Donnerstag, 7. Dezember 2017

[Rezension] Das ist kein Spiel

Hallo ihr Lieben!❤
Heute gibt es eine Rezension zu einem Buch, das mich vollkommen überrascht hat - und zwar im positiven Sinne. Wenn ihr wissen wollt, wie mir „Das ist kein Spiel" von Barry Jonsberg gefallen hat, solltet ihr auf jeden Fall dranbleiben. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!


Autor: Barry Jonsberg (aus dem Englischen von Ursula Höfker)
Verlag: cbt
Seiten: 320
ISBN 978-3-570-16454-9
Preis: 14,99€ (Klappenbroschur)


Inhalt:
Jamie ist 16 Jahre alt und ein Mathe-Genie. Verblüffend logisch und ehrlich ist sein Blick auf seine eigene Familie – und darauf, dass da etwas schief läuft. Zum Beispiel bei Summerlee, seiner rebellischen älteren Schwester. Als die an ihrem 18. Geburtstag mehrere Millionen im Lotto gewinnt, sagt sie sich endgültig von der Familie los – und provoziert eine Kettenreaktion von Unheil. Jamies kleine Schwester Phoebe wird entführt und der Kidnapper verlangt zwei Millionen. Ausschließlich mit Jamie will er darüber verhandeln. Warum? Wieso weiß der Täter so viel über Jamie? Und weshalb fühlt sich das Ganze wie ein einziges Duell an, bei dem Jamies Kombinationsgabe auf eine tödliche Probe gestellt wird?


Meine Meinung:
Als ich den Klappentext gelesen habe, habe ich zugegebenermaßen zuerst einen eher mittelmäßigen Jugendthriller erwartet. Natürlich hätte ich das Buch nicht angefragt, wenn es mich nicht dennoch interessiert hätte - und was soll ich sagen, es hat sich gelohnt!
Schon von der ersten Seite an war ich wie gefesselt. Der Schreibstil des Autors hat mich direkt angesprochen, besonders den Humor fand ich klasse. Die Dialoge zwischen Jamie und seiner Schwester Phoebe haben mich sehr zum Lachen gebracht.
Die Charaktere waren absolut toll! Mit Jamie als Hauptfigur und Erzähler konnte ich mich sehr gut identifizieren - ich habe einen eher etwas eigenbrötlerischen Nerd erwartet, tatsächlich aber wirkte er auf mich wie ein eigentlich vollkommen „normaler" Junge mit etwas ungewöhnlichen Vorlieben. Überhaupt halte ich alle Charaktere für sehr vielschichtig und gut ausgearbeitet. Mein heimlicher Liebling blieb jedoch die ganze Zeit über Phoebe! Sie ist nicht nur zuckersüß und unglaublich lustig, nein, gegen Ende merkt man auch, dass noch einiges mehr hinter dieser charmanten Fassade steckt.
Dadurch, dass Phoebes Entführung nicht direkt, sondern erst im Verlauf der Geschichte stattfindet, wird dem Leser erst einmal das gesamte Umfeld - insbesondere natürlich das von Jamie und seiner Familie - vertraut gemacht. Die Art, wie Jamies ältere Schwester Summerlee sich nach und nach immer mehr von ihrer Familie entfernt, nachdem sie mehrere Millionen Dollar im Lotto gewonnen hat, wird sehr authentisch beschrieben. Es ist geradezu erschreckend, wie sehr das Geld sie verändert - es wird deutlich, dass Geld nicht unbedingt glücklich macht - und natürlich wird eine Menge Unheil heraufbeschworen . . .


Schon früh wird das, was sich wohl als eines der Kernthemen des Buchs bezeichnen lässt, eingeführt: Die sogenannte „Spieltheorie". Dabei, so erklärt Jamie, geht es darum, die nächsten Handlungsschritte seiner Gegner vorauszusagen und selbst so unvorhersehbar zu handeln wie möglich, um selbst als Unterlegener Vorteile zu sammeln. Diese Spieltheorie wird hinterher zur entscheidenden Taktik, als es darum geht, Phoebe zu retten.


Dass es geradezu unmöglich sein würde, das Buch aus der Hand zu legen, wurde mir erst bewusst, als es schon zu spät war. Aus einem „nur mal kurz" Reinlesen wurden schnell fünfzig, hundert, hundertfünfzig Seiten und ich habe mir dabei die halbe Nacht um die Ohren geschlagen. Jonsberg versteht es offensichtlich, seine Leser so geschickt für sich einzunehmen, dass aus einer Seite zwangsläufig zwei werden und aus einem Kapitel fünf. Ich jedenfalls habe in jeder freien Minute weiterlesen müssen und das Buch innerhalb von weniger als 24 Stunden verschlungen.
Die Geschichte ist so nervenzerreißend spannend, dass einem aber auch gar keine andere Wahl bleibt.  Dadurch, dass hinter jeder Ecke Plot Twists und überraschende Wendungen lauern, wird diese Spannung konstant gehalten und von Seite zu Seite nur noch gesteigert.
Was in mir eine ziemlich große Neugier geweckt hat, ist die Frage, wer sich hinter Phoebes Entführung und der Lösegeldforderung verbirgt und warum er ausgerechnet mit Jamie - und zwar nur mit Jamie - telefonisch über ihre Freilassung verhandeln will. Jedes Mal, wenn er anrief, war ich innerlich total aufgeregt, mehr über seine Identität zu erfahren. Der Entführer kam mir mehr als unheimlich vor, da er am Telefon manchmal geradezu sympathisch wirkte.
Im Laufe der Zeit hatte ich immer wieder verschiedene Theorien, was den Täter angeht - letztendlich war ich von der Auflösung aber nicht allzu überrascht. Da hätte ich mir vielleicht einen etwas größeren Schockmoment gewünscht.
Dennoch haben mich die Hintergrundgeschichte und -gedanken des Entführers sehr fasziniert - und als Jamie ihm dann endlich gegenübersteht, gibt es noch mal einen spannenden Endspurt, der mich mit leicht offenem Mund zurückgelassen hat. Das Ende wurde meiner Meinung nach auf eine unglaublich geniale Art eingefädelt!


Mein einziger Kritikpunkt an diesem Buch ist eigentlich winzig klein - und zwar geht es um einen der potentiellen Verdächtigen. Ohne viel vorwegzunehmen kann ich nur sagen, dass diese Person einen durchaus vertrauten Umgang mit Jamie pflegt und sich plötzlich, nun ja, recht verdächtig verhält. Da diese Person aber letztendlich nicht der Entführer ist, hätte ich gerne noch eine Erklärung für ihr Verhalten gehabt.
Ansonsten bin ich aber wirklich begeistert und kann das Buch nur weiterempfehlen! Besonders für Fans von Krimis und Thrillern ist es ein absolutes Muss!


Fazit:
„Das ist kein Spiel" ist eines von diesen Büchern, die dem Leser wohl oder übel schlaflose Nächte bereiten. Die Geschichte rund um Jamie und seine Schwestern ist nicht nur unglaublich fesselnd, sondern konnte mich auch unerwartet emotional berühren; auch der humorvolle Schreibstil und die faszinierenden Charaktere sind mitverantwortlich dafür, dass sich der Titel von konventioneller Jugendliteratur abhebt. Seid gewarnt: Sobald ihr das Buch erst einmal in den Händen haltet, werdet ihr es nicht mehr aus der Hand legen können!








Vielen Dank an den cbt-Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!
(Die kostenlose Bereitstellung des Titels hat meine Meinung in keinster Weise verändert.)


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Sonntag, 3. Dezember 2017

[Rezension] Kiss me in Paris

Hallo ihr Lieben❤
Heute gibt es eine Rezension zu einem romantischen Weihnachtsbuch, das mir allerdings nicht besonders gut gefallen hat. Warum, erfahrt ihr jetzt.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!


Autorin: Catherine Rider (aus dem Englischen von Franka Reinhart)
Verlag: cbt
Seiten: 256
ISBN 978-3-570-16478-5              
Preis: 12,99€ (Klappenbroschur)


Inhalt:
New Yorkerin Serena Fuentes hatte es sich alles so schön vorgestellt: Paris, die Stadt der Liebe, 21. Dezember, auf den Spuren der Hochzeitsreise ihrer Eltern, gemeinsam mit der Schwester – Romantik pur! Doch die Schwester düst mit ihrer neuesten Flamme nach Madrid ab, während Serena bei einem komplett Fremden unterkommen muss. Quelle horreur! Jean-Luc Thayer ist nur mäßig begeistert von der Aussicht, eine amerikanische Touristin babysitten zu müssen. Umso irritierter ist er, als Serena ihn auf eine von A bis Z durchgeplante Tour durch die Stadt mitzerrt. Jean-Luc improvisiert lieber, vorzugsweise mit der Kamera. Aber irgendwann auf dem langen Spaziergang durch Paris merken Serena und Jean-Luc, dass Gegensätze sich anziehen …


Meine Meinung:
Dieses Buch ist mir besonders durch sein herrlich winterliches Cover  ins Auge gefallen und  ich habe mich durch den eigentlich recht interessant klingenden Klappentext dazu verleiten lassen, eine weihnachtliche Atmosphäre im Rahmen einer süßen Lovestory zu erwarten.
Leider habe ich schon nach wenigen Seiten gemerkt, dass ich mir da zu viel erhofft habe.
Die Erzählweise folgt dem klassischen Schema, dass die zwei Hauptpersonen abwechselnd je ein Kapitel lang ihre Sicht der Dinge schildern. Dabei waren mir weder Serena noch Jean-Luc besonders sympathisch.
Serena machteeinen extrem nervenden  Eindruck auf mich und ihre gesamte Art erschien mir schlichtweg unverständlich. Sie ist nämlich nur in Paris, um die Hochzeitsreise ihrer Eltern zurückzuverfolgen und ein Scrapbook mit Fotos für ihre trauernde Mutter - denn ihr Vater ist kürzlich verstorben - zu erstellen. Anstatt auch nur ansatzweise in Betracht zu ziehen, die Reise tatsächlich zu genießen und ihre eigenen Erfahrungen zu machen, folgt sie zunächst einfach nur ihrer Liste, will sie akribisch Punkt für Punkt abarbeiten und sieht gar nicht, was sie alles erlebt und was für faszinierende Orte sie besucht. Das Einzige, was für Serena eine Rolle spielt, ist, all diese Orte zu fotografieren, und zwar so schnell wie nur möglich, denn sie hat ja einen engen Zeitplan. Nicht selten hatte ich deshalb das Bedürfnis, sie anzuschreien:  „Mädchen, du bist in Paris!"
Außerdem ist Serena die ganze Zeit über schrecklich naiv, auch als sie feststellt, dass sie ihre Agenda nicht länger so verfolgen kann, wie sie es gerne würde. Kurz gesagt: Eine Protagonistin, mit der ich durchaus meine Probleme hatte.
Jean-Luc wirkte auf mich ziemlich stereotypisch. Nicht nur, dass er so selbstkritisch und unzufrieden mit sich selbst ist, dass es nervt, nein, er stellt sich auch des Öfteren einfach - verzeiht mir die Ausdrucksweise - dämlich an. Auch seine Sicht war für mich nicht wirklich nachvollziehbar.


Die meisten Wendungen und „Zufälle" in diesem Buch scheinen notgedrungen konstruiert worden zu sein, als hätten die Autoren, die hinter dem Pseudonym Catherine Rider stecken, zwanghaft versucht, die Geschichte irgendwie interessanter zu machen. Über manche Ereignisse musste ich einfach den Kopf schütteln, weil sie nicht nur unrealistisch, sondern auch sehr vorhersehbar waren. Ein  Beispiel: Ethan,  ein ehemaliger Schulfreund von Serena, taucht rein zufällig in Paris auf und fängt gleich an, seine gemeinsame Zukunft mit ihr zu planen. Einfach nur, um das Ende noch weiter hinauszuzögern.


Nach der romantischen Weihnachtsstimmung, die ich erwartet habe, suchte ich ebenfalls lange. Abgesehen davon, dass hin und wieder von Kälte die Rede war, fehlte die festliche Atmosphäre gänzlich.
Die Liebesgeschichte war für mich schlichtweg unrealistisch. Dass alles an einem einzigen Tag geschieht und in unsterblicher Liebe endet, fiel mir wirklich schwer nachzuvollziehen - ebenso wie die Tatsache, dass am Ende alles so rosig und schön ist. Überhaupt ist die Geschichte überladen an Klischees, sodass ich beim Lesen teilweise wirklich keinen Spaß mehr hatte.
Es gibt zwar auch durchaus schöne Momente, die den Rest aber leider nicht wettmachen können. Somit kann ich nur sagen, dass mich das Buch leider wirklich enttäuscht hat.


Fazit:
 Nach einer herrlich winterlich-weihnachtlichen Atmosphäre und einer süßen, unterhaltsamen Liebesgeschichte suchte ich bei „Kiss me in Paris" zu meinem Bedauern vergeblich. Nicht nur die naiven und teilweise extrem unverständlichen Protagonisten, sondern auch der klischeeüberladene Plot und die gezwungen wirkenden  „Zufälle" dämpften das Lesevergnügen bei mir wirklich sehr. Deswegen gibt es auch keine Empfehlung von meiner Seite aus.








Vielen Dank an den cbt-Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!
(Die kostenlose Bereitstellung des Titels hat meine Meinung in keinster Weise verändert.)


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Donnerstag, 30. November 2017

[Rezension] Illuminae

Hallo ihr Lieben!❤
Heute habe ich eine Rezension zu einem ganz besonderen Buch für euch. Schon lange war ich nicht mehr so emotional aufgewühlt wie nach dem Beenden von „Illuminae". (Theatralisch, wie ich nun einmal bin, habe ich hinterher folgendes zu meiner Mutter gesagt: „Dieses Buch hat meine Seele auseinandergerissen!") Warum mir „Illuminae" so gut gefallen hat, erfahrt ihr jetzt in meiner Rezension.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!




Autoren: Amie Kaufman und Jay Kristoff (aus dem Amerikanischen von Katharina Orgaß und Gerald Jung)
Verlag: dtv
Teil einer Reihe: 1/3
Seiten: 608
ISBN  978-3-423-76183-3
Preis: 19,95€ (Hardcover mit Schutzumschlag)


Inhalt:
Heute Morgen noch dachte Kady, das Schlimmste, was ihr bevorsteht, ist die Trennung von ihrem Freund Ezra. Am Nachmittag dann wird ihr Planet angegriffen. Kady und Ezra verlieren sich bei der Flucht und gelangen auf unterschiedliche Raumschiffe. Doch die Fliehenden werden immer noch von dem feindlichen Kampfschiff verfolgt. Und damit nicht genug: Ein Virus, freigesetzt bei dem Angriff mit biochemischen Waffen, mutiert mit grauenhaften Folgen. Und dann ist da noch AIDAN, die Künstliche Intelligenz der Flotte, die von Raumtemperatur über Antrieb bis Nuklearwaffen alles an Bord steuert. Leider nur ist AIDAN bei dem Angriff außer Kontrolle geraten und übernimmt nun das Kommando.


Meine Meinung:
Der internationale Hype um „Illuminae"  war und ist noch immer riesig. Mich hat  der Titel besonders aufgrund der außergewöhnlichen Ausstattung sehr neugierig gemacht.
Das Besondere an diesem Buch ist, dass es keine einzige Seite „normalen" Text enthält. Stattdessen besteht es ausschließlich aus Akten, den sogenannten Illuminae-Akten (was genau es damit auf sich hat, erfahren wir allerdings erst ganz am Ende). In diesen Akten befinden sich unter anderem E-Mails, Chatnachrichten, Skizzen, Tagebucheinträgen, Aufzeichnungen von Tonbändern, Einträgen aus dem Kern der künstlichen Intelligenz AIDAN und vieles mehr. Die Werbung, die der Verlag für das Buch macht, übertreibt keineswegs: Lesen wird hier wirklich neu definiert.


Am Anfang fiel es mir etwas schwer, mich in die Ausgangslage hineinzuversetzen. Die Geschichte ist von einigen technischen Begriffen geprägt, die für mich zunächst eher befremdlich wirkten. Schon bald jedoch ließ sich das Ganze deutlich flüssiger lesen, denn nach und nach konnte ich mich darauf einstellen, was genau ich bei welcher Art von Layout zu erwarten hatte. Von dort an konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe mich immer und immer mehr in die besondere Gestaltung verliebt, da dadurch wirklich ein ganz neues Leseerlebnis entsteht. Manchmal stehen auf einer Seite nur wenige Worte oder bloß ein Einzelnes, aber die haben es dann wirklich in sich und brennen sich förmlich in das Gedächtnis des Lesers ein.
Sehr amüsant finde ich die Tatsache, dass die Autoren für besonders aufmerksame Leser kleine „Easter Eggs" eingebaut haben. So finden sich zum Beispiel auf einer langen Liste von Todesopfern nach einem Ereignis, auf das ich aus Spoilergründen nicht näher eingehen werde, neben einer Reihe von  Namen von A bis Z unter „K" auch die Namen Amie Kaufman und Jay Kristoff.


Die beiden Protagonisten Kady und Ezra waren mir gleich sehr sympathisch. Ich musste oft schmunzeln, weil die beiden so herrlich badass sind und sich nichts sagen lassen wollen. Kady ist überdies ein wahres Technikgenie und wird im Laufe der Geschichte immer mehr zu dem, was ich mir unter einer perfekten Buchheldin vorstelle. Und das meine ich nicht in dem Sinne, dass sie perfekt ist, ganz im Gegenteil. Aber sie ist intelligent, weiß ihre Stärken einzusetzen und beweist auch in für sie aussichtslosen  Situationen, in denen es viel leichter wäre, einfach aufzugeben, Mut und Durchsetzungsvermögen. Dass sie am Ende dort, wo jede andere Person eingeknickt wäre, ihre Schwächen überwindet, macht sie für mich so besonders.
Besonders fasziniert hat mich auch AIDAN, die künstliche Intelligenz der Alexander-Flotte. Es ist fast schon gruselig - nein, es ist unglaublich gruselig - wie ähnlich AIDAN einem Menschen ist. Er hat ein eigenes Gewissen, ist in der Lage, Zuneigung zu empfinden und in jeglicher Hinsicht eigentlich übermenschlich. Ich war lange sehr zwiegespalten, was die KI angeht, ich habe mich mal vor ihr gefürchtet, mal gehasst, aber auch gemocht und bewundert. Dass AIDAN schließlich eine unglaublich große Rolle auch für den Ausgang der Geschichte spielt, hat mir auf jeden Fall eine Menge Stoff zum Nachdenken beschert.


In anderen Rezensionen habe ich gelesen, dass einige offenbar der Meinung sind, dass die Emotionen in „Illuminae" nicht genug zum Ausdruck gebracht werden. Natürlich akzeptiere ich die Meinung der anderen - schließlich empfindet jeder beim Lesen anders -, aber ich persönlich kann diesen Kritikpunkt wirklich überhaupt nicht nachvollziehen. Mich hat das Buch auf eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle mitgenommen! Nicht selten hatte ich das Bedürfnis, laut loszuschreien, einige Wendungen  haben mich innerlich förmlich zerrissen und ich gebe zu, ich habe nicht selten geheult wie ein Schlosshund. Manchmal musste ich das Buch auch erst einmal zur Seite legen, bis ich verarbeiten konnte, was da überhaupt passiert ist.
Das Ende greift den Anfang noch einmal geschickt wieder auf und hat mich mit offenem Mund zurückgelassen. Ich war überrascht, geschockt und so aufgewühlt, dass ich mir hinterher selbst nicht einmal mehr sicher war, was ich eigentlich fühle. In vielerlei Hinsicht war das Ende absolut perfekt - es kam nicht nur plötzlich und ergreifend, sondern lässt auch Spielraum für Interpretationen. Ich jedenfalls habe noch sehr, sehr lange auf die letzte Seite gestarrt und kam aus dem innerlichen Wow! so schnell nicht mehr heraus.
Obwohl ich das Ende für mehr als gelungen halte, bin ich unglaublich gespannt auf Teil zwei und hoffe sehr, dass die deutsche Übersetzung bald kommt!


Fazit:
 „Illuminae" ist in so vielen Hinsichten etwas Besonderes, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Das Buch ist nicht nur unbeschreiblich toll gestaltet, es ist auch unvorstellbar emotional, tödlich spannend ... einfach galaktisch. Ein absolutes Highlight!





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Sonntag, 26. November 2017

Dan Brown LIVE auf der Frankfurter Buchmesse! / Kurzrezension „Origin"

Hallo ihr Bücherwürmer und Verschwörungstheoretiker da draußen!
Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, hatte ich vor kurzem die einmalige Chance, einen meiner absoluten Lieblingsautoren auf der Buchmesse live zu erleben. Die Rede ist natürlich von Dan Brown, der im Rahmen eines Events vor beinahe 2.000 Zuschauern seinen neuesten Thriller „Origin" vorgestellt hat.

Bevor ich euch von der Veranstaltung erzähle, möchte ich euch erst einmal kurz meine Meinung zu dem Buch mitteilen, das mir freundlicherweise vom Verlag zugeschickt wurde.

Autor: Dan Brown (aus dem amerikanischen Englisch von Axel Merz)
Verlag: Bastei Lübbe
Teil einer Reihe: Teil 5 der Robert-Langdon-Reihe
Seiten: 688
ISBN 978-3-431-03999-3
Preis: 28€ (Hardcover mit Schutzumschlag)

Inhalt:
Die Wege zur Erlösung sind zahlreich.
Verzeihen ist nicht der einzige.
Als der Milliardär und Zukunftsforscher Edmond Kirsch drei der bedeutendsten Religionsvertreter der Welt um ein Treffen bittet, sind die Kirchenmänner zunächst skeptisch. Was will ihnen der bekennende Atheist mitteilen? Was verbirgt sich hinter seiner "bahnbrechenden Entdeckung", das Relevanz für Millionen Gläubige auf diesem Planeten haben könnte? Nachdem die Geistlichen Kirschs Präsentation gesehen haben, verwandelt sich ihre Skepsis in blankes Entsetzen.
Die Furcht vor Kirschs Entdeckung ist begründet. Und sie ruft Gegner auf den Plan, denen jedes Mittel recht ist, ihre Bekanntmachung zu verhindern. Doch es gibt jemanden, der unter Einsatz des eigenen Lebens bereit ist, das Geheimnis zu lüften und der Welt die Augen zu öffnen: Robert Langdon, Symbolforscher aus Harvard, Lehrer Edmond Kirschs und stets im Zentrum der größten Verschwörungen.

Meine Meinung:
Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Mit diesen zwei grundlegenden Fragen, die die Menschheit seit Urzeiten bewegen, beschäftigt sich Dan Brown in seinem neusten Roman. Wieder einmal steht der Harvard-Symbolologe Robert Langdon, der inzwischen zu meinen liebsten Buchfiguren gehört, im Zentrum des Geschehens und erlebt sein nächstes großes Abenteuer.
Der Autor hat es wieder einmal geschafft, von der ersten Seite an eine einzigartige Stimmung zu kreiren. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil die Neugier (die in meinem Fall schon fast an Verzweiflung grenzte), zu erfahren, was hinter Edmond Kirschs Präsentation steckt, von Seite zu Seite größer und das Verlagen nach Antworten immer drängender wurde.
Die obligatorische Begleiterin, die Langdon auf seiner abenteuerlichen Reise unterstützt, ist auch hier natürlich wieder mit von der Partie. Ambra Vidal ist jedoch in vielerlei Hinsicht anders als die Frauen, die Langdon bei seinen bisherigen Missionen an der Seite hatte, denn sie ist niemand Geringeres als die Verlobte des zukünftigen spanischen Königs. 
Ich finde es wirklich faszinierend, wie der Autor zuerst sein Modell aus lauter einzelner Handlungselementen aufbaut und diese dann alle nach und nach zusammenführt. Dabei erfährt man - sozusagen ganz nebenbei - auch eine Menge über die Geschichte Spaniens und über Gebäude, Kunstwerke und Kirchen, denn wie immer ist dieses Buch detailliert recherchiert und kann mit einer Menge Fakten beeindrucken, ohne dabei dem Lesevergnügen Abbruch zu tun. Der Konflikt zwischen Wissenschaft und Religion spielt ebenfalls wieder eine große Rolle und wird hier sogar bis an die Spitze getrieben.  Eines kann ich euch versichern: Dieses Buch wird euch so schnell nicht mehr loslassen. Denn als Leser ist es nahezu unmöglich, sich nicht von der Handlung mitreißen zu lassen und man wird sich zwangsläufig mit verschiedenen Fragen und moralischen Dilemmas auseinandersetzen müssen. Mich jedenfalls hat das Buch sehr zwiegespalten zurückgelassen und ich habe noch lange über bestimmte Dinge nachdenken müssen.
Insgesamt lässt sich sagen, dass ich von „Origin" wirklich begeistert bin und es auf jeden Fall weiterempfehlen kann. Für Fans von Dan Brown ist es meiner Meinung nach ohnehin ein absolutes Muss, aber auch, wenn ihr mit dem Genre bis jetzt nicht so viel anfangen konntet, kann ich euch nur raten, es zu versuchen!


Vielen Dank an Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar!
(Die kostenlose Bereitstellung des Buches hat meine Meinung in keinster Weise verändert.)

Für mehr Infos zum Buch klickt hier.



Dan Brown live auf der Frankfurter Buchmesse 2017


Nach einem sehr ereignisreichen Tag auf der Buchmesse (mehr dazu hier) machte ich mich am Abend des 14.10. auf den Weg ins Congress Center der Messe, um dort mein Presseticket abzuholen. Ganz überraschend habe ich es nämlich trotz der limitierten Anzahl der Plätze geschafft, einen Platz auf der Gästeliste zu ergattern, und war natürlich umso aufgeregter!
Alle Pressevertreter bekamen am Schalter ein graues Armband, das ihnen als Eintrittskarte diente.
Vor dem Saal befand sich ein Stand der Hugendubel-Buchhandlungen, dort hatte man die Möglichkeit, sowohl vor als auch nach der Veranstaltung alle Bücher von Dan Brown zu erwerben.



Voller Vorfreude machte ich mich auf den Weg in den Saal, in dem die Veranstaltung stattfinden würde.

Schnell füllte sich der Saal mit hunderten von Besuchern

Ich hatte das große Glück, einen Platz in der ersten Reihe ergattert zu haben. Für Fotos war diese Position nicht ideal, da sich der Pressebereich ganz links von der Bühne befand, aber es war doch fantastisch, alles so hautnah miterleben zu können!




Ich wurde öfters einmal darauf angesprochen, ob ich denn tatsächlich von der Presse sei - ich war mit meinen 14 Jahren auch die mit Abstand jüngste Person im Pressebereich -, außerdem fragte man mich öfters, für wen ich denn schreiben beziehungsweise fotografieren würde. Dann zu erklären, dass ich Bloggerin und sozusagen meine eigene Chefin sei, war ziemlich amüsant.  Ich muss zugeben, dass es zunächst auch ein wenig befremdlich für mich war, zwischen all den professionellen Journalisten und Reportern mit ihren riesigen (Film-)Kameras und Koffern voller Equipment zu sitzen, was aber nicht weiter schlimm für mich war.
Im Gegenteil, zu realisieren, dass ich schon in wenigen Minuten einen meiner absoluten Lieblingsautoren live erleben würde, hat meine Vorfreude nur noch gesteigert! Deswegen will ich mich auch gar nicht länger aufhalten und euch endlich von der eigentlichen Veranstaltung berichten.


Von links nach rechts: Wolfram Koch, Alf Mentzer und Dan Brown

War das ein Getöse, als Dan Brown dann endlich die Bühne betrat!
Ich muss gestehen, es fiel mir teilweise ziemlich schwer, die professionelle Pressevertreterin zu mimen, einfach, weil ich so aufgeregt war.😄
Zu Anfang der Veranstaltung, die sich natürlich rund um „Origin" drehte, wurde auf einer großen Leinwand ein Video gezeigt, in dem verschiedene Handlungsorte des Thrillers gezeigt wurden. Es war wirklich spannend, zu sehen, wie die im Buch beschriebenen Orte in echt aussehen!
Der Autor hat viel über die Entstehungsgeschichte seiner Bücher geredet. Ich war unter anderem sehr beeindruckt, dass er laut eigener Aussage manchmal mehr als ein ganzes Jahr mit Recherchen zubringt, bevor er überhaupt mit dem Schreiben anfängt!


Dan Brown hat sich mit seinem Charme ziemlich schnell auf die Seite des Publikums geschlagen, nicht selten gab es großes Gelächter. Auf die Frage, warum seine Bücher fast ausschließlich in Europa spielten, antwortete er zum Beispiel, als wäre es das Offensichtlichste der Welt:  „Well, have you ever been to Europe?!" ( „Nun, waren Sie denn schon mal in Europa?")
Die Antwort auf die Frage, warum es zwischen Langdon und seinen in der Regel weiblichen Begleitern nie zu einer langfristigen Beziehung kommt, erntete ebenfalls einen großen Lacher. („Nun, meine Bücher spielen meistens über einen Zeitraum von 24 Stunden. Ich weiß nicht, wie das hier ist, aber für mich reicht die Zeit, sich zu verlieben, einfach nicht.")
Der Autor erzählte überdies einige lustige Anekdoten von seinen Recherchereisen: Es sei zum Beispiel so gewesen, dass er, als er die Sagrada Familia in Barcelona besichtigte und dort auf eine steile, im Dunkeln liegende Wendeltreppe stieß, sofort wusste, dass er dort eine Figur würde umbringen müssen.

Es war jedoch nicht nur lustig, sondern teilweise sehr zum Nachdenken anregend. Der Autor hat ganz offen über den in seinen Büchern immer wieder verarbeiteten Konflikt zwischen Wissenschaft und Religion geredet. Ich war sehr erstaunt (und, um ehrlich zu sein, auch ziemlich amüsiert), als er erzählt hat, dass er sogar mit dem Vatikan aneinandergeraten sei und dass sich ein Kardinal extra mit seinen Büchern beschäftigt hätte. 

Zwischendurch hat der Schauspieler Wolfram Koch immer wieder kleine Ausschnitte aus „Origin" vorgelesen. Und obwohl ich das Buch zu dem Zeitpunkt schon gelesen hatte, wurde in mir gleich das Bedürfnis geweckt, die Geschichte noch einmal zu erkunden.
Moderiert wurde der Abend von Alf Mentzer.

Insgesamt lässt sich sagen, dass es wirklich eine großartige Veranstaltung war, die leider viel zu schnell zu Ende ging. Ich finde es etwas schade, dass man nicht die Chance hatte, den Autor kurz persönlich zu treffen, bei rund 2.000 Besuchern war das aber auch verständlich.
Immerhin gab es sowohl vor als auch nach der Veranstaltung die Möglichkeit, eines von 400 signierten Büchern zu erwerben. Eine Mitarbeiterin der Hugendubel-Buchhandlungen hat mir allerdings erzählt, dass die praktisch sofort weggewesen seien. Ich hätte zwar unglaublich gerne ein Autogramm von Dan Brown gehabt, aber da ich ohnehin alle seine Bücher besitze, war das auch nicht weiter schlimm.

Vielen, vielen Dank an die Veranstalter für den gelungenen Abend!
Es war wirklich ein absolutes Highlight, Dan Brown live miterleben zu dürfen - mit Sicherheit werde ich diesen Tag nicht so schnell vergessen . . . 









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Donnerstag, 23. November 2017

[Rezension] Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow

Hallo ihr Bücherwürmer da draußen!❤
In meiner heutigen Rezension wird es magisch . . . Es geht natürlich um „Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow" von Rainbow Rowell! Leider hat mir das Buch nicht so gut gefallen, wie ich erwartet habe. Warum und was das alles mit unserem liebsten Zauberlehrling Harry zu tun hat, erfahrt ihr jetzt.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!



Autorin: Rainbow Rowell (aus dem Englischen von Brigitte Jakobeit)
Verlag: dtv, Reihe Hanser
Seiten: 528
ISBN 978-3-423-64032-9
Preis: 19, 95€ (Hardcover mit Schutzumschlag)


Inhalt:
Simon Snow ist der mächtigste Zauberer, den die Welt der Magie je hervorgebracht hat. Wäre da nur nicht die Tatsache, dass Simon völlig unfähig ist, seine magischen Kräfte zu steuern. Aber dafür ist ja Watford da, das Zaubererinternat. Für Simons Zimmergenossen Baz – Vampir aus angesehener Familie und Simon in freundlichem Hass zugetan – ist er, der Auserwählte, eine wahre Fehlbesetzung. Am liebsten würde Baz den Magie sprühenden Simon mit seinen spitzen Zähnen ein für alle Mal erledigen. Doch dazu kommt es nicht, vorerst zumindest. Denn die verfeindeten Jungs tun sich zusammen, um gemeinsam mit ihrer blitzgescheiten Schulkameradin Penelope den Mord an Baz' Mutter aufzuklären. Für Simon beginnt eine Achterbahn der Gefühle. Und die Welt der Zauberer steht fortan nicht nur in Liebesdingen Kopf.


Meine Meinung:
„Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow" wurde, wie ihr vielleicht schon wisst, als eine Art Zusatzgeschichte zu „Fangirl", ebenfalls von Rainbow Rowell, geschrieben. In „Fangirl" ist Simon Snow eine fiktive Figur, über die die Protagonistin Cath Fanfiction schreibt. Wie die Autorin jedoch selbst betonte, stellt „Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow" ihre ganz persönliche Interpretation der Geschichte dar und kann völlig unabhängig von  „Fangirl" gelesen werden.
Die Geschichte des jungen Zauberlehrlings Simon machte mich insofern neugierig, als dass viele Leser die Parallelen zu Harry Potter immer wieder betonten und die Reihe von J.K. Rowling, wie sicherlich kein Geheimnis sein dürfte, meine absolute Lieblingsbuchreihe ist.


Der lockere Schreibstil von Rainbow Rowell ist mir sofort positiv aufgefallen. Das Buch lässt sich recht flüssig lesen, auch wenn es an einigen Stellen für meinen Geschmack etwas zu umgangssprachlich wurde. Was mir ebenfalls sofort ins Auge gefallen ist, sind die bereits genannten Parallelen zu Harry Potter.  Am Anfang erschienen mir die ganzen Anspielungen noch recht amüsant, doch schon nach wenigen Seiten war ich ziemlich irritiert. Etwa die erste Hälfte des Buches wirkte für mich wie eins zu eins kopiert - nicht nur nahezu alle Charaktere und ihre Hintergrundgeschichten ähneln sich enorm, nein, auch die Orte sowie die Tatsache, dass die alten Zaubererfamilien entschieden dagegen sind, „Normale" aufzunehmen, zeigen, dass die Autorin sich scheinbar nur wenig darum bemüht hat, etwas Neues zu kreiren. Ich war mir eine sehr lange Zeit unsicher, wie ich das überhaupt bewerten soll, denn obwohl ich ein großer Fan von Harry Potter bin, war die Skepsis beim Lesen dieses Buches groß. Auf jeden Fall lässt sich sagen, dass sich die erste Hälfte meiner Meinung nach etwas in die Länge gezogen hat.


Simon und Baz, die beiden Protagonisten, sind wohl ganz klar an Harry Potter und Draco Malfoy angelehnt. Baz, laut Gerüchten ein Vampir und überdies unfassbar böse, stammt aus einer der reichen, alten Zaubererfamilien, während der Waisenjunge Simon als Baby vor einer Tür abgelegt wurde und bei Menschen aufgewachsen ist. Und als wenn die Tatsache, dass die beiden Todfeinde sind, nicht schlimm genug wäre, sind sie auch noch Zimmergenossen - das heißt, sie wohnen seit sieben Jahren in einem Zimmer und müssen wohl oder übel miteinander auskommen.
Da erschien mir Simons zwanghafte Obession für Baz und der Drang, ihn unbedingt bei einer seiner vermeintlichen Übeltaten erwischen zu müssen, beinahe kindisch. Lange Zeit lang schien beziehungsweise scheint nicht einmal ein Versuch unternommen worden zu sein, miteinander zu reden und sich nicht nur entweder zu prügeln oder aus dem Weg zu gehen. Dass dieser jahrelanger Hass dann ganz plötzlich zu einer Art Zuneigung umschlug sowie die Tatsache, dass diese Zuneigung eigentlich schon seit Jahren existiert habe, erschien mir dann doch etwas unrealistisch.
Ich muss aber auch sagen, dass sich die Geschichte, sobald Simon und Baz sich erst einmal überwunden und miteinander verbündet haben, in eine erfreuliche Richtung weiterentwickelt hat. Gerade die letzten 200 Seiten konnten mich dann doch fesseln, besonders, weil sich die Geschichte dort dann eben doch von Harry Potter abwendet und sozusagen ihren eigenen Weg findet, was mich wirklich sehr gefreut hat. Besonders eine Wendung, die ich hier natürlich nicht benennen werde, hat mich im positiven Sinne sehr überrascht.  Mit dem Ende bin ich ebenfalls sehr zufrieden.


Dadurch, dass die Geschichte aus verschiedenen Sichten erzählt wird, wird es dem Leser ermöglicht, das Geschehen von verschiedenen Standpunkten aus zu betrachten. Außerdem fiel es mir durch diese Erzählweise sehr leicht, mich in die verschiedenen Charaktere hineinzuversetzen. Besonders Penny, eine Freundin von Simon, war mir beim Lesen sehr sympathisch.
Insgesamt lässt sich sagen, dass mir das Buch zwar gefallen hat, das volle Potenzial aber nicht ausgeschöpft wurde. Anstatt sich nur an die Geschichte von Harry Potter anzulehnen, wurden meiner Meinung nach zu viele Teile der Geschichte einfach übernommen, und das hätte das Buch wirklich nicht nötig gehabt. Denn dass Rainbow Rowell durchaus dazu in der Lage ist, ihre eigenen Ideen zu Papier zu bringen, hat sie gerade in der zweiten Hälfte des Buches bewiesen.


Fazit:
Die Geschichte rund um Simon, Baz und Co ist zwar zweifellos unterhaltsam, aber die Parallelen zu Harry Potter hätten meiner Meinung nach nicht so stark ausfallen dürfen. Die sind am Anfang zwar noch amüsant, haben nach einiger Zeit aber ein ständiges Augenverdrehen bei mir ausgelöst. Zum Glück entwickelt sich der Plot später in eine andere Richtung und ab da hat mir das Buch deutlich besser gefallen. Und obwohl mich besonders das Ende positiv überrascht hat, kann ich „Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow" leider nicht uneingeschränkt weiterempfehlen. Wer Geschichten über Auserwählte mag und sich nicht daran stört, dass das Buch teilweise extreme Ähnlichkeiten mit Harry Potter hat (so etwas ist schließlich auch immer Geschmackssache), ist hiermit aber  richtig bedient.






Vielen Dank an den dtv-Verlag für das Leseexemplar!
(Die kostenlose Bereitstellung des Titels hat meine Meinung in keinster Weise verändert.)

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Sonntag, 19. November 2017

„Du bist ein Held!"-Tag

Copyright/ Bildquelle: www.derpapierplanet.de


Hallo ihr Lieben und ganz besonders alle Rick-Riordan-Fans da draußen!
Vor kurzem sind im Carlsen-Verlag neue, limitierte Sonderausgaben der Percy Jackson- und der Helden des Olymp-Reihe erschienen und Sanne von Papierplanet hat sich dazu passend eine tolle Aktion ausgedacht, bei der man die komplette Neuausgabe von Helden des Olymp gewinnen kann! Die Chance dafür kann ich mir natürlich nicht entgehen lassen, da ich schon die Geschichten rund um Percy geliebt habe und von der Helden des Olymp-Reihe bis jetzt nur den ersten Teil besitze. Um mitzumachen, muss man die Fragen des „Du bist ein Held!"-Tags, den Sanne entworfen hat, beantworten, was ich in diesem Beitrag tun werde.
Alle weiteren Infos, wie ihr ebenfalls an der Aktion teilnehmen könnt, sowie die Teilnahmebedingungen findet ihr hier.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!


1. Frank Zhang - Welche besondere Fähigkeit hättest du als Halbgott?
Das kommt natürlich darauf an, wer mein göttlicher Elternteil wäre. Ich könnte mich mir selbst gut als Kind der Athene vorstellen, vom Aussehen her würde das aber gar nicht passen. Überhaupt fällt es mir schwer, mich mit einer Gottheit ganz besonders zu identifizieren, da ich entweder nicht kriegerisch genug, zu selbstkritisch oder, oder, oder bin. Es ist mehr so, dass ich die Fähigkeiten von griechischen und römischen Göttern nur teilweise bewundere bzw. selbst gerne hätte. Wenn ich mich für eine besondere Fähigkeit entscheiden müsste, die ich gerne hätte, wäre es aber vermutlich die, zu fliegen. Obwohl ich auch wirklich gerne in der Zeit reisen könnte!


2. Piper McLean - Hast du schonmal etwas verheimlicht, damit man etwas bestimmtes von dir denkt?
Auch wenn das eine sehr persönliche Frage ist, kann ich mich im Moment ehrlich gesagt wirklich nicht an eine solche Situation erinnern. Vielleicht mal eine kleine Notlüge oder so, aber nichts wirklich Schwerwiegendes, das das Bild, das ich von mir selbst habe, komplett verdreht. Ich gehöre eher zu der Sorte Mensch, die dazu steht, wer und wie sie ist. Zum Beispiel kennt mich eigentlich jeder, der mich kennt, als verrückten Bücherwurm!


3. Hazel Levesque - Welches Ereignis hat am meisten zu deiner heutigen Persönlichkeit beigetragen?
Ich glaube, da gibt es gar nicht unbedingt ein bestimmtes Ereignis. Es ist eher so, dass die Tatsache, dass meine Eltern mir als Kleinkind schon so oft vorgelesen haben, mich und meine Leidenschaft für Buchstaben, Worte und Geschichten extrem geprägt hat. Das Lesen wiederum hat viel dazu beigetragen, wie ich über die Welt denke und mich dazu angeregt, Dinge immer aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Gerade das ist es auch, was mich an Büchern so fasziniert: Ein Teil von jedem Buch, das du liest, bleibt irgendwie bestehen, auch lange nach der letzten Seite. Und so sehe ich auch mich und meine Persönlichkeit: Ein stetiger Prozess, durch den ich immer wieder Neues lerne, Neues erlebe und neu denke.


4. Leo Valdez - Wenn du die Fähigkeit dazu hättest, welchen nützlichen Gegenstand würdest du erfinden?
Ich weiß nicht, ob das wirklich als Erfindung gilt, aber ich fände es einfach unglaublich cool, wenn es Zauberstäbe wie in Harry Potter in Echt geben würde! Allerdings kenne ich keine Technik, die das möglich macht. 😜 Aber nützlich wäre es allemal!


5. Jason Grace - Würdest du einen vertrauten Ort verlassen, wenn du damit eine dir nah stehende Person beschützen würdest?
Die Frage ist schwierig zu beantworten, da es natürlich schon situationsabhängig wäre. Grundsätzlich aber auf jeden Fall: Ja!


6. Annabeth Chase - Musstest du schon einmal deine größte Angst überwinden?
Es ist, finde ich, ganz natürlich, dass ein Mensch viele Ängste hat, und mir persönlich fällt es, ehrlich gesagt, schwer, die für mich „größte" Angst zu definieren. Aber ich schätze, ich will auch gar nicht wissen, was mir tatsächlich am allermeisten Angst macht. In eine Situation, in der ich diese allergrößte Angst überwinden musste, bin ich zum Glück noch nicht gekommen.


7. Percy Jackson - Was ist deine größte Schwäche?
Natürlich habe ich nicht nur viele Ängste, sondern auch einige Schwächen. Auch hier fällt es mir schwer, die „größte" zu definieren. Zählt es zum Beispiel als Schwäche, unsportlich zu sein, wenn das doch letztendlich nichts über mich als Person aussagt? Ist es eine Schwäche, ständig alles infrage zu stellen, oder lässt sich das als „gesundes Maß an Selbstkritik" erklären? Ich denke, jede Schwäche lässt sich (genau wie bei Percy Jackson) sowohl negativ als auch positiv betrachten.



Ich muss zugeben, es fiel mir doch schwerer als gedacht, diesen Beitrag zu schreiben. Die Fragen sind, anders als bei anderen Tags, deutlich persönlicher und regen dazu an, etwas besser über sich selbst nachzudenken.
Jetzt würde mich natürlich interessieren: Könnt ihr meine Antworten nachvollziehen? Und wie hättet ihr die Fragen beantwortet?
Schreibt es mir gerne in die Kommentare!
Man liest sich!

Isabell






Mittwoch, 15. November 2017

[Rezension] Jessicas Geist

Autor: Andrew Norris (aus dem Englischen von Christiane Steen)
Verlag: Rowohlt Rotfuchs
Seiten: 224
ISBN  978-3-499-21744-9
Preis: 14,99€ (Taschenbuch)


Inhalt:
Francis führt in der Schule ein einsames, unglückliches Leben, denn er ist der einzige Junge, der sich für Mode interessiert und selbst Kleidung näht. Das perfekte Opfer. In Jessica findet er zum ersten Mal eine Freundin. Doch Jessica ist ein Geist, der seit über einem Jahr in der Stadt herumschwebt – bisher allerdings vollkommen unsichtbar. Wieso nicht für Francis? Auch die kleinwüchsige,
unmädchenhafte" Andi und der übergewichtige Roland können Jessica sehen und hören. Bald schon verbindet die vier Außenseiter eine Freundschaft, die keiner von ihnen zuvor gekannt hat. Die Frage ist: Was haben sie alle gemeinsam? Und warum ist Jessica überhaupt als Geist unterwegs?


Meine Meinung:
Von diesem Titel habe ich bereits eine Menge positive Dinge gehört - umso mehr habe ich mich dann natürlich über den Erhalt des Leseexemplars gefreut. Meine Erwartungen an das Buch waren sehr hoch und ich war gespannt, was mich erwarten würde.
Der Leser wird, wenn er dieses Buch aufschlägt, förmlich in das Geschehen hineingeworfen. Es geht eigentlich gleich sofort zur Sache, weil Francis, eine der Hauptfiguren in dieser Geschichte, Jessica beziehungsweise ihrem Geist schon auf den ersten Seiten begegnet. Ich war etwas irritiert, dass Francis die Tatsache von Jessicas Existenz sofort hinnimmt und sich kaum oder eigentlich fast gar nicht darüber wundert, dass sie behauptet, ein Geist zu sein. Ich persönlich wäre jedenfalls um einiges kritischer an die Sache herangegangen. Später jedoch wird Francis' Reaktion auf Jessicas Auftreten erklärt und ist eindeutig besser nachvollziehbar.


Am wohl positivsten aufgefallen sind mir bei diesem Titel die außergewöhnlichen Charaktere. Francis und Jessica und später auch Andi und Roland sind mir durch ihre Andersartigkeit sofort ans Herz gewachsen und die Figuren bieten eine Menge Identifikationspotenzial. Der Autor hat es geschafft, diese Kinder einerseits völlig normal, aber andererseits auch  besonders wirken zu lassen.
Francis hat mit seiner Liebe zur Mode schon eine Menge Spott über sich ergehen lassen müssen, Andi punktet bei ihren Mitschülern auch nicht gerade durch ihr aggressives, unmädchenhaftes Verhalten und Aussehen und der übergewichtige, aber herzensgute Roland hat es aufgrund seines Gewichts ebenfalls schwer.


Warum, fragte sich Francis, war das Anderssein eigentlich so schmerzhaft? Warum machte es einem so viel aus, wenn doch sowieso jeder Mensch anders war als der andere?
 - Seite 210


Das Buch strahlt insgesamt eine sehr positive Stimmung aus und ist sozusagen eine Hommage an das Anderssein. Mir hat sehr gut gefallen, wie locker der Autor mit der eigentlich ernsten Grundthematik umgegangen ist - das ermöglicht dem Leser, Themen wie Mobbing und Depressionen von einer ganz anderen Seite aus zu betrachten. Freundschaft und Zusammenhalt werden in diesem Buch großgeschrieben.
Eine große Unterstützung für die Protagonisten kommt natürlich von Jessica beziehungsweise ihrem Geist. Sie hilft Francis und seinen Freunden in den verschiedensten Alltagssituationen, was in mir die Befürchtung geweckt hat, dass eine Abhängigkeit entstehen könnte. Nach und nach entwickeln die Kinder jedoch immer mehr Selbstbewusstsein und lernen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, was mich sehr gefreut hat.
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen jedoch nicht nur die einzelnen Figuren, sondern auch die Fragen, warum ausgerechnet Francis, Andi und Roland Jessica sehen können und unter welchen Umständen das Mädchen zu Tode gekommen ist.
Leider muss ich ganz ehrlich sagen, dass mir dies schon nach kurzer Zeit ziemlich offensichtlich erschien. Dadurch, dass auch einige andere Wendungen sehr vorhersehbar waren, war die Spannung auch nicht ganz so groß, wie ich es mir erhofft habe. Außerdem hätte ich mir ein etwas dramatischeres Ende gewünscht, denn das Buch hätte auf jeden Fall eine Menge Potenzial gehabt, noch etwas mehr Zwiespalt im Leser zu wecken.
Dennoch habe ich die Geschichte rund um Jessica, Francis und die anderen sehr gerne gelesen und empfinde sie auch als angemessen für jüngere Altersgruppen. Durch den recht lockeren, humorvollen Schreibstil kann man schnell in die Handlung eintauchen und sich mitreißen lassen und obwohl mich der Titel nicht zu hundert Prozent überzeugen konnte, so hat er doch bleibenden Eindruck hinterlassen.


Fazit:
„Jessicas Geist" hat mir besonders aufgrund der Außergewöhnlichkeit der Geschichte und den unkonventionellen Charakteren, zu denen ich von Anfang an eine tiefe Zuneigung empfunden habe, eine Menge Lesevergnügen bereitet. Obwohl mir vieles sehr vorhersehbar erschien, habe ich die Lektüre sehr genossen, insbesondere wegen des unterhaltsamen Schreibstils und der besonderen Art der Vermittlung wichtiger Botschaften. Anderssein wird in diesem Buch mit Besonderssein gleichgesetzt, was sicherlich nicht nur die Charaktere, sondern auch den einen oder anderen Leser gestärkt aus der Geschichte hervorgehen lässt.







Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag für das Leseexemplar!
(Die kostenlose Bereitstellung des Titels hat meine Meinung in keinster Weise verändert.)

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Samstag, 11. November 2017

[Rezension] Infiziert




Autorin: Teri Terry (aus dem Englischen von Petra Knese)
Verlag: Coppenrath
Teil einer Reihe: 1/3
Seiten: 464
ISBN 978-3649625995
Preis: 19,95€ (Harcover mit Schutzumschlag)


Inhalt:
Unaufhaltsam schleicht sich der Tod von Haus zu Haus, von Stadt zu Stadt und selbst wenn er dich verschont, wirst du nie wieder sein, wie zuvor.
Shay ist schockiert, als sie die 12-jährige Callie auf einer Vermisstenanzeige wiedererkennt. Vor über einem Jahr ist sie dem Mädchen begegnet und dabei offenbar Zeugin einer Entführung geworden. Zusammen mit Callies Halbbruder Kai macht sie sich auf die Suche – nicht ahnend, welche Katastrophe bereits auf das ganze Land zurollt. Denn Callie wurde nicht nur entführt, sondern als Forschungsobjekt missbraucht. Und der Erreger, mit dem das Mädchen infiziert wurde, breitet sich nun in Großbritannien aus.
Als auch Shay plötzlich Symptome der tödlichen Krankheit zeigt, beginnt für sie und Kai ein Wettlauf gegen die Zeit …


Meine Meinung:
Da Teri Terry mich mit ihren Jugendbüchern bis jetzt eigentlich immer überzeugen konnte, stand auch „Infiziert" auf meiner Wunschliste, sobald es erschienen war. Auf der Buchmesse hatte ich dann das große Glück, die Autorin persönlich zu treffen. Natürlich habe ich mir das Buch dann auch vor Ort gekauft und direkt signieren lassen!
Wer schon einmal eine Buchmesse hinter sich hatte, der hat sicherlich noch gut in Erinnerung, wie erschöpft und müde man sich danach fühlt. Dennoch habe ich auf der Heimfahrt gleich mit dem Lesen angefangen - und war  von Anfang an wie gefesselt! Ich habe gar nicht gemerkt, wie die Seiten dahinflogen, weil ich mich sofort mitten drin in der Geschichte befunden habe.
Mit Shay, der Protagonistin, habe ich mich gleich angefreundet. Nicht nur, dass sie einen starken Willen hat und sich durchzusetzen weiß, was sie mir von Anfang an sympathisch machte, nein, sie hat auch ein fotografisches Gedächtnis! Ich persönlich bin ein riesiger Bewunderer dieser Fähigkeit und finde es unfassbar faszinierend, wenn sich jemand innerhalb eines kürzesten Zeitraums die verschiedensten Dinge detailliert merken kann. Ich hatte dennoch nicht das Gefühl, dass Shay irgendwie überlegen und zu perfekt wird, im Gegenteil, sie hat auch ihre Schwächen. Ihre Gedanken und Gefühle waren nicht nur stets authentisch, ich hatte meist sogar das Gefühl, mich mitten in ihr drin zu befinden und das Ganze nicht nur mit ihr, sondern als sie zu erleben.


Die Kapitel werden abwechselnd aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt: Zuerst einmal natürlich von Shay, aber auch Callie, das verschwundene Mädchen, schildert ihre Sicht der Dinge. Callie ist vom Charakter her Shay nicht unähnlich, auch sie hat einen eisernen Willen. Jedoch war sie mir teilweise ein wenig unheimlich. Sie punktet zwar durchaus mit Sympathie und ihre Handlungen und vor allem ihre Gedanken erschienen mir mehr als nachvollziehbar, doch dass eine Zwölfjährige solche Rachegedanken hegt? Etwas unbehaglich habe ich mich dabei schon gefühlt, gerade gegen Ende hin. Allerdings muss ich zugeben, dass ich, wenn man mir dasselbe angetan hätte, wahrscheinlich ähnlich reagiert hätte. Callie tritt nämlich nicht als Mensch, sondern in einer Art Geist-Form auf. Was genau mit ihr geschehen ist, ist zunächst sehr unklar und hat meine Neugier geweckt. Auf jeden Fall schien es irgendetwas Übernatürliches zu sein. Gegen Ende hin gibt es ein paar Erklärungen, von denen ich allerdings sagen muss, dass sie mich nur bedingt überzeugen konnten. Natürlich handelt es sich hierbei um Fantasy, aber dennoch erhoffe ich mir im zweiten Band ein paar mehr Erklärungen, denn einige unbeantwortete Fragen warf der Mythos um die geheime Forschungseinrichtung und Callie auf jeden Fall auf.
Was hingegen sehr offensichtlich war, ist die Tatsache, dass Callie beziehungsweise ihr Geist oder was auch immer sie jetzt ist, irgendetwas mit der Seuche zu tun hat, die rasant um sich schlägt, grausame Folgen hat und niemanden verschont. Obwohl die Idee an sich nichts Neues ist, so wurde sie hier meiner Meinung nach auf grandiose Weise umgesetzt. Die schonungslose Direktheit, mit der sich der Tod in Großbritannien und auf der ganzen Welt auszubreiten scheint, hat mir so manches Mal die Sprache verschlagen. Obwohl diese Krankheit zweifelhafter Herkunft die ganze Zeit über ein ständiger Begleiter in diesem Buch ist, hat mich jeder einzelne Tod erneut getroffen, ich wurde immer wieder schockiert, von der Handlung mitgerissen und dazu gezwungen, den Atem buchstäblich anzuhalten. Teri Terry hat es wieder einmal geschafft, eine großartige Atmosphäre entstehen zu lassen, aus der ich kaum entfliehen konnte.


Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die Fragen: Wer oder was ist Schuld an der Seuche? Und was ist mit dem mysteriösen Dr. 1, von dem Callie erzählt hat?
Diese Fragen gilt es zu beantworten, deshalb zieht Shay auch zusammen mit Kay, Callies Bruder, sowie dem jungen Mädchen selbst los, um den Ursprungspunkt der Seuche zu finden. Dabei wartet eine abenteuerliche Reise auf sie - natürlich auch gespickt mit romantischen Elementen. Das war zwar von Anfang an vorhersehbar, aber meiner Meinung nach wurde die langsam aufkeimende Beziehung zwischen Shay und Kai sehr schön beschrieben. Die mitreißende Handlung stand dennoch im Vordergrund, was mich sehr gefreut hat.


Mit mehreren überraschenden Wendungen wurde die ganze Zeit über eine große Spannung aufgebaut, sodass ich die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite sehr genießen konnte.
Obwohl ich schon fest damit gerechnet habe, hat mich der Cliffhanger am Ende wie ein vorbeifahrender Zug erwischt. Ich kann noch immer nicht so recht fassen, dass ich jetzt bis Anfang 2018 auf den zweiten Teil der Trilogie warten muss - eine clevere Marketingstrategie, um Leser auf die Folter zu spannen.
Und obwohl ich aus Erfahrung spreche, dass die Wartezeit auf Folgebände in der Regel keine besonders schöne Zeit ist, kann ich eine klare Leseempfehlung aussprechen, wenn ihr Lust auf eine Mischung aus einem spannenden Thriller gespickt mit Fantasyaspekten, tollen Charakteren, vielen Emotionen und ein bisschen Liebe habt!


Fazit:
Mit „Infiziert" konnte mich die Teri Terry erneut begeistern, ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass dies das bis jetzt beste Buch der Autorin ist. Ich habe zwar ein, zwei kleine Kritikpunkte, aber im großen und ganzen konnte mich der Titel mehr als überzeugen. Die fesselnde Atmosphäre und eine Handlung, die im wahrsten Sinne des Wortes infizierend ist, sorgen für ein Leseerlebnis, das auch noch lange nach der letzten Seite anhält. Ich für meinen Teil warte jedenfalls sehnsüchtig auf das Erscheinen des zweiten Bandes mit dem Titel „Manipuliert" und freue mich sehr auf ein Wiedersehen mit Shay, Callie und Co!




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Dienstag, 7. November 2017

Lesemonat Oktober 2017

Hallo ihr Bücherwürmer da draußen!
Hier kommt endlich meine Lesestatistik für den Oktober. Gelesen habe ich dieses Mal 10 Bücher, die zusammen 4.268 Seiten haben, das entspricht ca. 138 Seiten pro Tag. Ich bin eigentlich ziemlich zufrieden damit, besonders, wenn man bedenkt, dass der Monat aufgrund der Buchmesse ziemlich stressig war.
Das sind die Bücher, die ich gelesen habe:

-Liquidator (reread, aber auf Englisch)
-Silber - Das dritte Buch der Träume (reread)
-Alles, was ich sehe (reread)
-Wolkenschloss
-Origin
-Infiziert
-Nimmerlands Fluch
-Jessicas Geist
-Percy Jackson - Auf Monsterjagd mit den Geschwistern Kane
-Inferno


Was die Neuzugänge angeht ... nun, seht selbst. (Ich sage nur: Buchmesse!😄)



Ich bin jedenfalls überglücklich über die ganzen tollen neuen Bücher, die bei mir einziehen durften, und werde euch sicherlich über das eine oder andere noch detailliert berichten.
Wie sieht euer Lesemonat aus? Wart ihr auch auf der Buchmesse und wenn ja, habt ihr genauso viele Bücher mitgeschleppt?🙈

Man liest sich!
Isabell

Donnerstag, 2. November 2017

[Rezension] Wolkenschloss

Autorin: Kerstin Gier
Verlag: Fischer FJB
Seiten: 464
ISBN 978-3-8414-4021-1
Preis: 20,00€ (Hardcover mit Schutzumschlag)


Inhalt:
Hoch oben in den Schweizer Bergen liegt das Wolkenschloss, ein altehrwürdiges Grandhotel, das seine Glanzzeiten längst hinter sich hat. Aber wenn zum Jahreswechsel der berühmte Silvesterball stattfindet und Gäste aus aller Welt anreisen, knistert es unter den prächtigen Kronleuchtern und in den weitläufigen Fluren nur so vor Aufregung. Die siebzehnjährige Fanny hat wie der Rest des Personals alle Hände voll zu tun, den Gästen einen luxuriösen Aufenthalt zu bereiten, aber es entgeht ihr nicht, dass viele hier nicht das sind, was sie vorgeben zu sein. Welche geheimen Pläne werden hinter bestickten Samtvorhängen geschmiedet? Ist die russische Oligarchengattin wirklich im Besitz des legendären Nadjeschda-Diamanten? Und warum klettert der gutaussehende Tristan lieber die Fassade hoch, als die Treppe zu nehmen? Schon bald steckt Fanny mittendrin in einem lebensgefährlichen Abenteuer, bei dem sie nicht nur ihren Job zu verlieren droht, sondern auch ihr Herz.


Meine Meinung:
Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr es mich gefreut hat, nach zwei schier endlosen Jahren des Wartens das Buch endlich in den Händen zu halten! Ich denke, jeder Kerstin-Gier-Fan hat mindestens genauso lange auf den Erscheinungstermin von „Wolkenschloss“ hingefiebert wie ich - und natürlich bin ich am 9. Oktober, als es dann endlich so weit war, früh am Morgen direkt in die Buchhandlung gerannt.
Und selbst, wenn das Buch mich nicht auf ganzer Linie begeistert hätte, selbst, wenn Kerstin Gier nicht die Autorin wäre, allein schon wegen des Covers hätte es sich gelohnt, es zu kaufen. Wie ihr vielleicht schon wisst, bewundere ich Eva Schöffmann-Davidov wirklich sehr für ihr Talent, jedes Buch sowohl von außen als auch von innen in ein Schmuckstück zu verwandeln.
Viel Zeit zum Bestaunen blieb dennoch nicht, da ich natürlich so schnell wie möglich in die Geschichte eintauchen wollte. Schon nach wenigen Sätzen hatte ich wieder das altbekannte Das ist Kerstin Gier!-Gefühl. Die Autorin stellt erneut ihren unverwechselbaren Humor unter Beweis und ich hatte so viel zu Lachen!
Außerdem herrschte durch das eher ungewöhnliche Setting eine herrliche Winterstimmung. Das Wolkenschloss, ein altes Luxushotel hoch oben in den Schweizer Alpen, ist mir einfach sofort ans Herz gewachsen und ich hatte die ganze Zeit über das Bedürfnis, meine Ferien ebenfalls an einem solch außergewöhnlichen und magischen Ort zu verbringen.
Auch in die Charaktere habe ich mich direkt verliebt. Sie sind alle so toll und einzigartig, dass sich mir beim Lesen nicht selten ein Lächeln ins Gesicht gestohlen hat! Fanny ist eine schlichtweg wundervolle Hauptfigur, genau die richtige Mischung aus Neugier, Sarkasmus und der Neigung, sich in Schwierigkeiten zu bringen ... Aber auch der kleine Don Burkhardt Junior hat sich klammheimlich in mein Herz gestohlen, auch wenn er mir teilweise ziemlich angsteinflößend vorkam. Auf keinen Fall ist er das, was man unter dem Begriff normaler Neunjähriger versteht! Ganz besonders angetan haben es mir außerdem Pavel, ein muskelbepackter und tätowierten hünenhafter Kerl, der in der Wäscherei arbeitet und eine Vorliebe für Opernarien hat, und die Ludwigs, ein älteres Ehepaar, das einfach nur zauberhaft ist und auch Fanny regelmäßig Tränen der Rührung in die Augen treibt.


Natürlich durfte in dieser Geschichte auch eine kleine Portion Liebe nicht fehlen. Fanny werden gleich zwei tolle Jungs, die verschiedener nicht sein könnten,  zur „Auswahl" gestellt und es hat mir wirklich gut gefallen, dass nicht sofort klar wurde, für wen sie sich entscheidet - falls man überhaupt von einer Entscheidung sprechen kann ... Und nur so viel sei gesagt: Die Liebesgeschichte tut der eigentlichen Handlung keinen Abbruch, im Gegenteil!


Was mich wirklich überrascht hat, ist die Tatsache, dass sich dieses Buch - anders als die anderen Jugendbücher der Autorin - nicht im Fantasy-Genre ansiedelt. Ich habe die ganze Zeit damit gerechnet, dass es doch noch in Richtung Fantasy geht, besonders, da es eine Menge Andeutungen gibt: Der Mythos um den Geist der Weißen Dame, die im Hotel ihr Unwesen zu treiben scheinen, die sieben Hugos, sieben Dohlen, die mir ganz und gar nicht wie gewöhnliche Vögel erschienen und Monsier Rocher, der so etwas wie die Seele des Hotel und scheinbar uralt ist (und öfters mal Aussagen wie  „Ach, ihr Menschen" macht, was in mir die Theorie weckte, er sei vielleicht gar kein Mensch), sind nur drei  der vielen Beispiele, die förmlich nach etwas Übernatürlichem schreien. Dadurch, dass das Buch am Ende in eine ganz andere Richtung geht, bleibt es jedoch bei den Andeutungen. Und obwohl von vorneherein klar war, dass  „Wolkenschloss“ ein Einzelband sein würde, hoffe ich klammheimlich immer noch auf eine Fortsetzung.
Wie bereits erwähnt, versucht sich die Autorin hier jedoch an einem neuen Genre und das Buch schlägt eine ganz andere Richtung ein. Den Leser erwartet ein großer Plot Twist, der mich so schockiert hat, dass ich bis zum Ende auf ein Missverständnis gehofft habe. Leider Fehlanzeige, und das hat mir förmlich das Herz aus der Brust gerissen. Über einen Mangel an Spannung kann ich allerdings nicht klagen, im Gegenteil. Ich habe das Buch förmlich verschlungen und auch wenn einige Fragen offen geblieben sind, bin ich absolut begeistert!


Fazit:
Das Warten hat sich gelohnt! Die Autorin hat es wieder einmal geschafft, mich in eine einzigartige und verzaubernde Welt zu entführen, aus der ich gar nicht mehr wegwollte. Von den Charakteren über das Setting bis zu den kleinsten Kleinigkeiten hat eigentlich alles gestimmt. Lediglich die ganzen Andeutungen, von denen ich nicht so genau wusste, was ich von ihnen halten sollte, haben mir Kopfzerbrechen breitet - aber irgendwie macht auch das den Charme des Buches aus.
Eine wunderbare Wohlfühlgeschichte à la Kerstin Gier, perfekt für kalte Wintertage, die ich euch nur wärmstens empfehlen kann!






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Montag, 30. Oktober 2017

FBM 2017 - Messebericht Tag 3: Sonntag, 14. 10.

Hallo ihr Lieben!
Hier kommt mein dritter und letzter Messebericht für die Frankfurter Buchmesse 2017. Der Sonntag war in vielerlei Hinsicht ein sehr ereignisreicher Tag für mich. Warum, erfahrt ihr in diesem Beitrag. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!




Am Sonntagmorgen ging es für mich auf direktem Wege zum Fischer-Verlag, da eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen dort eine Signierstunde haben würde. Die Rede ist, wie könnte es auch anders sein, von Kerstin Gier! Dank meines Pressetickets konnte ich schon eine halbe Stunde vor dem offiziellen Einlass auf das Messegelände und war schon kurz nach halb neun bei Fischer. Es hatte sich bereits eine Schlange gebildet, aber ich hatte dennoch riesiges Glück, denn um neun Uhr war es auf einen Schlag SO voll in der Halle! Als ich mein Autogramm bekommen habe, zog sich die Schlange bereits durch die ganze Halle. Das Ganze wurde vom Verlag aber super organisiert, es gab keine Chance, sich vorzudrängeln, alles lief sehr geregelt ab und am Ende hatte jeder Fan die Chance auf ein Autogramm. Noch mal ein riesiges Lob an den Verlag für diese Organisation!
Nach diesem kleinen Highlight am frühen Morgen (Kerstin Gier meinte, Isabell wäre doch auch mal ein toller Name für eine Buchfigur! Wie cool ist das denn bitte?) blieb erst einmal eine Menge Zeit, um in Ruhe in Halle 3.1 herumzuschlendern und bei verschiedenen Verlagen herumzustöbern.



Als wir dann am Stand von Droemer Knaur vorbeigekommen sind, haben wir ganz zufällig niemand geringeren als Sebastian Fitzek in der VIP-Lounge entdeckt! Dort hat er gerade mit zwei anderen Leuten, ich vermute mal, Verlagsmitarbeitern, einen Kaffee getrunken. Dann sind die beiden aufgestanden und gegangen und Herr Fitzeks Blick fiel auf mich. Ich gestehe, ich war ziemlich aufgeregt, aber nach einem kleinen Anstupser von meiner Mutter habe ich mich dann doch getraut, nach einem Foto zu fragen. Ich war ziemlich besorgt, er könne mich für unhöflich halten, weil nebenan schon eine Menge Leute für die in einer halben Stunde stattfindende Signierstunde gewartet haben, aber er war wirklich unglaublich nett und hat mir sogar noch eine Autogrammkarte geschenkt!
Ich mit Sebastian Fitzek
Und das alles vor 11 Uhr ... so weit, so gut. Da wir danach überraschenderweise noch herrlich viel Zeit hatten, konnten wir uns ganz gemütlich auf den Weg in Halle 4 machen, wo Ursula Poznanski ihren neusten Thriller „Aquila" präsentieren würde. Davor fand im Azubistro noch ein lustiges Bücherquiz statt, das von der Buchwissenschaft Leipzig organisiert wurde. Dazu wurden wir in zwei Teams aufgeteilt und mussten immer abwechselnd Cover, Autoren und/ oder Zitate in verschiedenen Kategorien erraten. Ich war so etwas wie der Oberstreber meines Teams und habe die Antworten meist ohne mit der Wimper zu zucken heruntergerattert.😤
Letztendlich wurde mein Team dann auch zum Gewinnerteam gekürt und natürlich mit tollen Büchern belohnt!😊

Beim Bücherquiz, das von der Buchwissenschaft Leipzig organisiert wurde, saß ich die ganze Zeit sehr aufmerksam in der ersten Reihe.😇
Nach dem Quiz betrat dann Ursula Poznanski die Bühne. Es war ziemlich toll, die Autorin so hautnah mitzuerleben, da ich direkt in der ersten Reihe saß. Allerdings war ich etwas enttäuscht, da einfach nur das erste Kapitel aus „Aquila" vorgelesen wurde und ich mir etwas mehr von der Veranstaltung erhofft habe. Es war dennoch ein tolles Erlebnis!





Ich mit Ursula Poznanski



Anschließend habe ich mich auf den Weg zum Oetinger-Stand gemacht, wo ich die liebe Lea von liberiarium wiedergetroffen habe. Ich war wirklich begeistert von ihrem tollen Cosplay als Aurora aus „Stormheart - Die Rebellin"! (Auch wenn ich ihr beinahe auf dem langen Mantel herumgetrampelt wäre. Ups.)
Ich mit Lea


Danach habe ich einen Abstecher zu Arena gemacht, ein kurzes Gespräch mit der Autorin Deana Zinßmeister geführt (mehr dazu hier) und einen der tollen Edelsteintrilogie-Papphocker abgestaubt.
Dann machte ich mich erneut auf den Weg zu den Fischer-Verlagen, wo Kerstin Gier gerade die letzten Bücher signiert hat. Es gab eine Menge Applaus von allen Seiten, aber leider habe ich es nicht mehr geschafft, ein Autogramm auf den Papphocker zu bekommen. Dafür hat eine sehr nette Mitarbeiterin vom Verlag mir einen der riesigen Wolkenschloss-Pappaufsteller geschenkt!❤
Ich kann nur sagen: Es ist ein unglaublich cooles Gefühl, ein eigenes, riesiges Wolkenschloss mit - jetzt haltet euch fest - leuchtenden Fenstern im Zimmer stehen zu haben. Vielen, vielen Dank dafür!

Daraufhin stiefelten wir - ich mit meinem Wolkenschloss unter dem Arm, und ja, ich wurde komisch angeguckt😉 - durch die Hallen, auf der Suche nach einem Verlag, der Tüten verteilte, die groß genug für meine Ausbeute waren. Bei einem Kalender-Verlag, dessen Namen ich leider vergessen habe, sind wir dann auch fündig geworden und ich bin den Rest des Tages mit einer monströsen Tragetasche herumgelaufen.😄
Ich vor der Ullstein-Eule, die ich noch kurz besucht habe

Nach einer kurzen Mittagspause ging es dann auch schon zum letzten Programmpunkt des Tages, dem Bookstagram-Treffen!
Es war wirklich schön, so viele Leute wiederzutreffen und neue (beziehungsweise über Bookstagram nur allzu bekannte) Gesichter zu sehen! Leider musste ich schon früh wieder weg und habe es auch nicht geschafft, viele Fotos zu machen. Dennoch möchte ich euch diese hier nicht vorenthalten:
Ich mit meiner lieben Kathrin und der Riesen-Monster-Tüte
Puh, ganz schön schwer, so viele Leute auf ein Gruppenfoto zu bekommen! (Und im Nachhinein erkenne ich hier eine Menge Leute, die ich vor Ort gar nicht gesehen habe. Argh.)
Bei dem Versuch von Michelle (auf Instagram unter @madamereadsalot zu finden), von der Rolltreppe aus ein Bild zu machen, mussten wir alle sehr lachen!
Und kurz darauf war es auch schon wieder vorbei und es hieß Auf Wiedersehen, Buchmesse. Um unseren Bus nach Hause zu kriegen, mussten wir bereits um kurz vor drei das Messegelände verlassen. Noch ein letztes Mal alle Herzensmenschen knuddeln, dann musste ich mich schweren Herzens und voll bepackt auf den Rückweg zum Hotel machen. Und so traurig ich darüber auch war, es fiel mir doch ziemlich schwer, traurig zu sein.

Danke, danke, DANKE an all die lieben Menschen, die ich treffen durfte, an die Autoren, die vor Ort waren, an die netten Verlagsmitarbeiter, Blogger und Bücherwürmer, mit denen ich mich austauschen durfte: Mit euch und durch euch durfte ich drei wunderbare Tage verbringen, die ich sicherlich niemals vergessen werde. Ich hoffe sehr, dass wir uns in naher Zukunft alle wiedersehen!

Zum Abschluss hier noch ein kleines Foto von meiner Ausbeute. Nur so viel: Es ist nicht ansatzweise so wenig, wie es aussieht - und ich habe es tatsächlich geschafft, alles zu sortieren und in meine Regale einzuräumen, ohne mich in eine Identitätskrise zu stürzen!😜