den nächsten 20 Jahren aussehen wird, für viele Fans wird Harry Potter immer eine Herzensangelegenheit bleiben, bis ganz zum Schluss.



















Mittwoch, 21. Juni 2017

[DIY] Armbemalung a la Bianka


Hallihallo ihr Lieben!
Wer der lieben Bianka von Biankas Bücher Blog auf ihrer Instagram-Seite folgt, hat mit Sicherheit schon ihre tollen Armbilder gesehen, bei denen sie ihren Arm mit dem Cover eines Buches bemalt. Ich jedenfalls bin ganz verzaubert von ihren Bildern und habe beschlossen: Das möchte ich auch ausprobieren. Gesagt, getan!
Hier werde ich euch einen kleinen Einblicke in die Ergebnisse meines ersten Versuches geben:

Zum Start habe ich mir das Buch Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green ausgesucht, das eines meiner absoluten Lieblingsbücher ist und außerdem ein recht schlichtes Cover hat, was mir als blutige Anfängerin in der Kunst der Armbemalung natürlich sehr gelegen kam.
Zunächst einmal habe ich den Arm in einem schlichten Blau, der Grundfarbe des Covers, bemalt.




Anschließend habe ich den oberen Teil meines Arms mit einem etwas dunkleren und den unteren Teil mit einem etwas helleren Blauton bepinselt, um einen Farbverlauf zu erzeugen. (Im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass der Verlauf etwas stärker zu sehen sein könnte - aber nun ja, es war ja schließlich mein erster Versuch.)


Danach ging es an die Details. Mit einem sehr dünnen Pinsel und weißer Acrylfarbe habe ich zuerst die Skyline, die man am unteren Rande des Covers sieht, nachgezeichnet (wobei ich gestehen muss, dass ich mich da nicht gänzlich ans Original gehalten habe) und dann die kleinen Sterne, die man überall sieht, aufgetragen.


Ganz zum Schluss wollte ich eigentlich meine Nägel rot lackieren, um die rote Schrift auf dem Cover zu symbolisieren, aber wider Erwarten schimmerte der Nagellack durchsichtig, sodass dunkle Farbreste auf den Nägeln zu erkennen waren. Deshalb habe ich auch hierfür Acrylfarben verwendet.





Noch ein paar Korrekturen - und fertig war das *hust* Meisterwerk! Hier seht ihr das fertige Ergebnis, wie es dann auch auf meinem Instagram-Account thebookishniffler zu sehen ist:

Dafür, dass es mein allererster Versuch war, bin ich eigentlich ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Mir jedenfalls hat es total Spaß gemacht, meinen Arm zu bemalen, und ich werde es sicherlich bald mal wiederholen! (Auch wenn das Abwaschen kein Vergnügen war. . .)
Ich hoffe, euch hat mein kleiner Beitrag gefallen. Schaut auch unbedingt mal bei Bianka vorbei!

Man liest sich!
Isabell

Freitag, 16. Juni 2017

Mein Tag in den Warner Bros. Studios in London, Teil 3

Hey ihr Lieben!
Herzlich Willkommen zum dritten und letzten Teil meines Berichts! Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Lesen!



Wie in Teil 2 meines Berichts schon erwähnt wurde, kam nach der Creature Effects-Abteilung ein lebensgroßes Set der Winkelgasse! Wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt, habe ich mich darauf besonders gefreut und als ich dann am Eingang zur Gasse stand, war ich schlichtweg überwältigt. Die Atmosphäre war einfach nur MAGISCH und ich wäre am liebsten für immer dortgeblieben! Hier ein paar Eindrücke:


Die Gringotts-Bank befand sich gleich neben dem Eingang zur Gasse und obwohl das Gebäude nur angedeutet war, sah es dennoch unglaublich toll aus!
 
Die vielen Menschen in der Gasse konnten mich auch nicht davon abhalten, vor Freude herumzuhüpfen...
 

Ollivanders Laden nur knapp zwei Tage, nachdem der großartige Schauspieler John Hurt gestorben ist, zu besuchen, war ein wunderschöner und trauriger Moment zugleich.
 
Alle Schaufenster waren bis ins allerkleinste Detail gestaltet, sodass es wirklich viel zu sehen gab!
 
 
 

Auf einem Schild hieß es: The Sale of Unicorn Blood is  Forbidden. DO NOT ASK! Habe ich natürlich nicht gemacht :)
 
Weasley´s Wizard Wheezes - auf jeden Fall der bunteste Laden in der Winkelgasse und einfach nur wahnsinnig cool

 Nach der Winkelgasse gab es eine Art Ausstellung von Konzeptzeichnungen und Modellen. Es war wirklich interessant, vorherige Entwürfe von z.B. Drachen zu sehen!

Bis an die Decke hingen die Zeichnungen!
 
Das Haus der Lovegoods als Modell
 Anschließend kam einer der zweifellos BESTEN Parts der Studio Tour, wenn nicht sogar der Allerbeste: Das riesige Modell von Hogwarts! Und wenn ich riesig sage, dann meine ich riesig! Und egal, wie oft ihr euch Bilder davon anschaut, nichts, wirklich gar nichts kann euch nur ansatzweise auf das Gefühl vorbereiten, wenn ihr vor diesem Modell steht. Da ich zum Event Hogwarts in the Snow da war, war ganz Hogwarts von Schnee bedeckt und zusammen mit der Musik im Hintergrund hat mich dieses ganz besondere Ausstellungsstück wirklich sprachlos. Im Ernst, ich konnte zunächst keinen Laut von mir geben, weil einfach kein Wort der Welt das beschreiben konnte, was ich in dem Moment fühlte. (Okay, das mag jetzt seltsam klingen - es war aber wirklich so!)
Man hat wirklich alles entdeckt und während wir um das Schloss herumgegangen sind, habe ich ein paarmal wirklich fast geheult. Auch jetzt, fast ein halbes Jahr später (wie die Zeit vergeht!) kann ich nichts weiter sagen, als dass es mit Abstand das Schönste war, was ich je in meinem Leben gesehen habe!

 
 
 
 
 
Danach war die Studio Tour schon fast zu Ende, noch ein Grund mehr, warum man mich förmlich von dem Modell wegziehen mussten. Ganz am Ende befand sich ein riesiger Raum, an dessen Wänden Zauberstabschachteln aufgestapelt waren, auf denen sich die Namen aller Cast- und Crewmitglieder befanden. Das alles auf einem Haufen zu sehen und noch einmal zu merken, wie viel Arbeit eigentlich in diesen Filmen steckt, war für mich ein wirklich gelungener Abschluss. Zudem prangte in der Mitte noch eines meiner liebsten Zitate überhaupt:


The stories we love best do live in us forever. So whether you com back by page or by the big sceen, Hogwarts will always be there to welcome you home. - J.K. Rowling

Und das war´s dann auch schon! Aber natürlich habe ich die Warne Bros. Studios nicht verlassen, ohne noch einmal ordentlich im Fanshop shoppen zu gehen. Und - oh mein Gott - war der riesig! Stellt euch bitte einmal alle Räume einer riesigen Luxusvilla auf einem Haufen vor - und verdoppelt das Ganze dann! Durch diesen Shop zu wandern fühlte sich an, als wäre man in einem Labyrinth, und jeder Potterhead wäre im siebten Himmel, wenn er diese krasse Auswahl sehen könnte. Es war wirklich der reine Wahnsinn!
Schweren Herzens musste ich dann auch schon den großen, gelben Kasten verlassen. Ich werde diesen Tag nie vergessen und hoffe inständig, dass er sich irgendwann in der Zukunft wiederholen wird!

Man liest sich!
Isabell