Freitag, 24. Februar 2017

[Rezension] Red Rising - Tag der Entscheidung

Autor: Pierce Brown (aus dem amerikanischen Englisch von Bernhard Kempen)
Verlag: Heyne
Teil einer Reihe: 3/3
Seiten: 656
ISBN 978-3453534438
Preis: 12,99€ (Klappenbroschur)

Inhalt:
Um eine unmenschliche und grausame Gesellschaft zu stürzen, ist der Minenarbeiter Darrow selbst zum Goldenen, zum Mitglied der verhassten Oberschicht, geworden. Doch jetzt wurde sein Geheimnis entdeckt und er schwebt in tödlicher Gefahr. Wenn er sein Ziel erreichen will, muss er alles riskieren.

Meine Meinung:
Da der zweite Teil dieser Trilogie mit einem fiesen Cliffhanger geendet hat, war ich sehr gespannt auf den finalen Band der „Red Rising“-Trilogie, wenngleich ich aufgrund der Vorbände auch nicht zu hohe Erwartungen an das Buch hatte. Überraschenderweise hat mir das Ende dann aber ziemlich gut gefallen, was zum Teil der Verdienst der teilweise wirklich unerwartet kommenden Plot Twists ist. Auch einige Charakterentwicklungen fand ich spannend zu beobachten und gut nachvollziehbar.
Außerdem hat das Buch einige sehr interessante Stellen - aber da kommen wir auch schon zu meinen Kritikpunkten, denn mehr als interessant wird es bei diesem Buch nie und man kann einfach nicht mitfiebern. Teilweise war es für mich trotz vieler Actionszenen sogar weitgehend langweilig. Das könnte zum Teil an der maßlosen Gewalt liegen, die ich in Büchern zwar nicht unbedingt schlecht finde, die hier aber übertrieben und wie eine Art Platzfüller wirkt. Ständig wird irgendwer aufgeschlitzt und geköpft und das Blut fließt förmlich von allen Seiten…da rückt die eigentliche Handlung fast ein bisschen in den Hintergrund, wie ich finde. Auch hatte ich die ganze Zeit über das Gefühl, ein Plan fehle irgendwie. Sevro und Darrow, die Köpfe des Aufstandes, scheinen sich ständig in die Haare zu kriegen und benehmen sich teilweise fast schon wie Kinder, während sie gleichzeitig riesige Flotten befehlen (wovon man wohlgemerkt nicht viel mitbekommt…)?? Scheint eine sehr gewagte Theorie zu sein…Allgemein gesagt hätte ich mir, auch gegen Ende hin, etwas mehr Hintergrundgeschichte und etwas weniger Blutvergießen und vulgäre Sprache gewünscht (die ich auch schon bei den Vorbänden kritisiert habe und die hier - bei erwachsen gewordenen Feldherren - noch mehr fehl am Platz wirkt).
Somit hat mir die Trilogie eher mittelgut gefallen und ich würde sie eher als Geschmackssache bezeichnen.

Fazit:
Trotz der tollen Grundidee und den vielen Plot Twists hat mir das Buch nicht so gut gefallen, wie es hätte tun können, was zum Teil durch die viele unnötige Gewalt verursacht wird. Für mich hat diese Trilogie leider nicht ihr volles Potenzial ausgenutzt.

Vielen Dank an den Heyne-Verlag und die Verlagsgruppe Randomhouse für das Rezensionsexemplar!

[Rezension] Die Legenden der Schattenjäger-Akademie


Autoren: Cassandra Clare mit Sarah Rees Brennan, Maureen Johnson und Robin Wasserman (aus dem amerikanischen Englisch von Franca Fritz und Heinrich Koop)
Verlag: Arena
Teil einer Reihe: Begleitband zu den „Chroniken der Unterwelt“
Seiten: 840
ISBN 978-3401601472
Preis: 24,99€ (Hardcover)

Inhalt:
Ohne Erinnerungen muss Simon erneut herausfinden, wer er eigentlich ist. Hat er das Zeug zum Dämonen bekämpfenden Helden - wie ihm seine früheren Freunde Clary und Jace erzählen? Oder ist er doch der bleiche Comicfan, der nicht einmal die Kraft hat, eine Waffe der Nephilim richtig in der Hand zu führen? Und dann gibt es noch Isabelle, an deren Liebe er sich nicht erinnern kann, obwohl es in seinem Bauch kribbelt, immer wenn er an sie denkt. War er wirklich mit diesem tollen Mädchen zusammen, und wenn ja, wie hat er das nur angestellt?

Meine Meinung:
Simon war schon immer einer meiner Lieblingscharaktere aus den „Chroniken der Unterwelt“ und gerade wegen dem Ende von „City of Heavenly Fire“ habe ich mich unglaublich darauf gefreut, dieses Buch zu lesen!
Der Anfang war zwar zugegebenermaßen etwas langweilig, aber das legt sich schnell und danach kann man das Buch im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr aus der Hand legen! Dadurch, dass sich das Buch hauptsächlich um Simon und seine Ausbildung an der Akademie dreht, ist dieses Buch um einiges lustiger und charmanter als die Vorbände - ich liebe Simons Humor und seine Art einfach und ich kann mich nicht oft genug wiederholen, was für ein toller Charakter er ist! Man kann sich außerdem  mehr als gut mit ihm identifizieren und auch seine Handlungen sind immer gut nachvollziehbar.
Neben den alten Charakteren aus den „Chroniken der Unterwelt“, die hier zunächst etwas in den Hintergrund rücken, gibt es auch ein paar Neue, und besonders Simons Mitbewohner in der Akademie, George, war mir total sympathisch, aber auch die anderen - selbst die kleineren Nebenfiguren - habe ich sofort ins Herz geschlossen.
Der Schreibstil war natürlich auch wieder genial und das Buch hatte eine tolle Atmosphäre. Es gab so einige wunderschöne Momente, bei denen ich mich unglaublich für die Charaktere mitgefreut habe.
Auf der anderen Seite regt das Buch dadurch, dass eben auch die Schattenjäger nicht immer alles gut und richtig machen, zum Nachdenken an, und die Politik des Rates ist durch die Umgangsweise mit Themen wie Diskriminierung und Vorurteile auch auf die richtige Welt übertragbar. Somit ist das Buch gleichzeitig schön und zum Mitfiebern.
Auch, dass es nicht nur um Simon geht, sondern auch um andere Geschichten von der Akademie, hat mir unheimlich gut gefallen. Neben den Rückblenden gibt es auch immer wieder Parallelen und Anspielungen auf die anderen Bücher der Autorin, was wieder einmal zeigt, was für eine vielschichtige Welt Cassandra Clare erschaffen hat.
Das Ende hat mich dann total schockiert und war unglaublich traurig und gleichzeitig auch wieder hoffnungsvoll und mit Aussicht auf mehr. Für mich ist dieses Buch ein absolutes Muss, besonders für Cassandra Clare-Fans!

Fazit:
„Die Legenden der Schattenjäger-Akademie“ ist ein unglaublich tolles Buch von einer unglaublich tollen Autorin, das definitiv Suchtgefahr birgt und spannend, charmant und emotional in jeder Hinsicht ist!

Samstag, 11. Februar 2017

[Rezension] Knife Edge

Autorin: Malorie Blackman
Verlag: Corgi
Teil einer Reihe: 2/4
Seiten: 416
ISBN 978-0552548922
Preis: 6,99€ (Taschenbuch)
Das Buch ist auf Deutsch unter dem Titel Asche und Glut erhältlich.

Inhalt:
Sephy is a Cross, one of the privileged in a society where the ruling Crosses treat the pale-skinned noughts as inferiors. But her baby daughter has a nought father – Callum. Eaten up with bitterness, Callum’s brother Jude, blames Sephy for the terrible losses his family has suffered.
Now Jude’s life rests on a knife edge. Will Sephy be forced, once again, to take sides?

Meine Meinung:
Nachdem mich schon der erste Teil dieser Reihe unglaublich begeistern konnte (auch wenn er mich mit gebrochenem Herzen zurückgelassen hat), habe ich mich natürlich unglaublich auf die Fortsetzung gefreut, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es mit Sephy und den anderen weitergeht.
Die komplexe und vor allem unglaublich realitätsnahe Welt, die Malorie Blackman erschaffen hat, hat mich dabei erneut beeindruckt.
Die Weiterentwicklung von Sephy nach dem Ende von „Noughts & Crosses“ steht in diesem Buch natürlich im Vordergrund, aber es wird auch aus verschiedenen anderen Sichten erzählt. Zum großen Teil aus der Sicht von Jude, Callums älterem Bruder und Mitglied der Liberation Militia, der einen vielschichtigen und interessanten Charakter hat, aber auch Meggie - die Mutter von Callum und Jude - und einige anderen kommen an die Reihe. Dabei verliert man jedoch nie den Überblick, was ich sehr gut finde.
Der Schreibstil lässt sich wie schon im ersten Teil sehr flüssig lesen und das Englisch ist leicht verständlich. Interessant finde ich auch die Aufmachung des Buches. Neben dem schlichten Cover ist das Buch in mehrere Teile unterteilt, vor denen es immer jeweils einen Zeitungsausschnitt sowie eine Farbe & ihre Bedeutungen gibt, sodass am Ende sozusagen der ganze Regenbogen abgearbeitet wurde. Das ist auch eine gute Überleitung zu dem nächsten Punkt, den ich ansprechen möchte: Dass Sephy jetzt in einer Band singt und ein wirklich schönes Lied mit dem Titel „Rainbow Child“ für ihre Tochter geschrieben hat. Es gab außerdem ein paar Einblicke in die Musikindustrie und wie man auch dort mit Vorurteilen zu kämpfen hat, was ich sehr interessant fand.
Dabei ist das Buch an sich eigentlich nicht besonders spektakulär, gerade wenn man den ersten Teil gelesen hat. Es gibt zwar einige Schockmomente und gerade gegen Ende hin fiebert man richtig mit, aber ich bin doch der Meinung, dass dieses Buch eher eine Art „Zwischenbuch“ ist. (Wenn auch ein wirklich, wirklich Gutes!) Und spätestens nach dem wirklich fiesen Cliffhanger am Ende ist man auf jeden Fall gespannt auf Teil 3!
Trotzdem möchte ich noch eine Kleinigkeit ansprechen, die mich wirklich irritiert hat. Dabei weiß ich nicht, ob es sich um einen Druckfehler, eine fehlerhafte Auflage oder was auch immer handelt…Jedenfalls ist es so, dass zwischen der letzten Seite der „richtigen“ Geschichte und der Kurzgeschichte „An Eye for an Eye“ eigentlich nur ein paar leere Seiten befinden, aber dass dann plötzlich in der Seitenbeschriftung um fast 100 Seiten nach vorne gesprungen ist, scheinbar ohne Grund…Das hat zwar mit der Geschichte an sich nichts zu tun, aber mich hat es irgendwie trotzdem total gestört und verwirrt. Vielleicht werde ich auch noch mal an den Verlag schreiben, mal schauen…
Wie auch immer, das Buch kriegt von mir eine klare Leseempfehlung!

Fazit:
Für alle, denen „Noughts & Crosses“ gefallen hat, ist auch „Knife Edge“ ein absolutes Muss. Dieses Buch überzeugt nicht nur durch eine komplexe Welt und tolle Charaktere, sondern auch durch die wichtigen Themen, die hier angesprochen werden. Zwar mag es nicht immer ganz so spannend sein - hier geht es mehr um die Weiterentwicklung der Charaktere - aber dennoch kann ich das Buch sehr empfehlen!

Freitag, 3. Februar 2017

Lesemonat Januar

Hey ihr Lieben!:)
Hier seht ihr meinen Lesemonat Januar:

-Silber - Das erste Buch der Träume
-Silber - Das zweite Buch der Träume
-Silber - Das dritte Buch der Träume
-Harry Potter and the Order of the Phoenix
-Das Schicksal ist ein mieser Verräter
-Jetzt, Baby
-City of Heavenly Fire
-Red Rising
-Doctor Who - Decide your Destiny: War of the Robots
-Letztendlich sind wir dem Universum egal
-Splitter
-Red Rising - Im  Haus der Feinde
-Harry Potter and the Half-Blood Prince
-Harry Potter and the Deathly Hallows

Das sind insgesamt 14 Bücher und  6736 Seiten. Durchschnittlich wären das ungefähr 217 Seiten pro Tag. :)
Neu bei mir einziehen durften auch ein paar Bücher, und zwar:

-Alle Toten fliegen hoch: Amerika
-Red Rising
-Red Rising - Im Haus der Feinde
-Red Rising - Tag der Entscheidung (Rezensionsexemplar)
-Mind Games
-Knife Edge

Insgesamt büchertechnisch ein durchaus erfolgreicher Monat, würde ich mal sagen - und damit noch nicht alles: Ich war am 29. Januar in den Warner Bros. Studios!! :D Dazu wird es sicherlich aber auch noch mal einen extra Blogbeitrag geben.
Man liest sich!